Schuhmarkt

Vans aus der Metzgerei

Waffelsohle, Schachbrettmuster, Slip-On – die Rede ist von Vans, den Must-Haves der Stunde für Jugendliche und Szenegänger. Seit Neustem ist die beliebte Kultschuhmarke aus dem Boardsport auch in Deutschland mit einem Flagship-Store vertreten. 16/07 Stephan Kühmayer

Waffelsohle, Schachbrettmuster, Slip-On – die Rede ist von Vans, den Must-Haves der Stunde für Jugendliche und Szenegänger. Seit Neustem ist die beliebte Kultschuhmarke aus dem Boardsport auch in Deutschland mit einem Flagship-Store vertreten.

Am 25. Juli 2007 lud der US-amerikanische Schuh- und Bekleidungshersteller Vans zur Eröffnung seines ersten eigenen Shops auf deutschem Boden. Alte Schönhauser Str. 48 lautet die neue Hausnummer des Unternehmens aus dem sonnigen Kalifornien. Das Geschäft befindet sich damit in exponierter Lage inmitten prominenter Modemarken, die sich rund um die Gegend des Hackeschen Marktes angesiedelt haben.

Auf einer Verkaufsfläche von rund 110 Quadratmetern wird eine erlesene Auswahl der Schuhkollektionen präsentiert. Highlights aus den Bekleidungslinien und Accessoires ergänzen die Auslagen.

Eigens zur Shop-Eröffnung wurde ein Schuhmodell aufgelegt, das nur in einer limitierten Auflage von 250 Exemplaren erhältlich ist.

Das grün-weiße Kachelmuster dieses typischen Slip-ons ist ein Spiegelbild der Inneneinrichtung des Geschäfts. Der Laden, der nicht ohne Grund „Butcher Block“ heißt, war ehemals eine Metzgerei. Im vorderen Verkaufsraum des denkmalgeschützten Ensembles schmücken noch die fast 100-jährigen, aufwändig restaurierten Originalfliesen die Wände. Ein Fleischblock aus Holz, der früher zum Zerkleinern des Fleisches genutzt wurde, dient heute als Verkaufstresen. „Für uns war es ein besonderes Anliegen, ein Geschäft in der deutschen Hauptstadt zu eröffnen“, erklär te Julia Frömel, Marketing Managerin der deutschen Vans Division, gegenüber dem SchuhMarkt. Allerdings sei dies kein Auftakt zu einer neuen Geschäftsoffensive, im wahrsten Sinne des Wortes. „Der Berliner Vans-Shop ist ein Image-Objekt“, erklärte Frömel. Er solle der einzige in Deutschland bleiben.

Weitere Vans Stores gibt es in Europa bislang nur in Barcelona, London, Paris und Utrecht. Die Kooperation mit dem Handel stehe bei Vans, so Frömel, ganz klar im Vordergrund. Am Abend nach der Geschäftseröffnung fanden sich etwa 200 geladene Gäste zu einer ungezwungenen Party ein. Unter ihnen waren auch viele Größen aus der internationalen Skater-Szene.Vans verfügt in diesem Kreise über eine große Fangemeinde.

Durch Anwesenheit glänzte auch Steve van Doren, Sohn des Firmengründers Paul van Doren. Er zeigte sich sehr zufrieden mit den jüngsten Entwicklungen. „Innerhalb der letzten drei Jahre konnten wir die Umsätze verdoppeln“, so Steve van Doren auf Befragen des SchuhMarkt. Als eine Ursache für den enormen Aufwind machte van Doren den aktuellen Revival-Trend aus, der insbesondere bei Teens und Twens gegenwärtig Mode bestimmend sei. Zwar liegen keine aktuellen Zahlen für den deutschen Markt vor, aber man konnte auch hier, so hieß es, kräftig zulegen.

In Deutschland werden von Vans, das übrigens zum US-Bekleidungsunternehmen VF Corporation gehört (u. a. Lee, Wrangler, The North Face, Eastpak), rund 850 Händler beliefert. 16/07 Stephan Kühmayer

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