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Konsumklima nimmt Fahrt auf

Die Verbraucherstimmung in Deutschland befindet sich im April wie-der deutlich im Aufwind. Die Prognose für das Konsumklima im Mai liegt daher bei 10,2 Punkten und damit deutlich über dem April-Wert von 9,8 Zählern.

Die Verbraucher in Deutschland sehen die heimische Wirtschaft auch in den kommenden Monaten auf einem guten Weg, wie der spürbare Anstieg der Konjunkturerwartung im April zeigt. Dies sowie ein moderaterer Anstieg der Preise sorgen außerdem dafür, dass auch die Einkommensaussichten der Bundesbürger auf einem ohnehin schon hohen Niveau deutlich zunehmen. Entsprechend kann auch die Anschaffungsneigung um rund fünf Zähler zulegen. Für den Monat Mai wird für das Konsumklima folglich ein deutlicher Sprung nach oben auf 10,2 Punkte prognostiziert. Im Vormonat lag er bei 9,8 Punkten, berichten die Forscher der Nürnberger Gesellschaft für Kons-umforschung GfK.

Konjunkturerwartung legt zu

Die Verbraucher sind optimistisch, trotz der Verunsicherung über den künftigen wirtschaftspolitischen Kurs des neuen amerikanischen Präsidenten und trotz der nun beginnenden Brexit-Verhandlungen. Bestätigt werden sie durch die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, die ihre kürzlich gemeinsam veröffentlichte Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt gegenüber der Prognose vom Herbst letzten Jahres leicht angehoben haben. Sie gehen nun von einem Zuwachs von 1,5 Prozent (statt 1,4 Pro-zent) aus.

Einkommensaussichten spürbar optimistischer

Der Einkommensindikator macht mit einem Plus von 14,1 Zählern einen spürbaren Sprung und weist aktuel 57,5 Zähler auf – soviel wie im Vorjahre. Dazu tragen ein stabiler Arbeitsmarkt wie auch eine wieder sinkende Preissteigerungsrate im März (1,6 % nach 1,9 bzw. 2,2 % im Januar und Februar dieses Jahres) bei.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auf-trag der EU-Kommission durchgeführt werden. Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch – je nach Abgrenzung – lediglich etwa 30 Prozent der priva-ten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.

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