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Aufwärtstrend seit 2013. Grafik: GfK
Aufwärtstrend seit 2013. Grafik: GfK

Konsumklima: Hochstimmung hält an

Die Verbraucher zeigen sich auch zum Jahresende 2017 in Hochstimmung, stellen die Spe-zialisten der Gesellschaft für Konsumforschung fest. Sowohl die Konjunktur-, als auch die Einkommenserwartung legen zu, während die Anschaffungsneigung geringe Einbußen hin-nehmen muss.

Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung GfK prognostiziert für Januar 2018 einen Anstieg des Konsumklimas ge-genüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte. Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft derzeit in einem kräftigen Aufschwung. Die Konjunkturerwartung bestätigt mit einem leichten Zuwachs ihr sehr gutes Niveau und erreicht ein Dreieinhalbjahreshoch. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres schlägt sogar ein Plus von knapp 28 Zählern zu Buche. Steigende Beschäftigten- und sinkende Arbeitslosenzah-len sowie ein Rekordstand an gemeldeten offenen Stellen signalisieren den Verbrauchern, dass auch in den kommenden Monaten mit einer auf Hochtouren laufenden Wirtschaft zu rechnen ist.

Die Einkommenserwartung legt sogar kräftig zu und scheint ihre Delle überwunden zu haben. Der Zugewinn im Dezember beträgt 6,4 Zähler. Somit weist die Einkommensstimmung 54,3 Punkte auf. Stabile Beschäftigungsverhältnisse, viele offene Stellen und eine positive Lohn- und Gehaltsentwicklung, von der auch die Rentner – wenn auch mit einjähriger Verspätung – profitieren, sind einige der Indikatoren für diese Zuversicht.

Dagegen muss die Anschaffungsneigung geringe Einbußen hinnehmen, behauptet aber ihr exzel-lentes Niveau. Die gescheiterten Jamaika-Sondierungen sind scheinbar keine nachhaltige Belas-tung für die Konsumstimmung.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monat-lich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzel-handel macht jedoch – je nach Abgrenzung – lediglich etwa 30 Prozent der privaten Konsumaus-gaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.

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