Schuhmarkt

Editorial 24/07: Nachsitzen für EDI

Immerhin: Es tut sich was in Sachen EDI. Soviel kann man zu diesem Zeitpunkt wohl mit Sicherheit sagen. Die Beteiligten hüllen sich weitgehend in Schweigen. Sie wollen nicht gackern, bevor das Ei gelegt ist. Angesichts des beinahe schon blamablen Rückstands, den die Schuhbranche sich auf diesem Gebiet leistet, ist das nicht ganz unverständlich.

 

 

Peter Skop, Chefredakteur

Immerhin: Es tut sich was in Sachen EDI. Soviel kann man zu diesem Zeitpunkt wohl mit Sicherheit sagen. Die Beteiligten hüllen sich weitgehend in Schweigen. Sie wollen nicht gackern, bevor das Ei gelegt ist. Angesichts des beinahe schon blamablen Rückstands, den die Schuhbranche sich auf diesem Gebiet leistet, ist das nicht ganz unverständlich.

Dabei spreche ich bewusst von der Schuhbranche. Denn wie es sich darstellt, muss keiner der Beteiligten mit dem Finger auf den anderen zeigen. Sowohl von Lieferanten- wie auch von Verbundgruppenseite ist in der Vergangenheit zuwenig für die Erleichterung der Arbeitsabläufe des Schuhhandels getan worden. „Die Verbundgruppen haben ihr Schwergewicht leider nicht immer ausreichend systematisch eingebracht, um Standards zu schaffen“, erklärt einer der Geschäftsführer der jüngsten Gruppierung, Karsten Niehus von G-Lord.

Und von Seiten der Warenwirtschaftsanbieter wird erklärt, dass die Industrie zu häufig ihr jeweils eigenes System durchsetzt und die Modernisierung des Handels zumindest behindert. Dabei schwärmen diejenigen, die sich am elektronischen Datenaustausch beteiligen schon lange davon, welche Vorteile es ihnen bringt: Weniger Zeitaufwand bei der Artikelerfassung, weniger Fehler, Reduzierung des Lagerbestandes. Damit einhergehend könnte die Lagerdrehzahl erhöht werden und die Nachorder wird noch passgenauer, um nur einige Pluspunkte zu nennen.

Gerade die Erhöhung der Lagerdrehung sollte allen Beteiligten ein Anliegen sein. Bedeutet die in der Branche so geringe Zahl doch nichts anderes als eine hohe Kapitalbindung. Auch wenn es sich noch nicht um die ganz große, perfekte Lösung handeln sollte, so wäre es doch ein Fortschritt, wenn man das bisherige Mißtrauen überwinden würde und sich auf gemeinsame Standards einigen könnte. Wollen wir hoffen, dass das Nachsitzen in Sachen EDI zu konkreten Ergebnissen führen wird und wir schon bald Vollzug melden können.

Peter Skop

 

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