Schuhmarkt

Geox: Komplettübernahme von Stiefelkönig kein Thema

Italiens größter Schuhhersteller Geox will kräftig in Deutschland expandieren. Dies bestätigte Geox-Gründer und Präsident, Mario Moretti Polegato anlässlich der Bilanzpressekonferenz. 28.02.08 Thesy Kness-Bastaroli

Italiens größter Schuhhersteller Geox will kräftig in Deutschland expandieren. Dies bestätigte Geox-Gründer und Präsident, Mario Moretti Polegato anlässlich der Bilanzpressekonferenz.

Vorgesehen ist, dass die Anzahl der Geschäfte in Deutschland mittelfristig die Anzahl der Italien-Geschäfte erreicht. Derzeit betreibt Geox in Deutschland 29 Franchising und neun eigene Geschäfte. In Italien macht das Geox-Geschäftsnetz derzeit 250 Verkaufspunkte aus. Polegato peilt in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien und den Beneluxländern die Marktführung bei Freizeit-Markenschuhen an.

„Wir wollen die weltweite Anzahl von Geox-Monomarkengeschäfte in den kommenden drei Jahren verdoppeln“ meinte auch Geschäftsführer Diego Bolzonelleo. Zur allgemeinen Überraschung betonte Bolzonello auch, dass Geox nicht am Kauf der österreichischen Stiefelkönig-Kette interessiert sei, aber mit Interesse deren Entwicklung beobachte. Branchenkenner in Mailand sind davon überzeugt, dass Geox zwar keine Komplettübernahme im Visier habe, jedoch an den von Stiefelkönig betriebenen Geox-Verkaufspunkten interessiert sei.

Insgesamt will Geox sein Geschäftsimperium von derzeit 724 Verkaufspunkten bis 2010 auf 1500 Geschäfte mehr als verdoppeln und auch den Umsatz auf 1,4 Mrd. Euro um 100% erhöhen. Geox plant auch in den Sportschuhsektor einzusteigen und wird die neue Strategie Anfang April in Mailand präsentieren. Der Gesamtumsatz wuchs 2007 um 26% auf 770,2 Mio Euro. Der operative Gewinn (EBITDA) kletterte um 31% auf 200,9 Mio.Euro. Gleichzeitig stieg der im Vergleich zum Vorjahr um 26% auf 123,0 Mio Euro. Der Konzernchef will sein Unternehmen in Zukunft noch internationaler aufstellen und den Italienanteil am Gesamtumsatz von derzeit 38% in den kommenden drei Jahren auf 30% senken. Deutschland soll mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 12,4% weiterhin der wichtigste Auslandsmarkt bleiben. 28.02.08 Thesy Kness-Bastaroli

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