Schuhmarkt

Nebenrolle Sport

Der Schuhfacheinzelhandel führt in seiner großen Mehrheit keine Sportschuhe und will diese auch nicht führen. Er überlässt das Feld den Spezialisten und konzentriert sich auf die wichtigsten Sportarten für innen und außen. 15/06 Peter Skop

Der Schuhfacheinzelhandel führt in seiner großen Mehrheit keine Sportschuhe und will diese auch nicht führen. Er überlässt das Feld den Spezialisten und konzentriert sich auf die wichtigsten Sportarten für innen und außen.

 

Gut ein Drittel der Schuhfacheinzelhändler führt Sportschuhe. Zwei Drittel der von der BBE-Unternehmensberatung, Köln, im Auftrag des SchuhMarkt befragten Händler verzichten auf diesen Sortimentsteil. Fast die Hälfte derer, die keine Sportschuhe führen, gab als Grund an, dass es die spezialisierten Sportfachgeschäfte einfach besser machen könnten.

Für 37 Prozent ist fehlender Platz, um Sportschuhe vernünftig anbieten zu können, ein Gegenargument. Bei ihnen gebe es keine Nachfrage, meinten 15 Prozent, und zehn Prozent sind auf Fußorthopädie und Komfortschuhe spezialisiert.

Für sechs Prozent der Befragten ist die unmittelbare Nachbarschaft eines Sportfachgeschäfts das KO-Kriterium. Nur drei Prozent wollen in Zukunft Sportschuhe führen, wobei eine Vergrößerung des eigenen Geschäfts und die Schließung eines benachbarten Sportgeschäfts als Pro-Gründe genannt wurden. Diejenigen Händler, die Sportschuhe im Angebot haben, verzichten zu drei Vierteln auf sonstige Sportutensilien wie Bekleidung oder Sportgeräte und konzentrieren sich auf die Schuhe. Etwas mehr als 40 Prozent der Sportschuhanbieter weisen in ihrer Firmierung auf die Möglichkeit des Sportschuhkaufs in ihrem Geschäft hin.

Der Anteil von Sportschuhen am Gesamtumsatz liegt bei 29 Prozent der Befragten bei rund fünf Prozent. Die zweithäufigste Gruppe von 26 Prozent der Befragten erzielt einen Umsatzanteil von 10 Prozent, einen Anteil von 30 Prozent nannten zehn Prozent der Befragten. Im Vergleich zum Vorjahr ist bei knapp der Hälfte der Sportschuhumsatz in diesem Jahr gesunken, 41 Prozent bezeichneten ihn als gleich hoch und bei nur zwölf Prozent gab es Steigerungen, wenn auch nur bescheidene. Zu den Ursachen für die Steigerung zählten die vermehrte Nachfrage nach Nordic Walking, Sortimentserweiterung sowie die Tatsache, Ausrüster für einen Fußballverein geworden zu sein.

Der Schuhfachhandel, der Sportschuhe führt, konzentriert sich auf die wichtigsten Sportarten. An erster Stelle steht Running mit 62 Prozent der Nennungen bei den Sportschuhen für den Freiluftbereich. Schuhe für Outdoor/Wandern bieten 59 Prozent an, je 56 Prozent Fußball- oder Walking/-Nordic- Walking-Schuhe.Tennisschuhe sind bei 32 Prozent im Angebot und Basketball kommt nur noch auf 18 Prozent. Im Innenbereich spielen Gymnastikschuhe eine dominante Rolle, die 79 Prozent der Befragten im Angebot haben. Schuhe, die für Hallenmannschaftssportarten geeignet sind, führen 74 Prozent. 24 von Hundert bieten Tennis-, jeweils 15 Prozent Squash- und Tischtennisschuhe an.15/06 Peter Skop

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