Schuhmarkt

SMI März: Schlechtere Stimmung im Schuhhandel

Der SchuhMarkt-Index ist im März wieder ein ganzes Stück gefallen. Eine Ursache dürften die schlechteren Umsätze des kalten Frühjahrsbeginns sein. 09/06 Peter Skop

Größer? Bitte auf Grafik klicken.Im März sackte der SchuhMarkt-Index auf nur noch 75 Punkte ab. Das sind gut 14 Punkte weniger als noch im Februar und 16 weniger als im Januar. Besonders stark wirkte sich die Stimmung der Schuhhändler im Westen der Republik auf den Gesamtpunktestand aus. Hier konnte die BBE-Unternehmensberatung, Köln, die monatlich im Auftrag des SchuhMarkt die Stimmung im Schuhhandel misst, nur noch 77 Punkte errechnen. In den beiden Vormonaten kam der Index West immerhin noch in die Nähe der 100-Marke, ab der die Optimisten in der Überzahl sind. In Ostdeutschland ist der Indexwert dagegen leicht um gut drei Punkte gestiegen. Betrachtet man die Umsatzveränderungen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat, so ist klar, dass der Handel nicht zufrieden sein konnte. 50 Prozent aller befragten Händler – im Westen 52, im Osten 44 Prozent – gaben geringere Umsätze an. Bei der Februarbefragung sagten dies noch 35 (alle), 29 (West) und 52 Prozent (Ost). Bei 16 Prozent der Befragten lagen die Umsätze gar mehr als 10 Prozent unter dem Vorjahr. Umsatzzuwächse verbuchten dagegen viel weniger Händler als noch im Februar. Bitter sind die Zahlen auch vor dem Hintergrund, dass bereits im vergangenen Jahr bei der Befragung sehr viele Händler – gerade auch im Osten – von schlechteren Umsätzen im Jahresvergleich berichteten. Bei der Einschätzung der Lage der Branche kommt es zu einer Verschiebung zu den Antworten schlecht und sehr schlecht, allerdings zulasten der Antwort mittelmäßig. Als gut empfinden 8 Prozent die Lage, im Vormonat dachten dies (zusammen mit sehr gut) noch 6 Prozent. Etwas besser wird dagegen die Lage des eigenen Unternehmens eingeschätzt. Diese schätzen 12 Prozent als gut ein, 49 Prozent als mittelmäßig. Dass es, einmal im Tal, nur noch aufwärts gehen kann, daran will der Schuhhandel jedenfalls nicht so recht glauben. Jedenfalls erwarten nur 14 Prozent der Befragten höhere Umsätze in den nächsten sechs Monaten. Im Vormonat glaubten dies noch 24 Prozent. Die Mehrheit in Ost wie West denkt, dass es etwa gleich bleiben wird, doch hat die Zahl derer, die niedrigere Umsätze erwarten, zugenommen. Auch die weiteren Zukunftsfragen, wie die nach Gewinn oder Kundenzahl, werden eher vorsichtig beantwortet. Die Konjunkturerwartungen sind im Schuhhandel gedämpft. Eine gute Entwicklung erwarten nur 8 Prozent, mittelmäßig antworten jedoch 54 Prozent. 09/06 Peter Skop

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