Schuhmarkt

Antidumping kommt Lieferanten teuer

Als völlig unverhältnismäßig hat Fair-Geschäftsführer Paul Verrips die Antidumping-Maßnahmen der EU bezeichnet.

Unternehmen der europäischen Schuhindustrie, die in den Bereichen Entwicklung, Design, Import, Distribution und Handel tätig sind, würden auf Grund der Zölle in den nächsten sechs Monaten mit Mehrkosten in Höhe von 150 Mio. Euro belastet. Bestellungen seien für diesen Zeitraum längst durchgeführt und Weiterverkaufspreise bestätigt.

Gleichzeitig würde der Mehrwert für EU-Schuhproduzenten gerade mal bei 4 Mio. Euro liegen. Der US-Anbieter Timberland hat bekannt gegeben, dass dessen Betriebsgewinn durch die Maßnahmen um etwa 10 Mio. US-Dollar verringert würde. Jeffrey B. Swartz, Timberland’s Präsident und CEO, ist der Ansicht, dass Timberland-Premium-Schuhe nicht zu gedumpten Preisen nach Europa gelangen. Die prozentualen Zölle träfen Premium-Schuhfirmen wie Timberland, die die europäische Schuhindustrie nicht in Mitleidenschaft zögen, unverhältnismäßig.

24.03.06

Stichwort: Strafzölle

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