Schuhmarkt

Renaissance von Eg-Gü

Nach der Insolvenz vor einem Jahr plant Schuhpflegemittelhersteller Eg-Gü die erneute Aufnahme der Produktion und die Rückkehr auf den Markt. 22.08.06 Peter Ludwig

Nach der Insolvenz vor einem Jahr plant Schuhpflegemittelhersteller Eg-Gü die erneute Aufnahme der Produktion und die Rückkehr auf den Markt.

Die besonders im Osten bekannten Schuhcremes sowie -Lederpflegeprodukte dieser Marke sollen ab Dezember an neuer Fertigungsstätte im sächsischen Oberlichtenau hergestellt werden. Dafür entstehen auf circa 1300 Quadratmetern ein Produktions- und Nebengebäude mit Labor, Büros und Sozialräumen auf einem Grundstück, das von der Firma Oli-Lacke GmbH erworben wurde.

Deren Tochtergesellschaft Oli-Laccos GmbH hatte im vorigen Jahr Teile des insolventen Dresdener Schuhpflegemittelherstellers Eg-Gü GmbH, darunter auch den Markennamen, übernommen. Dieser traditionsreiche Betrieb zählte zuletzt noch 19 Beschäftigte, mit sieben wird derzeit die Fertigung in der Elbestadt aufrecht erhalten. „Wir freuen uns, dass wir zwei führende einstige Eg-Gü-Mitarbeiter – einerseits verantwortlich für Produktion, Qualitätskontrolle, Rezepturen und Neuentwicklungen und andererseits für die Vertriebsleitung – gewinnen konnten“, so Oli-Laccos-Geschäftsführer Christoph Temmen.

Mit der Insolvenz von Eg-Gü im Juli vorigen Jahres seien auch große Handelsketten abgesprungen, die es als Kunden wiederzugewinnen gelte. „Zudem haben wir rund tausend Schuhläden angeschrieben; wir müssen die Marke Eg-Gü wieder rausbringen.“ Um eine effiziente und verlässliche Basis für die Schuhcremeproduktion zu schaffen sind Investitionen in die Anlagentechnik in Höhe von etwa zwei Millionen Euro notwendig, erklärt die Geschäftsführung der Oli-Laccos GmbH. In der neuen Halle am Standort Oberlichtenau sollen einmal 30 Mitarbeiter in zwei Schichten tätig sein. Für nächstes Jahr peilt Geschäftsführer Christoph Temmen einen Umsatz von 1,5 bis 1,7 Millionen Euro an. 22.08.06 Peter Ludwig

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