Schuhmarkt

Kostensparen brachte Sabu Gewinn

Die Sabu eG liegt in der Gewinnzone und konnte 2005 die Eigenkapitalquote um 2,6 Prozentpunkte erhöhen. Für 2006 steht ebenfalls ein Plus in Aussicht. 23.05.06 Peter Skop

Die Sabu eG liegt in der Gewinnzone und konnte 2005 die Eigenkapitalquote um 2,6 Prozentpunkte erhöhen. Für 2006 steht ebenfalls ein Plus in Aussicht.

Die Sabu Schuh-Verbund eG hat im Jahr 2005 einen Jahresüberschuss von 289 000 Euro erzielt. Der Bilanzgewinn unter Einbeziehung des Gewinnvortrags beträgt 336 000 Euro und liegt somit um 275 000 Euro über dem Vorjahr. Dieter Polch, Sprecher des Vorstands der Sabu Schuhverbund eG zog auf der Generalversammlung der Genossen eine durchweg positive Bilanz.

Im Jahr 2004 wies die Verbundgruppe erstmals einen Verlust von 152 000 Euro aus, was nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag zu einem Bilanzgewinn von 61 000 Euro führte. Damals hatte die fehlende Gewinnüberweisung durch die Sabu Schuh- und Marketing GmbH zu Buche geschlagen. Deren Gewinn 2004 in Höhe von 480 000 Euro kam der Sabu eG nun 2005 zugute.

Auch für das Jahr 2006 kann die Sabu eG mit einem Gewinn rechnen, da die Sabu GmbH trotz gesunkener Erträge aufgrund ebenfalls gesunkener Aufwendungen einen Gewinn nach Steuern von 880 000 Euro – fast doppelt soviel wie 2004 – erzielt hat. Die Einsparungen betrafen vor allem die Personalkosten. Diese Gewinnsumme, eine Dividende von elf Prozent, wird für die eG in 2006 ergebniswirksam. Der Gesamtumsatz der Sabu GmbH ist um 4,2 Prozent auf 266,4 Mio. Euro gestiegen. Während das Warenvermittlungsgeschäft wuchs, schrumpfte – von Sabu so geplant – das zeit- und kostenintensive Großhandelsgeschäft. Die Sabu eG konnte aufgrund der satzungsgemäßen Zeichnung von Pflichtanteilen, aufgrund des Jahresüberschusses und der Senkung der Verbindlichkeiten das Eigenkapital erhöhen. Die Eigenkapitalquote stieg daher von 60,7 auf 63,3 Prozent. Zu den Beteiligungen der Sabu eG gehören die Sabu Immobilien GmbH und die SBS Steuerberatungsgesellschaft mbH. Die Sabu GmbH ist an der österreichischen EMR (Ringschuh) sowie IfM beteiligt. Nicht mehr beschäftigen müsse sich Sabu mit der Joker-Beteiligungsgesellschaft, dem EBS, der Joker Schuhhandelsgesellschaft, der Sabu Italia sowie der SPC Datenverarbeitungsgesellschaft und EBG Data, erläuterte Polch.

Wie bereits zu einem früheren Zeitpunkt informiert (SchuhMarkt berichtete), sollen die Geschäftsfelder „Ware“ und „Dienstleistungen“ sowie die „Bank“ getrennt werden. Bisher besitzt die Sabu Schuh und Marketing GmbH die Vollbanklizenz und führt auch die weiteren Geschäfte. Polch erklärte, dass sich für die Anschlusshäuser im täglichen Geschäft nichts ändern werde. Der Bankbereich, für den noch ein Name gesucht wird, könne sein Potential dann aber besser nutzen. Die Warengesellschaft Sabu Schuh und Marketing GmbH werde dann von Ralph Hanus als Geschäftsführer geleitet, während die Bank von Norbert Keller und Bernd Hoffmann geführt werde. Die Umstellung solle zum 1. Juli 2006 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2006 erfolgen. Die versammelten Sabumitglieder äußerten keine Einwände, wie sie auch die Entlastungen von Vorstand, Aufsichtsrat und die Verwendung des Gewinns einstimmig durchführten.

Für zwei ausgeschiedene Aufsichtsräte, Peter Sielaff, Demmin, und Friedericke Meyer, Bad Salzdetfurth, wurden Karin Bittner und Eva Maria Schaffner gewählt. Bittner aus Bad Iburg ist 30 Jahre alt, hat zwischen 2000 und 2003 beim Sabu gearbeitet und ist seit 2004 Prokuristin im elterlichen Geschäft. Schaffner, 38 Jahre und aus Dillenburg stammend, führt zwei Fachgeschäfte. Sie ist Anfang letzten Jahres von der Garant zum Sabu gestoßen.

Ralph Hanus, Mitglied der Geschäftsleitung der Sabu GmbH, skizzierte die Lage des Schuhhandels, der sich in einem Strukturwandel befindet und auch mit einem Kulturwandel in der Gesellschaft beziehungsweise bei den Konsumenten zu tun hat. Die Unternehmer ermutigte er, nonkonformes Verhalten eher zu ermutigen als zu sanktionieren. Eine Unternehmenskultur, die abweichendes Verhalten von vornherein „deckelt“, blockiert eher kreative und innovative Kräfte, zeigt sich Hanus überzeugt.Tipps für Kapitalanleger übertrug Hanus auf das Verhalten als Unternehmer wie „Nicht alles auf eine Karte setzen“ oder „Wertpapiere verkaufen, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen.“

23.05.06 Peter Skop

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