Schuhmarkt

Strafzölle für Schuhe aus Asien

Um einen fairen Wettbewerb zwischen Asien und Europa sicherzustellen, will die EU asiatische Schuhimporte mit Anti-Dumping-Zöllen belegen.

Wegen illegaler Subventionen von Lederschuhen aus Asien bereitet EU-Handelskommissar Peter Mandelson Anti-Dumping-Zölle vor. Sollten die Kommission sowie die Mitgliedstaaten den Vorschlag akzeptieren, könnten Strafzölle schon vom 7. April an gelten. Die nächste Sitzung des Anti-Dumping-Ausschusses ist für den 9. März vorgesehen. Laut Süddeutscher Zeitung (SZ) gilt die Verabschiedung wegen des enormen Drucks aus Südeuropa als wahrscheinlich. Südeuropäische Produzenten hatten ursprünglich Zölle in Höhe von 50 Prozent gefordert.

In Deutschland treffen die Auswirkungen in erster Linie Importeure und Verbraucher. Betroffen sind auch die Mitgliedsfirmen des europäischen Sportwaren-Verbands FESI. Diese importieren 40 Prozent aller Lederschuhe aus Vietnam und 36 Prozent aus China.

Um europäischen Importeuren genug Zeit einzuräumen, auf die Preisänderungen zu reagieren, will Mandelson laut SZ mit niedrigen Zöllen von wenigen Prozent beginnen und diese allmählich bis knapp unter 20 Prozent anheben. Der FESI und andere Branchenverbände gaben zu bedenken, dass Anti-Dumping-Zölle höhere Preise für die Kunden und sinkende Gewinne für die Unternehmen zur Folge haben könnten.

21.02.06 Kathrin Abler

Stichwort: Antidumping, Anti-Dumping

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