Schuhmarkt

Die Damen mögen’s kuschelig - Der Markt in den Regionen 12.12. – 21.12.05

Stiefel, Stiefeletten, Snowboots mit Fell: Noch immer waren die winterlichen Angebote des Schuhhandels bei den Kunden gefragt. SM 01/06

Stiefel, Stiefeletten, Snowboots mit Fell: Noch immer waren die winterlichen Angebote des Schuhhandels bei den Kunden gefragt. Ein leichter Rückgang der Nachfrage im Vergleich zum vorherigen Befragungszeitraum war aber dennoch zu bemerken, so dass überwiegend ein „mittel“ bei der Bewertung der von SchuhMarkt befragten Schuhfachhändler herauskam. Bei den Herren stand schon länger die Funktion und somit Tex-Ausführung im Vordergrund – Damen tun es ihnen offensichtlich zunehmend gleich. Bremen Der Bremer Schuhhandel plätscherte so vor sich hin. Es waren bereits Schnäppchenjäger unterwegs. Allgemein erwiesen sich die Kunden als wählerisch und zögerlich. Die Händler waren nicht zufrieden, denn trotz eines kurzen Wintereinbruchs setzte kein Run auf Winterware ein. Die Damen kauften vielmehr weiterhin querbeet. Eine modische Leitlinie war nicht auszumachen. Gerne genommen wurden Langschaftstiefel in Braun. Zudem gingen Stiefeletten mit Tex-Ausstattung recht gut. Im Halbschuhbereich waren die Damen weiterhin sportlich orientiert. Galanterie und etwas chicere Modelle interessierten die Bremerinnen trotz der festlichen Zeit nicht. Bei den Herren liefen weiterhin vor allem robuste Halbschuhe mit kräftigen Böden. Gerne gekauft – wenn überhaupt gekauft wurde – wurden auch knöchelhohe kräftige Stiefel. Eine Tex-Ausstattung war Voraussetzung. Für die kleinen Bremer Schuhträger gab es neue Stiefel mit Tex-Ausstattung. Darüber hinaus interessierten nur noch Hausschuhe. Halbschuhe sind derzeit nicht gefragt. ib Niedersachsen Der Betrieb in den Geschäften hat sich weiter beruhigt. Man lag aber in den meisten Fällen immer noch über den Vergleichszahlen des Vorjahrs. Der Dezember konnte im Berichtszeitraum sein leicht zweistelliges Plus halten. Bei den Damen konnten Stiefel und Stiefeletten ihren beachtlichen Umsatzanteil halten. Bei Schaftstiefeln sind Modelle mit Schnallen und Fellbesätzen nach wie vor die begehrtesten Artikel. Dabei ist Schwarz mittlerweile stärkste Farbe geworden. Hier waren allerdings nicht immer alle Kundenwünsche zu erfüllen. Daneben erreichten Citystiefeletten in Schwarz und mit leichten Abstrichen in Weiß ebenfalls gute Zahlen. Die sportlichen, gefütterten Ausführungen brachten ebenfalls ordentliche Ergebnisse. Bei Pumps und Partymodellen war ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Bei Sportschuhen, Slippern und Trotteurs war es dagegen sehr ruhig geworden. Das Geschäft mit Herrenstiefeln hielt im Grunde an. Es wurde recht breit gekauft. Wobei Funktionsartikel in den diversen Texmaterialien deutliche Vorteile hatten. Auch mit sportlicher Ware wie Skatertypen oder Sneaker wurden annehmbare Umsätze erzielt. Das Kindergeschäft hatte sich eigentlich am meisten beruhigt. Bedarfskäufe bei Stiefeln, wie Snowboots, gefütterte Gummistiefel oder auch Texstiefel bestimmten das Geschäft. Recht gute Zahlen wurden auch mit Lackballerinen gemacht. Das gesamte Heimschuhgeschäft konnte sein beachtliches Niveau halten. gi Berlin Einigermaßen zufrieden zeigten sich die Händler in der heißen Phase der Vorweihnachtszeit. Winterware floss gut ab, zudem auch noch weitestgehend zu regulären Preisen. Das unbeständige Wetter mit vielen Niederschlägen verhinderte jedoch bessere Ergebnisse. Bei den Damen dominierte weiter die Stiefelmode, wobei die sportiven Modelle auf Gummiböden erste Wahl waren. Lange Schäfte kennzeichneten sich oft durch markante, flauschige