Schuhmarkt

Rund und pastellig weckt Interesse - Der Markt in den Regionen 06.01. – 20.01.06

Obwohl das Wetter zumeist noch ordentlich mitspielte, war der Handel im Berichtszeitraum doch nicht ganz so zufrieden. 03/06

Obwohl das Wetter zumeist noch ordentlich mitspielte, war der Handel im Berichtszeitraum doch nicht ganz so zufrieden. Eine gewisse Sättigung mit Winterware und auch Lücken im Angebot sorgten für verhaltenere Umsätze. Dennoch: Die Kunden verlangten nach wie vor nach Winterware. Bei den Damen lagen nach wie vor Felliges und Snowboots in der Gunst vorne. Reduzierungen wurden erwartet. Die neue Mode wurde bisher nur besehen, aber kaum gekauft. Interesse fanden runde Form und Pastelliges. BremenIn Bremen ist man diesmal auf ein Pari gekommen. Zumindest hatte sich der bis dahin schleppende Umsatz etwas in Bewegung gesetzt. Lediglich in einem Geschäft sorgte eine professionell organisierte Sonderaktion für Umsätze, von denen niemand zu träumen gewagt hätte. Im „normalen“ Abverkauf zeigten sich die Kunden allerdings wieder einmal zögerlich. Es wurde hier und da genippt. Für Damen, Herren und Kinder galt in der Hansestadt die Devise „Preis vor Mode“. Somit konnten die Schuhhändler ein paar Damen-Stadtstiefel in Brauntönen oder Schwarz verkaufen. Dabei entschieden sich die Kundinnen vielfach für der Witterung entsprechende warme, wasserdichte Modelle. In einigen Häusern gab es Engpässe bei braunen Stiefeletten. Im Herrenschuhgeschäft wurde ebenfalls Wert auf wetterfestes Schuhwerk gelegt. Die Kunden kauften sportliche Halbschuhe mit stärkeren Sohlen in Tex-Materialien. Die Farbwahl war klar: Dunkle Brauntöne und Schwarz. Die kleinen Bremer Kunden bekamen wetterfestes Schuhwerk in Form von Stiefeln und robusten Halbschuhen. Tex-Ausstattung war Voraussetzung für den Kauf. Bei den Farben waren Pink, Rosé und Rot sowie Blau die Favoriten. Des weiteren wurden vermehrt Kinderhausschuhe gekauft. ib NiedersachsenDie bestenfalls nur durchschnittlichen Umsätze setzten sich im gesamten Berichtszeitraum fort. Man lag meistens auf der Höhe, mitunter auch leicht über den nicht gerade berauschenden Vorjahreszahlen. Und selbst diese Zahlen mussten mit erheblichen Preisverlusten erkauft werden. Wie immer in diesen Verkaufszeiträumen überschlagen sich viele Kollegen mit Rabattaktionen. In den Damenabteilungen liefen Stiefel in der gesamten Breite des Angebots weiter. Natürlich wurde größtenteils reduzierte Ware verkauft. Western, Schaftstiefel mit Schnallen oder Fellbesätzen, sofern es sich um konsumige Preislagen handelte, waren da die große Ausnahme. An der neuen Ware wurde nur sehr verhalten genascht In den Herrenabteilungen liefen Stiefel auf niedrigem Niveau weiterhin recht gut, wobei natürlich auch hier der rote Preis sehr wichtig war. Das galt auch für Slipper und Schnürer. Neue Skater in den Kombinationen Blau oder Grau mit Rot zeigten ordentliche Ansätze. Das Kindergeschäft lebte von Bedarfskäufen, wobei reduzierte Stiefel, Turnschuhe und Heimschuhe brauchbare Werte erreichten. gi BerlinDer Winter hatte Berlin auch im Berichtszeitraum fest im Griff. Dies wäre zum Ende der Saison normalerweise nicht schlecht für die Händler, doch die Angebote an winterlicher Ware sind schon sehr ausgedünnt. Sicherlich hat auch ein gewisser Sättigungsgrad dazu beigetragen, dass die Umsätze nicht mit den Erfolgen der vergangenen Wochen mithalten konnten. Immerhin brachten Reduzierungen einige zusätzliche Kaufimpulse. Die Stiefelmode blieb bestimmendes Thema in den Damenschuhabteilungen. Egal ob sportive, warmgefütterte Modelle in flauschiger Optik, gefütterte Kurzschaftstiefel in Uni-Velours und mit markanten Ziernähten oder auch elegantere ungefütterte Langschäfter – gut wer noch Ware hatte beziehungsweise kurzfristige Nachorder tätigen