Schuhmarkt

Schuhhandel schließt 2007 mit schwarzer Null

Diskontinuitäten kennzeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Dezember enttäuschte, aber ein Frühjahr- und ein Herbsthoch sorgten für eine ausgeglichene Bilanz. 28.01.08

Diskontinuitäten kennzeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr. Der

Dezember enttäuschte, aber ein Frühjahr- und ein Herbsthoch sorgten für

eine ausgeglichene Bilanz.

Das Institut für Handelsforschung errechnete im Rahmen des monatlichen

Betriebsvergleichs für die Branche eine durchschnittliche Umsatzabnahme

von nominal 9 % im Vergleich zum vorangegangenen Dezember. Unter

Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesenen

Preisveränderungsrate für den Bereich Schuhe erhöhte sich dieser Wert

real auf etwa – 11 Prozent.

Die anderen Fachzweige des Einzelhandels

wiesen im Dezember ebenfalls rückläufige Umsätze auf. Der Uhren-,

Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel sowie der

Sortimentsbuchhandel registrierten Umsatzrückgänge.

Für das gesamte

Jahr erreicht der Schuhfachhandel nominal noch ein Umsatzplus von 1 %.

Dieser Wert verringert sich preisbereinigt auf eine „schwarze Null“.

Gemessen an anderen Branchen liegt der Schuhfachhandel damit im

Mittelfeld.

Unterschiede ergaben sich im Dezember im

Schuheinzelhandel in den Regionen. Die Umsätze bewegten sich in allen

Bundesländern im Minus-Bereich. Den geringsten Umsatzrückgang meldeten

im Dezember die Betriebe aus Niedersachsen, die 3 % unter dem

Vorjahresniveau abschlossen. Mit – 6 % lagen die Betriebe aus

Hessen/Rheinland-Pfalz im Mittelfeld, gefolgt von den neuen

Bundesländern mit – 8 % im Vergleich zum Vorjahres-Dezember. Für die

Schuhfachhändler in ¬Nordrhein-Westfalen wurde ein Branchendurchschnitt

von – 9 % ermittelt. Die südlichen Bundesländer registrierten

zweistellige Umsatzeinbußen. Für Bayern betrug das Umsatzminus 11 %.

Baden-Württemberg bildete mit – 13 % im Dezember das Schlusslicht.

In der Jahresstaffel schließen die Betriebe in Hessen/Rheinland-Pfalz

mit + 3 % überdurchschnittlich ab. Auch Nordrhein-Westfalen und die

neuen Bundesländer liegen mit + 2 % für das gesamte Jahr vor Regionen

wie Niedersachsen mit einem Minus von 4 %.

Nach Betriebsgrößen ergab

sich im Dezember eine insgesamt negative Tendenz. Die kleineren

Betriebe verfehlten die Vorjahresergebnisse mit – 11 % ebenso deutlich

wie die mit 11 bis 20 Beschäftigten. Dagegen fielen die Umsatzrückgänge

der Größenklassen mit sechs bis zehn Beschäftigten und mit mehr als 20

Mitarbeitern wesentlich geringer aus.

Auf das gesamte Jahr bezogen

schnitten die Betriebe dieser beiden Größenklassen wesentlich günstiger

ab als die anderen. Für die kleineren Schuhfachgeschäfte werden

unveränderte Umsätze für das gesamte Jahr ausgewiesen. 28.01.08

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