Pelzverzierungen. Neben den zum Thema passenden Naturtönen interessierte Rosé. Bei kurzen und mittleren Schafthöhen gab es einen Trend zu Uni-Veloursledertypen, vorwiegend in Braun, Beige, Olivgrün oder in warmen Rottönen. Auffällige Ziernähte waren hierbei ein beliebtes Stilmerkmal. Kreppsohlenoptik, manchmal auch als Keil, kam bei diesen Stiefeln mit sportivem Chic gut an. Galanterie legte etwas zu. Pumps, gern als Zweiteiler in schlanker Linie und mit Spitze, durften in festlichem Glanz strahlen, z. B. durch Strassbesatz. Sneaker gehobener Segmente blieben trotz leicht rükkläufiger Zahlen eine interessante Warengruppe. Herrenschuhe in sportlichem Chic waren beim starken Geschlecht das eine interessante Thema. Naturtöne, vor allem viel Braun, wurden hier mit freundlichen Farben dezent gemixt. Stiefeletten in polierten Lederausführungen, hauptsächlich in Schwarz, gleichermaßen als Slipper oder Schlupfform, waren die andere bemerkenswerte Themengruppe. Sportivere Stiefeletten oder Bootsformen durften warm gefüttert sein. In den Kinderschuhabteilungen ging fast ausschließlich warm gefüttertes. Bei den Mädchen wurden Langschäfter bevorzugt, bei den Knaben mehr sportive, funktionale Kurzstiefel mit Klettverschlüssen. sk Sachsen/Thüringen Das leider nur drei Tage währende, von viel Schnee begleitete winterliche Intermezzo eingangs der zweiten Berichtswoche gab dem Saisongeschäft Impulse. Deren Wirkung war jedoch nicht von Dauer. Davon konnte insbesondere profitieren, was „schneesicher“ schien – warmgefüttert und wasserdicht – sowie zu günstigen Preisen angeboten wurde. In den Damenschuhabteilungen gerade konsumiger Filialisten gingen in erster Linie Stiefelmodelle mit Tex-Ausstattung, wo sich jetzt Lücken im Angebot zeigen, und auch Modisches mit Warmfutter von Schnürboots über Langschäfter wie Reiterstiefel oder Rangerboots mit betont profilierten Böden bis hin zu von Ethno-Optik geprägten Moon-Boots. Genauso erfuhren Ugg’s einen witterungsbedingten Abverkaufsschub, der bei manch anderen, weniger gängigen Winterschuh- Modellen nur durch drastische Preisreduzierungen um 50 Prozent erreicht wurde. Der inhabergeführte Fachhandel konnte endlich deutlich mehr als zuvor seine echte Winterware aus der ganzen Palette des Markenangebotes an die Frau bringen, was so für Galanterie nicht galt. Das Herrenschuhgeschäft glänzte zwar schneebedingt durch steigende Paarzahlen bei Tex-Stiefeln, warm gefütterten Stiefeletten oder Schnürboots, konnte aber insgesamt noch immer nicht befriedigen. Im Kinderschuhbereich wurde nur noch weniges an Bedarfskäufen getätigt, vor allem Winterstiefel in Tex-Ausstattung mit Klettfunktion. Dabei konnte einiges an Nachfrage im Kleinkinderbereich nicht mehr befriedigt werden. pl Ruhrgebiet Mit allen bekannten Spielarten von Sonderaktionen versucht der Schuhhandel zumindest noch ein Pari für Dezember zu realisieren. Damen interessierten vorrangig City-Stiefel, Western und sportive Veloursmodelle in allen Schafthöhen. Der Preis entschied oft den Kauf, die Farbe wurde zweitrangig. Über den Preis verkauften sich auch aktuelle Sneaker, Ballerinenpumps und Rauledermokassins. Galanteriemodelle hatten weiterhin nur mäßige Paarzahlen. Bei den Herren standen nach Sneakern sportive Schnürer, auch knöchelhoch, in rustikalen Ledern oder Tex-Materialien an erster Stelle. Erneut wurden gezielt Business-Modelle zu Sonderpreisen, vor allem in Schwarz aber auch in Braun, gesucht. Vorrangig Bedarfskäufe an „günstigen“ Winterstiefeln belebten vielfach das Kinderschuhgeschäft. Modische Schaftstiefel in allen Modefarben bei Mädchen, vorwiegend funktionale Stiefel mit Tex-Schaft