Schuhmarkt

IfH: Dickes Umsatzminus im März

Einen deutlichen Umsatzrückgang musste der Schuheinzelhandel im März verbuchen, stellt das Kölner IfH fest.Ein dickes Plus im Vorjahr legte die Messlatte besonders hoch. 30.04.08

Einen deutlichen Umsatzrückgang musste der Schuheinzelhandel im März verbuchen, stellt das Kölner IfH fest. Ein dickes Plus im Vorjahr legte die Messlatte besonders hoch.

Für die Teilnehmer am Monatsbetriebsvergleich ermittelte das Institut für Handelsforschung (IfH) eine nominale Umsatzeinbuße von 20% gegenüber dem Vergleichsmonat des letzten Jahres. Die Preissteigerungsrate des Statistischen Bundesamtes für die Schuhbranche fällt wieder etwas geringer aus, so dass die reale Umsatzentwicklung bei –21% im März liegt. Dabei ist aber zu beachten, dass der diesjährige starke Umsatzrückgang vor allem durch sehr gute Vorgaben aus dem letzten Jahr zu erklären ist, als die Branche im März einen Umsatzanstieg von 17 % erzielte. Hinzu kommen drei Verkaufstage weniger in diesem Jahr aufgrund des abweichenden Oster-Termins.

Beim Blick auf die anderen Branchen fällt auf, dass im März keine einheitliche Tendenz erkennbar war. Die Jahresstaffel im Schuheinzelhandel hat sich im März deutlich verschlechtert. So wird nun nach drei Monaten nominal ein Umsatzminus von knapp 5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Dieser Wert steigt bei der realen Umsatzentwicklung auf – 6%. Allerdings wurde im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Plus von 11% ermittelt. Der negative Geschäftsverlauf im März erstreckte sich einheitlich über alle Bundesländer, die durchgängig zweistellige Minuswerte verzeichneten.

Besonders stark fiel die Einbuße in den neuen Bundesländern und in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich –22% aus. Für Niedersachsen ergab sich mit –16% der geringste Wert. Die Jahresstaffel in den einzelnen Bundesländern weist nach drei Monaten fast durchgehend negative Werte auf. Besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen und den neuen Bundesländern werden deutliche Umsatzeinbußen ausgewiesen.

Auch in der Auswertung nach Betriebsgrößen gab es im März nur zweistellige Umsatzminderungen gegenüber dem Vorjahr. Die Betriebe mit 6 bis 10 sowie 21 und mehr Beschäftigten schnitten mit –18% und –15% etwas besser ab als die beiden anderen Größenklassen, für die jeweils ein Umsatzrück¬gang von 21% im Vergleich zum Vorjahres-März ermittelt wurde. Das wirkt sich auch entsprechend in der Jahresstaffel aus, bei der nur noch die Betriebe mit 6 bis 10 Beschäftigten unveränderte Umsätze erzielten. Alle anderen Betriebsgrößen verfehlen nach dem ersten Quartal die – allerdings hohen – Vorgaben des letzten Jahres. 30.04.08

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