konnte. An der neuen Ware, die schon reichhaltig die Auslagen zierte, wurde nur zaghaft geschnuppert. Zur Überraschung gingen in einigen modisch ausgerichteten Häusern, etwa im KaDeWe, klassische Mokassins sehr ansprechend, einfarbig Weiß oder Braun hierbei bevorzugt. Auch Ballerinatypen konnten schon beachtliche Anfangserfolge erzielen. Bei den Herren dominierte das Geschäft mit gefütterten Stiefeletten, die sogar noch zu regulären Preisen über den Tresen gingen. Klassische Optiken in schwarzem Glattleder und nicht zu stark profilierten Sohlen waren dabei besondere Merkmale, damit die Schuhe auch im Business Verwendung finden können. Die sportiven Cityschuhe der auslaufenden Saison ließen sich über Reduzierungen an den Mann bringen. Ersatzkäufe an winterlicher Ware bestimmten das Geschehen bei Kinderschuhen. Allerdings schienen die kleinsten Kunden damit bereits gut ausgerüstet, die Umsätze waren eher bescheiden. sk Sachsen/ThüringenÜber weite Strecken des Berichtszeitraumes gab es Schnee und Kälte satt und dennoch kaum mehr Wintergeschäft. Der Schuhfachhandel der Berichtsregion beklagte unisono äußerst schwache Kundenfrequenz, deutliche Kaufzurückhaltung und Umsätze weit unter Vorjahresniveau. Die Regel war ein zweistelliges Minus. Selbst drastischste Preisnachlässe und Rotpreis-Aktionen halfen konsumigen Filialisten nicht aus dem Schneider, weil die passende Ware – warmgefütterte und wasserdichte Stiefel – kaum mehr verfügbar war. Dringenden Bedarf vermochten allenfalls noch inhabergeführte Läden mit preisintensiverer Markenware zu decken. Aber auch jene kamen über die Berichtswochen ihren Kunden preislich schon mit Nachlässen um30 Prozent entgegen. Was winterliches Schuhwerk anbelangt: Es wurde im Herrenschuhbereich am stärksten nachgefragt; vielfach umsonst, weil nicht mehr sortiert. Wer schon mit neuer Ware passabel aufgestellt war, konnte wenigstens erste Verkäufe mit sportiven Halbschuhen tätigen; freilich temperiert an modisch interessierte Frühkäufer. Im Damenschuhbereich wählten jüngere Kundinnen beispielsweise „griffig“ anmutende Marken-Halbschuhe in Farbkombinationen Weiß/Blau oder Weiß/Rot mit angedeuteten Plateausohlen aus. Noch auffällig: Es gingen verhältnismäßig viele weiße Pumps mit kleinem Queeny-Absatz. Auch bei Herrenschuhen machten aus neuen Angeboten allenfalls Halbschuhe mit kerniger Optik in Farbkombinationen wie Beige/ Braun und Braun/Blau und profilierten Böden auf sich aufmerksam – sowohl in glattem als auch rauem Leder. Das Kinderschuhgeschäft wurde überall als „so gut wie nicht stattgefunden“ bewertet. Aber glücklich der Kunde, der hier noch einen Tex-Stiefel in der richtigen Größe zum kleinen Preis fand. pl RuhrgebietDas nasskalte Wetter animierte nur bedingt zum Schuhkauf. Immer mehr Kunden suchten gezielt nach Sonderangeboten. Durch frühe WSV-Hinweise in der Werbung waren viele verunsichert. Die Damenabteilung verzeichnete die beste Kundenfrequenz, aber in unterschiedlicher Stärke. Stiefel wurden querbeet gekauft. Der Preis entschied letztlich auch bei Trotteurs, Sneakern, Ballerinas und Veloursmokassins. Galanteriemodelle hatten es weiterhin schwer. Wenige Verkäufe neuer Ware lassen noch keine Trendaussage zu. Herrenkunden machten sich rar. Ihr Interesse an Stiefeln tendierte gegen Null. Über den Preis verkauften sich Businessmodelle und Sneaker sowie sportive Halbschuhe in geringen Paarzahlen. Auch die Umsätze in der Kinderabteilung dümpelten eher dahin. Sagte der Sonderpreis nicht zu, hieß es nicht selten: „Dann warten wir noch bis zum Winter-Schluss-Verkauf!