und Klettverschluss wurden ausgewählt. Für Kleinkinder liefen preiswerte Lauflernmodelle recht gut. hl Rhein-Main Das winterliche Wetter blieb und verhalf zu doch meist zufrieden stellenden Umsätzen. Erfreulich ist, dass doch einige Schuhhändler mit dem Gesamtjahr noch recht zufrieden sind und mit leichtem Optimismus auf das neue Jahr schauen. In den Damenabteilungen wurde es langsam schwierig, die Nachfrage nach warm gefütterten Stiefeln zu befriedigen, da die Lücken nun doch groß geworden sind. Letztlich wurden alle aktuellen Stiefeltypen verkauft. Hauptfarben waren natürlich die Brauntöne und Schwarz, wobei im jungen Bereich bei den Veloursartikeln und vor allem bei den Moonboots natürlich auch kräftigere Farben ihre Käuferin fanden. Die Absätze durften 60 mm nicht überschreiten. Galanterie ist – abgesehen von den großen Städten – anscheinend „out“, denn auch im Schuhbereich war es schwierig, diese Warengruppe mit Erfolg zu verkaufen. Bei den sportiven Slippern und Schnürern waren Artikel mit Schlechtwetterböden die Favoriten Bei den Herren nichts neues. Warm und wasserdicht hieß die Parole und so waren denn Gummisohlen und wasserdichte Texausrüstungen das Hauptargument beim Verkauf. Dies galt sowohl für Stiefeletten wie auch für sportive Halbschuhe. Citytypen liefen dann, wenn sie leichte Gummisohlen hatten. Anders als bei den Damen wurde jedoch in den Herrenabteilungen reduzierte Ware schon viel wichtiger genommen. In den Kinderabteilungen wurde es ruhiger, es wurden meist Bedarfskäufe getätigt. Hier wurden die Umsätze jedoch auch wegen der großen Lücken im winterlichen Stiefelangebot und bei den modischen Langschäftern gebremst. Richtig erfreulich waren dagegen die Abverkäufe in Hausschuhen. Saarbrücken In der Jahreszeit war es nicht anders zu erwarten: Wenn die Damen Schuhe kauften, dann vor allem Stiefel und Stiefeletten. Gefragt waren Westernstiefel mit allerlei Schmuckelementen, möglichst gefüttert und manchmal auch außen mit Fell, andererseits auch Trotteurstiefel sowie Sportstiefel mit kräftig profilierter Sohle in allerlei Farben. Natürlich wurde im Winter viel gefütterte Ware verlangt, zudem gern auch sportive Stiefel in Beige, Braun, Weiß und Rosé für die jungen Damen. Zu Weihnachten und Neujahr wurden elegante Pumps mit Absätzen in schlanken Formen gekauft. Die gefütterte Ware war vielfach mit wasserdichtem Goretex ausgestattet. Die jüngeren Damen bevorzugten vielfach Stiefeletten. Gern wurde auch zu Abendschuhen gegriffen, vorzugsweise in schwarzem Satin oder auch in goldgeprägtem Leder. Braun war die bevorzugte Farbe bei Herrenschuhen. Diese liefen aber auch gut in verschiedenen Formen in Schwarz. Allgemein suchten die Herren nach gefütterten Schuhen, auch mit Goretex. Auch warme geschnürte Stiefel in Schwarz haben sich gut verkauft. Für Kinder wurden gern gefütterte Schuhe gesucht; auch hier spielte Goretex eine wichtige Rolle. Es durften auch gern Stiefeletten sein, auch diese natürlich mit Winterfutter. ds Stuttgart Durch den erneuten Kälteeinbruch und Schneefall konnten noch recht gute Umsätze erzielt werden, sodass nicht nur ein pari, sondern Pluszahlen erreicht wurden. Diese nicht nur in der City, sondern auch in den großen Kreisstädten, nicht zuletzt der teilweise schon reduzierten Preise wegen. Die Kundinnen verlangten warm gefütterte Stiefel, auch Veloursstiefel mit Fellbesatz, Modelle mit Tex-Membran kamen besonders gut an. Auch waren leicht gefütterte Stadtstiefel in Brauntönen und Schwarz gefragt. Verstärkt gingen Snowboots mit Fellrand. Stiefeletten lagen recht gut in Brauntönen, wobei schon große Lücken in den Hauptgrößen vorhanden