Schuhmarkt

Editorial 09/08: Abgerechnet wird am Schluss

Nein, die Saison ist noch nicht gelaufen. Auch wenn der März für den Schuhhandel alles andere als erheiternd war und auch der April nicht berauschend begann. Abgesehen davon, dass generell zu wenige Kunden Lust aufs Shoppen verspüren, hat diese Saison immerhin den Vorteil, dass nicht direkt vom Stiefel in die Badelatsche gestiegen wird. Übergangsschuhe hatten so mal wieder eine echte Chance.

 

 

Peter Skop, Chefredakteur

Nein, die Saison ist noch nicht gelaufen. Auch wenn der März für den Schuhhandel alles andere als erheiternd war und auch der April nicht berauschend begann. Abgesehen davon, dass generell zu wenige Kunden Lust aufs Shoppen verspüren, hat diese Saison immerhin den Vorteil, dass nicht direkt vom Stiefel in die Badelatsche gestiegen wird. Übergangsschuhe hatten so mal wieder eine echte Chance.

Dass die Vorgaben des Vorjahres-März verdammt hoch und somit kaum zu erreichen waren, dürfte den meisten wohl klar gewesen sein. Dennoch sind nicht nur deprimierte Stimmen zu hören. Was allerdings auch auffällt: Wer seine Kunden mit Marketingaktionen motivieren kann, das Geschäft zu besuchen, ist von den Umsatzrückgängen nicht ganz so stark betroffen. Hier zeigt sich, nebenbei bemerkt, eine Parallele zu unserem Special Furnituren: Wer aktiv auf Zusatzartikel setzt, sich damit ausreichend auseinandersetzt und seine Mitarbeiter regelmäßig schult, kann ordentliche Umsatzanteile damit erzielen.

Auch Accessoires können so manche Lücke füllen, wenn die Lust auf schöne Schuhe mal ein wenig geringer ausfällt. Derzeit heißt es Nerven behalten, denn Frühjahr und Sommer stehen uns tatsächlich erst noch bevor. Wer jetzt zu früh mit Reduzierungen – punktuelle und zielgerichtete Aktionen ausgenommen – beginnt, tut sich und seiner durchschnittlichen Handelsspanne keinen Gefallen.

Mit Sonderprogrammen haben Verbundgruppen auf fehlende Liquidität reagiert. Es ist erfreulich, wenn sie schnell und unkompliziert auf unverschuldete Nöte ihrer Mitglieder reagieren, und dies drückt auch ein Stück weit Optimismus aus. Die monatlichen Vergleiche, die im Wirtschaftsleben durchaus üblich sind, verführen zu kurzfristiger Panik – doch abgerechet wird am Schluss.

Peter Skop

 

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