“ Reguläre Ware hatte kaum eine Chance. Stiefel für Mädchen bewegten sich etwas, für Jungen schon weniger. Die Paarzahlen bei Halbschuhen und Sneakern befriedigten ebenso wie bei Kleinkinderschuhen absolut nicht. hl Rhein-MainEs war schwer, noch gute Umsatzzahlen zu erzielen. Selbst die kräftigen Reduzierungen konnten nun nichts mehr bewegen, wobei man aber doch noch auf den klassischen WSV-Termin hoffte. Neuware war noch kein Thema, zumal ja auch das Wetter keine Frühlingsgefühle aufkommen ließ. In den Damenabteilungen wurden noch die letzten Stiefel und Stiefeletten erworben, daneben dann natürlich noch sportive Slipper und Schnürer wenn sie genügend reduziert waren. Westernstiefel in edleren Ausführungen bleiben wohl modisch “in “ und werden wohl ein Durchläufer werden. Man hofft jetzt wie in jedem Jahr auf etwas weniger winterliches Wetter um mit den neuen Fenstern dann die frühen, modisch interessierten Kundinnen ins Geschäft zu locken. Bei den Männern waren die Umsätze mies. Hier war der Schnäppchenpreis noch wichtiger und so wurden dann noch die übrig gebliebenen wetterfesten Artikel gekauft, wenn nur der Preis niedrig genug war und Nachkaufsbedarf vorhanden war. Daneben wurde dann durch das ganze Sortiment gekauft, was für einen zufrieden stellenden Umsatz diesmal nicht ausreichte. Sehr schlecht waren die Umsätze in den Kinderabteilungen. Jetzt werden die winterfesten längst gekauften Schuhe getragen und die Eltern zeigten auch noch überhaupt kein Interesse für neue Frühjahrsmodelle für ihre Kids. Für die nahe Zukunft zeigte man sich im Handel auch nicht sehr optimistisch, es sei denn, die Temperaturen werden frühlingshafter. SaarlandBesonders gut sind die Geschäfte in der Berichtszeit nicht gerade gelaufen. Die Kunden hielten sich zurück – und wenn schon, dann griffen sie überwiegend nach reduzierter Ware. So flossen Restbestände an gefütterten Schuhen in Schwarz und Braun ab, gern solche mit Profilsohlen. Zum Kauf von Frühjahrsware war die Witterung nicht so verlockend. Die Damen entschieden sich von allem für die sportiven Schuhe, angefangen von Schaftstiefeln bis hin zu Stiefeletten in Schwarz und Braun – sofern sie in der vorgerückten Saison die Ware, die ihnen gefiel, auch passend vorfanden. Vor allem aber die neuen Schuhe interessierten im Modell und in den Farben. Wichtig waren dabei weniger Schuhe mit lang gezogenen Spitzen als die neuen verrundeten Formen, speziell bei Mokassins und Ballerinen. Auch Schuhe mit Spangen und Schnürung sowie Fessel-Riemchen kamen gut an. Farblich traten bei Damenschuhen auch Weiß, Rosa und Beige in Erscheinung. Die Restbestände an gefütterten und wasserdichten Stiefeletten und Schaftstiefeln fanden auch weiter Interesse, ebenso Sportschule und Sneaker-Typen sowie Pumps mit höheren Absätzen. Die Herren zeigten bei ihren Schuhwaren gutes Interesse an optimaler Funktion zu günstigem Preis. Sie kauften ihre Schuhe allgemein lieber in Braun als in Schwarz – nicht selten mit dem Ergebnis, dass schwarze Stiefeletten nicht mehr vorhanden sind. Gut gefragt waren auch schürlose Modelle und Sneaker-Typen. In den Kinderabteilungen spielte sich nichts Besonderes ab. Neben der allgemeinen Frühjahrsware waren Lauflernschuhe und vor allem Kommunionschuhe gefragt. ds NürnbergOrdentlich waren die Ergebnisse zwar, die der Fachhandel im Berichtzeitraum erzielte. Aber so richtig zufrieden sein konnte er mit dem durchwachsenen Geschäftsverlauf dennoch nicht, bei dem sich die guten mit den schlechten Tagen abwechselten. Sogar Preisreduzierungen sorgten für keine spürbare Belebung. Die Damen favorisierten beim Einkauf wetterfeste Ware wie Snow-Boots in Schwarz. Da hätte das eine oder andere Geschäft sogar noch mehr davon verkaufen können, hatte die entsprechenden Mengen aber nicht mehr. Einige Damen griffen schon zu neuer Ware, Pantoletten und Sandaletten in Champagner und in Schwarz. Weit weniger abverkauft wurden modische Langschaft-Modelle, Galanterie sowie leichte Stiefeletten und City-Stiefel in