Schuhmarkt

Einzelhandel sucht nach Toplagen

Trotz teilweiser Umsatzrückgänge ist der Markt für Ladenlokale in Toplagen stark nachgefragt. Der Schuhhandel expandiert. 29.05.08 Sabine Nordsiek

Der Markt für Einzelhandelsflächen in Bestlagen ist trotz schwacher Handelsumsätze hervorragend. Das auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Beratungsunternehmens Kemper’s Jones Lang LaSalle Retail meldet, dass die Nachfrage im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Die höchsten Flächenanteile bei den Vermietungen im ersten Quartal 2008 haben Textil-, Buch- und Schuhhandel. Am häufigsten wechseln Ladenlokale mit 100 bis 250 Quadratmetern Verkaufsfläche den Mieter. Die gute Nachfrage nach Ladenlokalen mit mehr als 500 Quadratmetern Verkaufsfläche setzt sich fort.

Gründe für die starke Nachfrage von Toplagen trotz schwacher Umsätze sieht das Beratungsunternehmen im starken Verdrängungswettbewerb und dem begrenzten Angebot von Ladenlokalen in Toplagen. Die Umsätze der am stärksten in Bestlagen vertretenen Handelsbranchen zeigten sich im ersten Quartal 2008 überwiegend rückläufig.

Im Textilhandel liegen die Umsätze von Januar bis April mit Ausnahme des Februar unter dem Vorjahr. Im März und April gaben die Textilumsätze im Vergleich zum Vorjahr um jeweils mehr als zehn Prozent nach. Erst im Mai ist wieder mit einem leichten Plus zu rechnen. Auch im Schuhhandel sind Umsatzrückgänge festzustellen. Das Institut für Handelsforschung meldet für das erste Quartal ein Minus von bis zu 5 Prozent. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet aber für das Gesamtjahr mit einer Umsatzsteigerung um zwei Prozent. Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich im ersten Quartal trotz steigender Energie- und Nahrungsmittelpreise verbessert.

Bei den Branchen setzt sich im ersten Quartal die Dominanz des Textilhandels fort: Mehr als ein Viertel der untersuchten Flächenwerden für Damen- und Herrenoberbekleidung sowie Young Fashion genutzt. Bezogen auf die angemietete Fläche ist der filialisierte Buchhandel mit 17 Prozent Anteil die zweitstärkste Nachfragergruppe. Der ebenfalls stark expandierende Schuhhandel nutzt 14 Prozent der untersuchten Mietfläche. 29.05.08 Sabine Nordsiek

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