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Otto Group Maßnahmenplan Bündnis nachhaltiger Textilien
Nur ein Aspekt, der weiter ausgebaut werden soll: Die Cotton made in Africa-Initiative, bei der sich die Otto Group mit der Aid by Trade Foundation dafür einsetzt, dass mehr Kinder eine Schule besuchen können (Foto: Otto Group)

Otto Group stellt Maßnahmenplan vor

Die Otto Group hat zum Thema Nachhaltigkeit eine eigene Roadmap mit individuellen Zielsetzungen für 2017 erstellt und diese nun auf freiwilliger Basis veröffentlicht.

Als Mitglied des von der Bundesregierung initiierten Bündnisses für nachhaltige Textilien veröffentlichte die Otto Group nun ihren Maßnahmenplan für 2017 und fordert gleichzeitig alle Mitglieder auf, gemeinsam die Wirksamkeit und Zukunftsfähigkeit des Bündnisses sicherzustellen.

Die Otto Group sei bereits jahrzehntelang im Sozial- und Umweltbereich engagiert, weshalb die in der Roadmap aufgeführten Ziele eine Fortsetzung der bisherigen Ziele sei. Nach Angaben des Konzerns gebe es im Zuge der Bündnisziele noch große Aufgaben zu bewältigen.

Für die nächsten Jahre nehme sich die Otto Group vor allem die tiefere Lieferkette vor. Hier zähle unter anderem das Auslisten bestimmter Chemikalien in der Vorstufe zu den Maßnahmen. Zudem wolle der Konzern den Anteil nachhaltiger Baumwolle aus dem Programm „Cotton made in Africa“ weiter ausbauen sowie die Arbeitsbedingungen in den Betrieben weiter verbessern.

Damit das Textilbündnis ein Erfolg werden kann, müssen alle Partner aktiv ihren Beitrag leisten, heißt aus seitens der Otto Group. Dr. Johannes Merck, Direktor Corporate Responsibility bei der Otto Group, macht deutlich: „Das Bündnis hat eine Zukunft, wenn alle Mitglieder – und ich betone ALLE – ihre Kräfte mobilisieren und dort einsetzen, wo die Hebelwirkung am größten ist. Dazu gehört es auch, Kompromisse zu schließen.“ Eine ausschließlich an Unternehmen gerichtete Erwartungshaltung könne hierbei nicht erfolgreich sein.

Merck fordert von der Politik, dass diese bei den Regierungen und Partnerländern darauf drängen müssen, dass bestehendes Arbeitsrecht umgesetzt sowie gewerkschaftliche Strukturen  gestärkt werden. Nur durch den Schulterschluss von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften könne man wichtige Themen wie eine faire Entlohnung in den Produktionsländern vorantreiben.

Die Bemühungen müssen nach Aussage der Otto Group zudem darauf konzentriert werden, möglichst viele neue Unternehmen als Mitglieder zu gewinnen. Nur so erhalte das Bündnis mehr Einfluss und könne tatsächlich wirksam sein, ergänzt Merck.

Die gesamte Roadmap der Otto Group ist auf der Internetseite des Textilbündnisses veröffentlicht: www.textilbuendnis.com/otto-gmbh-co-kg/

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