Schuhmarkt

Richter: Zwei neue Markenwelten

„Richter style“ und „Richter base“ heißen die beiden Linien, mit denen die Shoe & Shirt Group bei der nächsten GDS antritt. Shop-in-Shop soll ausgebaut werden.28.04.08 Kirsten Rein

 

„Richter style“ und „Richter base“ heißen die beiden Linien, mit denen die Shoe & Shirt Group bei der nächsten GDS antritt. Shop-in-Shop soll ausgebaut werden.

Der Kinderschuhe-Spezialist Richter, Pasching in Österreich, geht voller Tatendrang in die Zukunft. „2008 steht bei uns im Zeichen der Markenrevolution“, sagt der Geschäftsführer der Ferdinand Richter GmbH und Geschäftsführende Gesellschafter der Shoe & Shirt Group Alf Netek. Im September wird Richter auf der GDS in Düsseldorf zwei neue Kollektionslinien präsentieren.

Mit „ Richter style“ will Richter das modische Premium Segment besetzen. Hier geht es vor allem um eigene Modelle mit ganz besonders modischer Aussage. Netek: „Der Look steht im Vordergrund, die Qualität bliebt ein Must.“ Mit „Richter base“ will Richter die aktiven Kids ansprechen, deren Leben von Abenteuern und Erlebnissen geprägt ist. Das Hauptaugenmerk liegt auf Funktion. Während „Richter style“ sich in Kommunikation und Modellentwicklung an der Erwachsenenwelt orientiert, setzt „Richter base“ auf funktionelle Kinderschuhe. Mit dem firmeneigenen Siegel „Fair Steps by Richter“ garantieren die Österreicher für beide Linien soziale Fairness, Nachhaltigkeit und Qualität im gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess.

Bei Richter, die Hauptmarke der Shoe & Shirt Group des österreichischen Unternehmers Georg Kapsch, will man mit dieser neuen Segmentierung wieder wachsen. Mit „Richter style“ sollen Geschäfte angesprochen werden, die es verstehen, sich durch Qualität, kompetente Beratung und modisches Sortiment von der Masse unterscheiden. „Für den Verkauf von ‚Richter style’ braucht der Händler Liebe zum Detail und zum Produkt“, sagt Netek. Bereits im vergangenen Jahr hat Richter eine Kooperation mit Stiefelkönig und Salamander begonnen. In 10 bzw. 8 Niederlassungen ist man in Österreich mit einem Shop-in-Shop vertreten. Diese Zusammenarbeit soll nach Möglichkeit ausgebaut werden. „Denn“, so Netek, „nur so können wir Modelle präsentieren, die der Händler aus Vorsicht normalerweise nicht ordern würde“.

Nachdem als letzte Restrukturierungsmaßnahmen die Marke Jela nach der Auslieferung der Herbst/Winterware vom Markt genommen und das ungarische Werk mit 190 Beschäftigten geschlossen wird, will man 2008/09 endlich den Turnaround schaffen. Für die Übernahme dieses Werkes ist man zurzeit noch in Verhandlungen. Jetzt sollen alle Kräfte der Produktion in dem verbleibenden Werk in der Slowakei gebündelt werden. Die Entwicklung und das Design der Schuhe kommen unverändert aus Pasching. 28.04.08 Kirsten Rein

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