Schuhmarkt

Viele Konsumgüter kommen aus China

Ob Bekleidung und Schuhe, Spielzeug oder elektronische Artikel aller Art – immer mehr Produkte mit Ursprung in der Volksrepublik China werden auf dem deutschen Markt verkauft. 31.10.07 Peter Skop

Ob Bekleidung und Schuhe, Spielzeug oder elektronische Artikel aller Art – immer mehr Produkte mit Ursprung in der Volksrepublik China werden auf dem deutschen Markt verkauft.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stammten im Jahr 2006 nach vorläufigen Angaben bereits 6,7 % der deutschen Wareneinfuhren mit einem Wert von 48,8 Mrd. Euro aus dem Reich der Mitte. China ist damit nach Frankreich und den Niederlanden und noch vor den USA der drittwichtigste Importeur für Deutschland. 1996, zehn Jahre früher, hatten chinesische Waren noch 2,6 % der deutschen Einfuhren (im Wert von 9,2 Mrd. Euro) ausgemacht.

Verglichen mit 1996 setzten sich auch im Jahr 2006 die deutschen Einfuhren aus China in etwa aus den gleichen Warengruppen zusammen, allerdings haben sich die Schwerpunkte stark in Richtung technologisch hochwertigerer Produkte verschoben. Mit gut 21 % dominierten im Jahr 2006 elektronische Artikel der Warenposition „Nachrichtentechnik, Radio, TV, elektronische Bauelemente“ (in erster Linie Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik) im Wert von 10,4 Mrd. Euro die deutschen Einfuhren aus China. Dies entspricht einer wertmäßigen Zunahme um das 3,4-fache gegenüber dem Jahr 2000. Traditionelle Einfuhrwaren aus China wie Bekleidung, Schuhe oder Spielwaren führen heute nicht mehr die Rangliste an, aber auch sie wurden im Zeitraum von 2000 bis 2006 verstärkt importiert.

Die Einfuhrwerte verdoppelten sich in etwa bei Bekleidung (2006: 4,5 Mrd. Euro) sowie bei Leder und Lederwaren einschließlich Schuhe (1,9 Mrd. Euro) oder stiegen um 89 % bei der Sammelposition „Möbel, Schmuck, Musikinstrumente, Sportgeräte und Spielwaren“ (3,9 Mrd. Euro). Gleichzeitig erhöhten sich damit die jeweiligen Anteile chinesischer Waren an den Einfuhren in Deutschland auf 26 % bei Bekleidung (2000: 12 %) und 29 % bei Leder und Lederwaren (2000: 15 %). Bei Spielwaren liegt der Marktanteil chinesischer Erzeugnisse an den deutschen Einfuhren inzwischen sogar bei fast 60% gegenüber 40% im Jahr 2000. 31.10.07 Peter Skop

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