Schuhmarkt

IfH 18/07: Das Jahresumsatzplus schrumpft

Die Umsatzentwicklung im Schuhfachhandel konnte auch im Juli nicht wirklich befriedigen. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln. 27.08.07 Peter Skop

Der Juli brachte dem Schuhfacheinzelhandel einen erneuten Umsatzrückgang gegenüber 2006. Das Institut für Handelsforschung errechnete für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich eine nominale Umsatzeinbuße von 2%.

Dieser Rückgang erfolgte aber auf der Basis positiver Vorgaben aus dem letzten Jahr (+4%). Bezieht man die vom Statistischen Bundesamt bereitgestellte Preisveränderungsrate für die Branche mit ein, so stimmt die reale Umsatzveränderung im diesjährigen Juli mit der nominalen überein, da sich die Preise nicht verändert haben. Mit der negativen Umsatzentwicklung im Juli zählt der Schuhfachhandel zu den weniger erfolgreichen Branchen in diesem Monat.

Die Jahresstaffel im Schuhfachhandel hat sich im Juli gegenüber dem Juni weiter verringert. Das aufgelaufene Umsatzplus für den Zeitraum ab Januar beträgt nun nominal und auch real 3%. Im Vorjahr stand dem in der Branche ein Wert von –2% gegenüber. Die Umsatzentwicklung nach Regionen fällt fast durchgängig negativ aus.

Ausnahmen sind die Schuhfachgeschäfte in Baden-Württemberg, die den Vorjahresumsatz um durchschnittlich 2% steigern konnten. Auch in den neuen Bundesländern wurde mit +1% ein leichter Umsatzanstieg verzeichnet. Dagegen verfehlten die Schuhfachgeschäfte in Niedersachsen die Vorgaben aus dem letzten Jahr mit –6% recht deutlich, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz mit jeweils –3%.

Die Betriebe in Bayern erreichten mit –2% den Branchendurchschnitt. Nach sieben Monaten fällt die aufgelaufene Umsatzentwicklung in den meisten Bundesländern weiterhin positiv aus, vor allem in Nordrhein-Westfalen mit +5% und den neuen Bundesländern mit +4% in diesem Zeitraum. Ein Minus weisen dagegen die Betriebe in Niedersachsen auf. Die Sortierung nach Betriebsgrößen zeigte im Juli spürbare Unterschiede in den einzelnen Gruppen und die Tendenz zu einem besseren Abschneiden mit zunehmender Betriebsgröße.

Während die kleineren Betriebe mit –4% unter dem Branchendurchschnitt lagen, konnten die mittleren Größenklassen Umsatzsteigerungen von 2% und 3% verbuchen. Dieser Wert wird von den größeren Betrieben mit +9% noch übertroffen. Die Betriebe in den beiden oberen Größenklassen erzielen daher nach sieben Monaten ein überdurchschnittliches Plus, während bei den anderen nur ein geringerer Umsatzanstieg ermittelt wurde. 27.08.07 Peter Skop

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