Schuhmarkt

Sportschuhe rennen weiter

Schuhe im Sportsegment konnten sich in den vergangenen Jahren gut behaupten, der konjunkturellen Flaute zum Trotz. Die Experten von BBE Retail Experts rechnen damit, dass dieses Segment des Sportartikelmarkts sich bis zum Jahr 2015 weiter proper entwickelt. 14/08 Andreas Stowasser

Schuhe im Sportsegment konnten sich in den vergangenen Jahren gut behaupten, der konjunkturellen Flaute zum Trotz. Die Experten von BBE Retail Experts rechnen damit, dass dieses Segment des Sportartikelmarkts sich bis zum Jahr 2015 weiter proper entwickelt.

Ein robustes Geschäft, das auch widrigen Bedingungen erfolgreich getrotzt hat. Sportschuhe gehen offenbar immer, auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerfreulich sind. Laut den Experten von BBE haben Schuhe der Segmente Fußball, Golf, Running, Outdoor und etablierter Trendsportarten wie Nordic Walking die Rolle der Umsatztreiber gespielt. Bei Sportschuhen seien Qualität, Funktionalität und auch das Aussehen die bestimmenden Kauffaktoren. Dabei trete das Design bei den Kunden in den Hintergrund, die den Schuh intensiv sportlich nutzen. „Die Masse nutzt Sportschuhe allerdings kaum für den Extremeinsatz”, unterstreichen die BBE-Analysten. Aus diesem Grund spiele das Niedrigpreissegment eine wichtige Rolle bei Sportschuhen.

Preisniveau gesunken

Der Durchschnittspreis ist laut BBE in den konsumschwachen Jahren 2002 bis 2004 stark gesunken. Erst im Jahr 2006 konnte er sich wieder erholen, blieb aber dennoch unter den Werten von 2002. Der Preis spielt nach BBE-Angaben eine dominierende Rolle, weil Qualitätsempfinden noch nicht so verbreitet sei wie bei funktioneller Sportbekleidung. Auch das Aussehen genieße noch nicht den Stellenwert wie bei Textilien. „Insbesondere von Einsteigern ist zu hören, warum man 80 Euro für Laufschuhe ausgeben soll, wenn bei Tchibo bereits Modelle für 20 Euro erhältlich sind”, erläutern die Analysten.

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Den Artikel: FIRST PREVIEW: SOMMER 2009 mit den Trends FLASHY COLORS, SCHLICHTE CLASSICS, SILBER/LACK/SAMT. KNÖCHELHOCH finden Sie hier.

Weitere Sommer-Trends für 2009: WEBMUSTER, WHITE, GRAFIKS und PROFILSOHLEN finden Sie hier.

