Schuhmarkt

Kooperation gegen Gift

Namhafte Schuhhersteller und ihre Zulieferer nehmen sich jetzt gemeinsam des Themas Gift in Schuhen an. 24.07.07 Fred Schütz

Namhafte Schuhhersteller und ihre Zulieferer nehmen sich jetzt gemeinsam des Themas Gift in Schuhen an.

Nach einem Expertenmeeting beim Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI) gründeten sie im Juli die „Cooperation for Avoiding Toxic Substances in shoes“ (Cats). Ziel der Kooperation ist es, als geschlossene Gruppe mit einem Herstellungs- und Beschaffungsvolumen von vielen Millionen Paar Schuhen, auf die Materialhersteller in aller Welt dahingehend einzuwirken, dass die in Deutschland und der EU geforderten Grenzwerte für gefährliche Stoffe dauerhaft und sicher eingehalten werden, heißt es in einer Pressemitteilung des PFI.

Die Kooperation verspricht sich mit einem geschlossenen Auftreten eine bessere Durchsetzbarkeit der entsprechenden Lieferbedingungen, speziell in den wichtigen Lederlieferländern in Asien, Süd- und Osteuropa. Cats (übersetzt etwa: Kooperation zur Vermeidung giftiger Stoffe in Schuhen) gehören namhafte Schuhhersteller und Handelshäuser an, darunter Reno, Gabor, Schmenger, Lowa, Däumling, LanXess, Sabu, der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels, Garant, Sioux, Ricosta, Shoe Fashion Group, BASF, TFL, Wortmann, Deichmann, ANWR, Leder & Schuh AG, C & A, Rieker, Lloyd Shoes, das Lederinstitut Gerberschule Reutlingen und das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens.

PFI und das ebenfalls jüngst gegründete „International Shoecompetence Center“ Pirmasens (ISC) werden im Auftrag von Cats das Sekretariat übernehmen, die Homepage für Cats bereitstellen und Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen organisieren, um das erforderliche Wissen über die Vermeidung von gefährlichen Stoffen in Schuhen in die Lieferländer zu bringen. Das erste Seminar wird Anfang November in Guangzhou/China abgehalten mit den Inhalten Chrom VI, Toxikologie, Gesetzgebung, Grenzwerte, Entstehungs- und Vermeidungswege.

Cats wird sich und seine Ziele auf den nächsten Schuhmessen, etwa der GDS in Düsseldorf und anderen wichtigen Schuh- und Ledermessen weltweit präsentieren. Dr. Gerhard Nickolaus, Geschäftsführer des PFI und des ISC Pirmasens, erwarte, dass die Kooperation aufgrund ihrer gewaltigen wirtschaftlichen Potenz, wichtige Forderungen nach schadstofffreien Materialien für Schuhe weltweit durchsetzen wird, was jeder Einzelbetrieb für sich alleine nicht erreichen könne. Mittelfristig gesehen ereichten die Betriebe damit eine höhere Sicherheit bezüglich der Schadstofffreiheit der Erzeugnisse, wovon auch der Verbraucher durch eine höhere Produktsicherheit profitiere.

Cats ist eine offene Kooperation und nimmt weitere Betriebe aus Schuhherstellung, dem Schuhhandel, der Lederfertigung und der chemischen Industrie auf. Weitere Informationen sind erhältlich bei: Dipl.-Ing. Caroline Brinkmann, Tel.: 06331 - 249011 oder 06331 - 249030. 24.07.07 Fred Schütz

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