sind. Schwarze Pumps fanden Gefallen, Verzierungen mit Strass-Steinen waren dabei sehr beliebt. Warm gefütterte Winterstiefel waren für die Herren interessant, dabei war Tex-Ausstattung Voraussetzung. Auch Snowboots kamen gut an, wobei die gängigsten Größen nahezu ausverkauft sind. Business-Schnürer brachten erfreuliche Zahlen, die Farben waren Schwarz und Braun. Gefütterte Hausschuhe, vielfach in Pantoffel-Ausführung, wurden verstärkt auch als Geschenk für den Weihnachtstisch gekauft. Es hätten mehr warm gefütterte Kinderstiefel verkauft werden können, aber gut gängige Größen sind schon sehr ausgesucht, verstärkt wurde dabei nach reduzierten Modellen Ausschau gehalten. Bei den Mädchen ist Rosa beliebt, bei den Jungen Braun und auch Schwarz. Im Lauflernbereich kamen leicht gefütterte Stiefelchen zum Zuge in den Farben Blau, Rot und auch Weiß. tz München Insgesamt war der Umsatz gut. „Nach einem starken November ist man wieder „auf den Boden der Normalität zurückgekehrt“, so ein Händler aus der Innenstadt. Damen waren besonders an warm gefütterter Ware mit griffiger Sohle interessiert. Stadtstiefel, Reiterstiefel sowie Westernstiefel konnten nachgeordert werden und waren Umsatzbringer. Die Kundinnen achteten verstärkt auf Funktion – Stiefel mit Tex-Membran und stabiler Sohle sowie Snowboots mit Fellrand waren Spitzenreiter. Die beliebteste Farbe blieb Braun, gefolgt von Schwarz. In der Galanterie griffen die Kundinnen zu schwarzen Pumps, meist mit Absatzhöhen von 7 Millimeter aufwärts. Auch reduzierte Ware wurde gut angenommen. Bei den Herren kamen Boots aus Tex-Material mit Warmfutter gut an. Als Farben waren Schwarz und Braun beliebt. Verstärkt nachgefragt wurden halbhohe, warm gefütterte Stiefel mit griffiger Sohle und Tex-Membran. Auch Business-Schnürer mit Tex-Membran waren gut nachgefragt. Als Farben blieben Schwarz und Braun beliebt. Für die Feiertage wurden auch festliche Schnürer in Schwarz gekauft. Bei Kindern fanden nur noch Bedarfskäufe bei Winterware statt. Eltern warteten schon auf reduzierte Ware. Reduzierte Sonderposten von gefütterten Winterschuhen mit Tex-Ausstattung wurden gut angenommen. Die Winterware ist schon sehr ausgesucht. Verkaufsargument bleiben Tex-Ausstattung und Klettverschluss. Mädchen wollten für die Festtage Lackschuhe, am liebsten in Schwarz oder Dunkelrot. afs Nürnberg Unterschiedliche Auswirkungen auf den Umsatz hatte der Wintereinbruch. Während die eine Hälfte der Händler gute Ergebnisse erzielte, gingen bei der anderen die Geschäfte nur schleppend. Die Kundinnen griffen zu Snowboots aus Stoff mit Tex-Material, in Schwarz und Natur. Gut gingen zudem Modelle in Langhaar-Optik. Daneben kauften die Damen Reiterstiefel mit Accessoires, flachen Absätzen, Fellverbrämungen und in Brauntönen. Stehen blieb Galanterieware. Engpässe ergaben sich bei Snowboots und warm gefütterten Stiefeln. Bei den jungen Herren waren Stiefeletten im Sneaker-Schnitt und in Farbkombinationen wie Braun/Beige angesagt. Die ältere Generation entschied sich für die Klassiker in Schwarz, mit Funktion und gefüttert. Erst danach gingen Snowboots in gedeckten Farben über die Ladentheke. Nur selten griffen die Kunden zu Business-Schuhen oder Sneaker-Typen. Bedarfskäufe waren bei den Kindern an der Tagesordnung. Stiefel waren dabei am gefragtesten. Für die Mädels mussten sie lange Schäfte haben und bunt sein, für die Jungs in robuster Ausführung, mit Tex-Material und in Schwarz und Braun. Mehr Umsatz brachten Hausschuhe, u.a. in Hütten-Optik. Ein Phänomen, das übrigens auch bei Damen und Herren zu beobachten war. ng SM 01/06

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