Schuhmarkt

Im Herzen jung und sportlich

Die Grenzen zwischen den Sparten verfließen. Die Zielgruppendefinitionen für Young Fashion und Sportsfashion sind sehr dehnbar. Dies mit gutem Grund: Das Konzept der Jugend und Sportlichkeit begeistert weiterhin die Massen. Die führenden Anbieter setzen die Trends für den gesamten Modemarkt. 08/05

Die Grenzen zwischen den Sparten verfließen. Die Zielgruppendefinitionen für Young Fashion und Sportsfashion sind sehr dehnbar. Dies mit gutem Grund: Das Konzept der Jugend und Sportlichkeit begeistert weiterhin die Massen. Die führenden Anbieter setzen die Trends für den gesamten Modemarkt. Mit dem Slogan Fun & Profit sind die Macher der Bread & butter angetreten und haben die Messelandschaft in Deutschland umgekrempelt. Eine Messe wie die junge Mode: umkompliziert und doch gestylt bis ins letzte, Improvisation im Detail bei gleichzeitiger Perfektion im Gesamtauftritt. Selektion bei großem Massen-Appeal. Die Spaßgeneration lebte sich aus.Das Konzept funktioniert heute immer noch, bei der Messe wie in der Mode: Farbrausch bei den Stoffen, lockere Sprüche auf den T-Shirts, Zitate quer durch das Jahrhundert bei den Styles. Doch vermehrt zeigt sich eine gewisse Strenge, eine ungewohnte Ernsthaftigkeit. Die Mode und mit ihr die Schuhe erzählen hehre Geschichten: Symbole des Arbeiterkampfes und der russischen Revolution als Stilelement. Klares strenges Design in Anlehnung an die Schuhe japanischer Reisbauern.Limitierte Kollektionen, deren Erlös einer guten Sache zugute kommt: die Schuhe müssen mehr bieten als Mode und Status. Sie müssen das gute Gefühl vermitteln, das dann entsteht, wenn man etwas für andere tut. In Zeiten, in denen auch bei Jugendlichen das frei verfügbare Geld knapper wird, muss ein Schuh sehr viel Mehrwert bieten, um den Kauf wert zu sein. Entgrenzung der Märkte Doch nicht nur die Ausrichtung, sondern auch die Zielgruppendefinition hat sich geändert. „Young at heart – jung im Herzen“ beschreibt ein Hersteller das neue Verständnis. Wer sich auf die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen festlegt, beschränkt seine Expansionsmöglichkeiten. Mit „Young at heart“ dagegen ist der Markt schier unbegrenzt. Entsprechendes gilt für die Sportsfashion, bei der die Betonung auf Fashion alle Möglichkeiten offen lässt. Bezeichnend ist hier auch, dass immer weniger von Streetwear oder Sportswear die Rede ist: Culture, übersetzt als Lebensweise, ist das neue Stichwort. In beiden Segmenten suchen die Käufer nach Glaubwürdigkeit. Erfolgreich ist, wer gekonnt auf dem Grat zwischen Individualität und Massenverbreitung wandelt, zwischen echter Funktion für den Sport und verkäuflichen So-tun-als-ob-Preislagen. Dabei muss der Vertrieb für alle Kanäle immer feiner abgestimmt werden. Wer langfristig am Markt Erfolg haben will, kann nicht alle Händler über einen Kamm scheren. 08/05 Dagmar Rees

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