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Drei Prozent Umsatzplus im Einzelhandel sagt der HDE für den Herbst voraus. Ob tatsächliuch nur die größeren Unternehmen sowie die Onliner davon profitieren, wird sich zeigen. Bild: champc/iStock/Thinkstock
Drei Prozent Umsatzplus im Einzelhandel sagt der HDE für den Herbst voraus. Ob tatsächliuch nur die größeren Unternehmen sowie die Onliner davon profitieren, wird sich zeigen. Bild: champc/iStock/Thinkstock

Steigende Handelsumsätze voraus!

Im Herbst fällt das Laub, aber steigen die Umsätze im Einzelhandel. Ein durchschnittliches Plus von drei Prozent prognostiziert der HDE (Handelsverband Deutschland) auf Basis seiner Herbst-Umfrage.

Aus der Umfrage unter 900 Untermnehmen geht hervor, dass besonders größere Einzelhändler im zweiten Halbjahr mit steigenden Umsätzen rechnen, wobei Online-Händler die Speerspitze des Aufwärtstrends bilden. Auf das Jahr gerechnet erwartet der HDE einen Jahresumsatz von 501 Milliarden Euro.

Anlass für den erwarteten Umsatzanstieg geben höhere Einkommen und Rekorderwerbstätigkeit, die den Konsum beflügeln. Doch während größere Handelsunternehmen in der zweiten Jahreshälfte mit mehrheitlich guten Umsätzen rechnen, sind kleine und mittlere Betriebe mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden. Ihre Erwartungen für die zweite Jahreshälfte: verhalten. „Die Schere zwischen Groß und Klein geht im Einzelhandel immer weiter auseinander“, fasst es Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE, zusammen. Weniger investitionsstarke Betriebe würden sich vom Wachstumstrend abgehängt fühlen, große Unternehmen dagegen vom Boom des E-Commerce profitieren. Auf dem aufsteigenden Ast sind laut der Ergebnisse der Herbstumfrage auch die Multi-Channel-Player zu finden.

Bei allem Optimismus gen Herbst lässt Genth kurz vor der Bundestagswahl auch kritische Töne anklingen. „Es muss sichergestellt werden, dass auch ausländische Online-Händler ihre Umsatzsteuer abführen“, fordert er im Hinblick auf politische Rahmenbedingungen, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen sollen. Zudem forderte er: „Wir brauchen dringend den Umstieg von der täglichen zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit, um den veränderten Konsumgewohnheiten und Lebensstilen der Verbraucher Rechnung tragen zu können.“ Von der künftigen Bundesregierung erwartet Genth Unterstützung bei der Eindämmung von schwerem Ladendiebstahl, der in den Innenstädten rasant anstiege und organisierte Formen angenommen hätte. Hier entstünden jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Welche seiner Forderungen an die Politik nach der Wahl in Angriff genommen werden, zeigen dann die kommenden vier Jahre.

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