Brauntönen. Die Herren langten bei den Stiefeln gut zu, zum Beispiel bei Snow-Boots in Schwarz oder klassischen Modellen in kräftiger, bodenbetonter Ausführung . Die jüngere Generation bevorzugte modische Stiefeletten, leicht gefüttert, in Sneaker-Optik mit Farbe. Nur sporadisch gefragt waren die Klassiker im Halbschuhbereich. Ersatzkäufe waren bei den Kindern an der Tagesordnung, vor allem bei Stiefeln und Snow- Boots. Neue Ware war noch nicht gefragt. Folglich konnten die Fachgeschäfte im Kinder-Segment nur wenig Umsatz machen. ng StuttgartDas anhaltend kalte Winterwetter war für die Schuhhändler gerade richtig. So wurden die vielen Schnäppchenjäger fündig, denn alle Geschäfte „arbeiten“ bereits mit roten Preisen, auch die Schuhgeschäfte in den großen Kreisstädten, die sich auch den Kundenwünschen anpassen müssen. So wurden die Zahlen des Vorjahres erreicht und auch übertroffen. Die Damen kauften nach wie vor warmgefütterte Stiefel, zu jetzt günstigen Preisen, wichtig war die Fütterung und rutschfeste Sohlen. Reiter- aber auch Westernstiefel hatten dabei die besten Chancen, auch Snowboots, am liebsten mit Fellrand, konnten überzeugen, sofern die gewünschten Größen noch vorhanden waren, Die Nachfrage nach Sneakern bis zu den Pumps war verhalten. Neue Ware wurde beachtet, aber noch nicht gekauft. Die Herren suchten nach gefütterten Stiefeln, auch Snowboots, zu reduzierten Preisen und konnten nicht verstehen, dass die Hauptgrößen nicht mehr vorhanden waren. Gefragt waren auch robuste Halbschuhe mit Tex-Membran und griffigen Sohlen. Sportliche Schnürer, am liebsten in Velours und mit interessanten Sohlenausführungen wurden recht gut verkauft, ebenso war eine konstante Nachfrage nach Business-Modellen, die in schwarz stärker verkauft wurden, als in den starken Angeboten in Brauntönen. Neue Ware wurde noch links liegen gelassen. Bei den Kinderschuhen wurde besonders auf Preise geachtet. Zum Zuge kamen nach gefütterte Winterstiefel, am liebsten mit Klettverschlüssen, Tex-Ausstattung war zudem Bedingung, ebenfalls robuste Sohlen. Im Kleinkinderbereich waren die reduzierten Preise nicht immer ausschlaggebend, hier überzeugten die Ausstattung und die Passform. Heim- und Hausschuhe lagen in allen Größenbereichen sehr gut. tz MünchenSchnäppchenjäger waren unterwegs – reduzierte Ware wurde gesucht. Doch war das Geschäft ruhiger geworden. Bei Damen waren Stiefeletten und Stiefel, gefüttert und ungefüttert, stark gefragt, Es war schon sehr viel abverkauft. Die beliebtesten Farben blieben Braun und Schwarz. Besonders gut kamen Fellstiefel – Fellimitat oder echtes Fell – mit Keilabsatz an, sowie solche mit Verzierungen wie Bommeln am Schaft. Die Kundinnen kauften auch schon vereinzelt Frühjahrsmodelle – besonders wenn die Sonne herauskam. Beliebt waren hier Sling-Pumps und Sandaletten, mit Riemchen oder mit Flechtungen. Als Farben waren Pastelltöne, besonders Rosé- und Grüntöne beliebt. Bei den Herren war weiterhin reduzierte Ware gefragt, darunter noch immer Stiefel. Auch Stiefeletten, gefüttert oder ungefüttert und mit griffiger Sohle brachten gute Umsätze. Vereinzelt gingen schon sportive Sneaker, in Braun und Schwarz mit Kombi-Farben. Neue Frühjahrsware wurde gerne angeschaut, aber noch nicht gekauft. Reduzierte Ware war auch bei Kinderschuhen gefragt: Eltern kaufen hauptsächlich Stiefel mit Tex-Ausstattung und Gummistiefel mit griffiger Sohle, gerne auch mit Klettverschluss. Die Stiefel im Lauflernbereich waren schon fast ausverkauft. Sportive Sneaker waren bei größeren Jungen schon gefragt, auch turnschuhähnliche Typen von Markenherstellern. Für größere Mädchen wurden Übergangsschuhe wie festere Schnürer oder Ballerinas gekauft. Auch hier waren Pastelltöne gefragt. afs 03/06

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