Schuhmarkt

Tradition und Zeitgeist

Der Converse Chuck erlebt ein modisches Revival. Ob farbig oder schwarz, mit Totenköpfen oder Blümchen gemustert, in Canvas oder Leder: Der Dinosaurier unter den Trendsneakern ist momentan das Sommerthema. 12/07 Swantje Balg

Der Converse Chuck erlebt ein modisches Revival. Ob farbig oder schwarz, mit Totenköpfen oder Blümchen gemustert, in Canvas oder Leder: Der Dinosaurier unter den Trendsneakern ist momentan das Sommerthema.

Ein Blick auf die Füße der Passanten in Fußgängerzonen und Szenetreffs zeigt: der Chuck ist wieder unter uns. Zur Zeit ist der Trendsneaker das Must-Have der Stunde, das alters- und geschlechterübergreifend jeden infiziert. Ob in geöltem Leder für Lifestyle-People, der punkigen Originalfarbe Schwarz oder in bunter Girlie-Optik: Das Modell Chuck Taylor wird laufend neu erfunden und passt sich den verschiedenen Styles der Konsumenten an.

Wohl dem, der Chucks hat“, bestätigt Rolf Lahr, Einkäufer Herren bei Fink, den Trend. Der Handel nutzt die Gunst der Stunde und bietet die modischen Traditions-Turnschuhe in allen erdenklichen Farb- und Materialvarianten an. „Grafiken und Materialien“, so Willy Umland, geschäftsführender Gesellschafter der All Star D.A.C.H. GmbH, „spielen zur Zeit eine ganz wichtige Rolle.“ Auf diese Weise gelinge es, die authentische, traditionelle Optik des Grundmodells mit Trend und Zeitgeist in Einklang zu bringen. Das Resultat sind 750 Millionen verkaufte Paare seit dem Stapellauf des ersten Chuck Taylor All Star vor 90 Jahren.

Diese Popularität macht den damaligen Basketballstiefel zur Mutter aller Trendsneaker. Seinen Namen verdankt er dem Basketballspieler Charles „Chuck“ Taylor, der 1918 in Columbus, Indiana, sein erstes Paar Converse All Stars kaufte. Das Mitglied des aus renommierten Profi-Spielern bestehenden Converse Sales Teams verpasste dem heutigen Chuck sein Sohlenprofil und das typische Converse Star-Patch am Knöchel. Seither trägt der Schuh seine Handschrift buchstäblich an besagtem Patch. „Converse und Basketball gehören zusammen. Noch heute sind wir stolz auf Chuck Taylor, der als Namensgeber des ersten Basketball- und Signature-Schuhs überhaupt im Auftrag von Converse Produktinnovation und Sportförderung verbunden hat“, erklärt Willy Umland. Außerhalb des Basketball-Courts begann der Triumphzug der Chuck Taylor All Stars in den frühen sechziger Jahren. Die Beach Boys der amerikanischen Westküste stilisierten ihn zum Inbegriff ihres relaxten Lebensgefühls, was die Chucks in den Folgejahren bei Skatern, in der Punk-Szene und auch bei vielen Rock-’n’-Roll-Größen populär machte.

Gestern wie heute lebt dieser Geist fort: Waghals Johnny Knoxville und seine Jackass-Kollegen auf MTV zelebrieren ihre haarsträubenden Stunts gerne mit Chucks an den Füßen. Exklusiv zum Filmstart des Chaotenteams brachte Converse damals die passende Schuhkollektion mit der Jackass „Skull and Crutches“- Silhouette auf den Markt. Zum kommenden Winter erwartet den Verbraucher vermehrt der Leder- und der Tweed-Chuck. Wertig soll die Optik für die kalte Jahreszeit sein und dennoch winterfest. Und so zeigt sich der einstige Basketballschuh mit Fell- oder Wollfutter, letzteres gerne auch mit Schottenmuster.

12/07 Swantje Balg

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