Schuhmarkt

Editorial 07/08: Positive Grundstimmung

Es scheint, als ob der Schuhhandel die Worte des Komfortschuhherstellers Alexander Ströber beherzigt hätte: „Als Händler würde ich mir die GDS nicht nehmen lassen.“ Auf der Micam sei das Flair, „aber hier ist die Organisation“, so Ströber. Die Düsseldorfer Messe vermeldete ein Besucherplus von drei Prozent.

 

 

Peter Skop, Chefredakteur

Es scheint, als ob der Schuhhandel die Worte des Komfortschuhherstellers Alexander Ströber beherzigt hätte: „Als Händler würde ich mir die GDS nicht nehmen lassen.“ Auf der Micam sei das Flair, „aber hier ist die Organisation“, so Ströber. Die Düsseldorfer Messe vermeldete ein Besucherplus von drei Prozent.

In Zeiten wie diesen, da die Zahl der Schuhhandelsunternehmen weiter abnimmt, eine beachtenswerte Leistung. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass schon von einer gewissen Messeübersättigung die Rede war und die erfolgsverwöhnte Mailänder Schuhpräsentation Micam schwächelte. Offensichtlich lohnt es sich doch, nach Düsseldorf zu kommen. Auch auf Ausstellerseite zieht man überwiegend ein derart positives Resümee. Den Veranstaltern ist ebenfalls zu bescheinigen, ihre Arbeit gut gemacht zu haben, was das Begleitprogramm mit glamourösem Highlight und die Verteilung der Aussteller angeht. Zufriedene Gesichter also bei Messe und Schuhlieferanten.

Die Beschreibung der Stimmung der deutschen Schuhindustrie durch dessen Hauptverband für 2008 kann wohl auf die Branche übertragen werden: Verhaltener Optimismus. Bemerkenswert ist, dass der Handel längst nicht so gut in die neue Frühjahr-/Sommersaison gestartet ist wie im letzten Jahr, sich aber die Trübsal darüber dennoch in Grenzen hielt. Gespannt schauen wir also wieder nach vorne – auf die nächste GDS. Hier wird auf Messeseite viel Fingerspitzengefühl nötig sein, wenn es darum geht, die neue Hallenbelegung zu planen. Der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier und geht gern seine bekannten Wege. Auch Aussteller fühlen sich in einem vertrauten Umfeld wohl. Das gilt sicher auch für den White-Cubes-Bereich. Doch halte ich dessen Einigelung für zumindest fragwürdig. Denn letztlich sollte jeder Aussteller für sich selbst entscheiden, wen er auf seinen Stand lassen will.

Peter Skop

 

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