Schuhmarkt

Einzelhandel erwartet 0,75 Prozent Umsatzplus

Hermann Franzen, Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) hat auf der traditionellen Herbst-Pressekonferenz für dieses Jahr ein nominales Umsatzplus gegenüber 2005 von 0,75 Prozent für den deutschen Einzelhandel prognostiziert. 29.09.06

Hermann Franzen, Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) hat auf der traditionellen Herbst-Pressekonferenz für dieses Jahr ein nominales Umsatzplus gegenüber 2005 von 0,75 Prozent für den deutschen Einzelhandel prognostiziert.

Real bedeute dies Nullwachstum. Einer aktuellen Konjunkturumfrage des HDE unter Einzelhandelsunternehmen zufolge beurteilten zwei Drittel der Händler ihre Lage als mindestens befriedigend. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr seien hoch gesteckt: 42 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre Situation im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2005 verbessert, nur noch ein Fünftel erwartet eine Verschlechterung. „Es ist sehr bedauerlich, dass 2007 massiv Kaufkraft durch die Mehrwertsteuererhöhung, steigende Beiträge für das Gesundheitswesen und Abbau von steuerlichen Vergünstigungen entzogen wird“, sagte Franzen.

Die Beschäftigungssituation im Einzelhandel habe sich weitgehend stabilisiert. Nach Köpfen gezählt arbeiteten drei Viertel der Einzelhandelsbetriebe mit einem genau so großen Personalbestand wie vor einem Jahr. Insgesamt stehe einem leichten Minus bei den Vollzeitkräften ein leichtes Plus bei den Teilzeitkräften und den geringfügig Beschäftigten gegenüber. „Beim Thema Ladenschluss halten wir an dem Ziel möglichst einheitlicher Regelungen fest“, sagte der HDE-Präsident. „Wir sind dafür, dass die Geschäfte die Freiheit bekommen, ihre Öffnungszeiten an allen Werktagen frei von rechtlichen Einschränkungen selbst zu bestimmen. Wir sind jedoch gegen jede Ausweitung des Verkaufs an Sonn- und Feiertagen.“

Die größte Gefahr für die Sonntagsruhe drohe jedoch durch die Hintertür, durch Ausweitung der Ausnahmen für Bahnhöfe, Tankstellen und Urlaubsorte. Franzen wandte sich gegen die Behauptung, der Einzelhandel nutze die Mehrwertsteuererhöhung für vorzeitige und überproportionale Preisanhebungen. Dafür fehle jeglicher empirischer Beleg. So lagen die Einzelhandelspreise im August mit 0,9 Prozent Teuerung weiterhin deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate von 1,7 Prozent. „Ich bin davon überzeugt, dass es bis zum Ende des Jahres bei der moderaten Preisentwicklung bleiben wird“, erklärte Franzen. 29.09.06

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