14/08 Andreas Stowasser

SPECIAL FR E I Z E I T–OUTDOOR–SPORT 24 Schuhmarkt 14-2008 Hier kommen Muster auf. Typische Webkaros sorgen für neu gemusterte Oberflächen. Die Trendfarbe Sommer 2009 ist Weiß: in der City und im Gelände. WEBMUSTER WHITE Levis Creative Recreation New Balance Adidas Skechers Fred Perry Boss Lacoste Superdry Bebe Sports G-Star Schuhmarkt 14-2008 25 Neue Muster braucht das Land. Von Pop- Art bis Camouflage ist alles dabei. Sohlen sind das Kernstück der neuen Outdoor- Trends. Vulkanisierte Typen liegen vorn. GRAFIKS PROFILSOHLEN Royal Elastics New Balance Superdry Modell von 310 MBT Hi-Tec K-Swiss PF-Flyers Puma Mustang .Farbe ist das Trendthema schlechthin. Das gilt auch für Sportstyles aller Art. FIRST PREVIEW: SOMMER 2009 SPECIAL FR E I Z E I T–OUTDOOR–SPORT 22 Schuhmarkt 14-2008 Gegenstück zur knalligen Farbigkeit sind coole Basics, die Freizeit und Sport mitmachen. FLASHY COLORS SCHLICHTE CLASSICS Nat-2 Underground Gola Clae Boss CAT El Naturalista Ben Sherman Fred Perry Veja Tommy Hilfiger Schuhmarkt 13-2008 23 Vielfältige Materialeffekte sind ein wichtiges Thema im kommenden Sommer. Die Knöchelhohen verbinden trendige Looks mit bequemer Funktion. KNÖCHELHOCH SILBER/LACK/SAMT Murphy & Nye Tommy Hilfiger Blackstone Skechers Sixty G-Star Lacoste Camel Active Royal Elastics Diesel Zoo YorkPECIAL FR E I Z E I T–OUTDOOR–SPORT 30 Schuhmarkt 14-2008 ves Szenario für Sportschuhe gezeichnet werden könne. „In den nächsten ein bis zwei Jahren wird das Preisniveau weiter steigen, dabei wird auch bei bleibender Absatzmenge das Marktvolumen weiter anziehen. Durch die hohen Abverkaufszahlen 2006 wird der Anstieg des Marktvolumens jedoch nicht so stark ausfallen wie in den darauf folgenden Jahren.” Bei der optimistischen Variante des Szenarios rechnen die BBE-Analysten mit einem Wachstum des Sportschuhmarkts von rund 1,40 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf etwa 1,59 Mrd. Euro im Jahr 2015, was einem Wachstum von gut 13 Prozent entspricht. Die größten Zuwächse sagen die Analysten in diesem Fall für die Jahre 2008 und 2009 voraus, in denen das Marktvolumen um jeweils zwei Millionen Euro steigen soll. In den Jahren 2010 bis 2012 soll noch ein jährliches Plus von 1,50 Mio. Euro anfallen, ab 2013 bis 2015 immerhin ein Zuwachs von einer Million Euro pro Jahr. Bevölkerung schrumpft „Auf lange Sicht wird jedoch auch der Sportschuhmarkt dem demografischen Faktor nicht entfliehen können: Das zunehmende Alter der Gesellschaft und der Rückgang der Bevölkerungszahlen werde sich bemerkbar machen. Nachlassende konjunkturelle Voraussetzungen und der Faktor Demografie könnten das Wachstum hemmen, sodass der Markt im schlechtesten Fall fast stagnieren könnte”, erläutern die Analysten ihr unerfreuliches Szenario. Das pessimistische Zukunftsbild geht davon aus, dass das Marktvolumen bis zum Jahr 2015 auf nur 1,42 Mrd. Euro zulegen wird, womit ein Zuwachs von nur einem Prozent ab dem Jahr 2006 korrespondiert. In den Jahren 2014 und 2015 müsste gar eine Einbuße von jeweils 0,5 Mio. Euro hingenommen werden. Ast Schuhe im Sportsegment konnten sich in den vergangenen Jahren gut behaupten, der konjunkturellen Flaute zum Trotz. Die Experten von BBE Retail Experts rechnen damit, dass dieses Segment des Sportartikelmarkts sich bis zum Jahr 2015 weiter proper entwickelt. Sportschuhe rennen weiter in robustes Geschäft, das auch widrigen Bedingungen erfolgreich getrotzt hat. Sportschuhe gehen offenbar immer, auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerfreulich sind. Laut den Experten von BBE haben Schuhe der Segmente Fußball, Golf, Running, Outdoor und etablierter Trendsportarten wie Nordic Walking die Rolle der Umsatztreiber gespielt. Bei Sportschuhen seien Qualität, Funktionalität und auch das Aussehen die bestimmenden Kauffaktoren. Dabei trete das Design bei den Kunden in den Hintergrund, die den Schuh intensiv sportlich nutzen. „Die Masse nutzt Sportschuhe allerdings kaum für den Extremeinsatz”, unterstreichen die BBE-Analysten. Aus diesem Grund spiele das Niedrigpreissegment eine wichtige Rolle bei Sportschuhen. Preisniveau gesunken Der Durchschnittspreis ist laut BBE in den konsumschwachen Jahren 2002 bis 2004 stark gesunken. Erst im Jahr 2006 konnte er sich wieder erholen, blieb aber dennoch unter den Werten von 2002. Der Preis spielt nach BBE-Angaben eine dominierende Rolle, weil Qualitätsempfinden noch nicht so verbreitet sei wie bei funktioneller Sportbekleidung. Auch das Aussehen genieße noch nicht den Stellenwert wie bei Textilien. „Insbesondere von Einsteigern ist zu hören, warum man 80 Euro für Laufschuhe ausgeben soll, wenn bei Tchibo bereits Modelle für 20 Euro erhältlich sind”, erläutern die Analysten. Einstiegsdroge Billigprodukt Trotzdem kann der Fachhandel von den Sportnovizen profitieren, wenn sie auf Dauer bei der Stange bleiben. Die BBE Retail Experts: „Sagt eine Sportart auf Dauer zu, greift der Athlet beim Zweit- oder Drittkauf zu höherwertigen Schuhen.” Billigmodelle stoßen laut BBE an ihre Grenzen in puncto Qualität und Lebensdauer. Fachhandel und Markenartikler könnten sogar von Billiganbietern profitieren. Die Barrieren seien niedriger geworden, eine neue Sportart auszuprobieren. Als Reaktion auf Discountangebote würden immer mehr Bürger sportliches Neuland betreten. Hochpreissegment holt auf Trotz des starken Absatzes günstigerer Schuhe gewinnt nach Angaben der BBE-Analysten das Hochpreissegment bei Sportschuhen stark an Boden. Ein wesentlicher Faktor hierfür sei die steigende Kaufkraft, andererseits begünstigten starke Trends bei Walking und Running sowie Outdoor und Nachwirkungen der Fußball-WM teurere Modelle. „Dabei kommt es darauf an, dass dem Käufer die unterschiedliche Wertigkeit und die Vorteile der hochpreisigen Ware klar vermittelt wird”, erklären die BBEAnalysten. Wachstum vorhergesagt Für die nahe Zukunft geben sich die Analysten zuversichtlich. Die Rahmenbedingungen seien erfreulich, sodass ein positi- Sportschuhe laufen auch in schwierigen Zeiten E Foto: Asics

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