Schuhmarkt

Preise steigen im zweiten Halbjahr

Industrie und Handel erwarten steigende Umsätze im vierten Quartal. Preissteigerungen über die Mehrwertsteuererhöhung hinaus sind zu erwarten. 09/06 Peter Skop

Im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung wird es schon im zweiten Halbjahr 2006 zu Preiserhöhungen kommen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Sempora Consulting, Bad Homburg.

Das Managementberatungsunternehmen befragte branchenübergreifend 168 Entscheider aus Industrie und Handel. Dabei waren 64 Prozent der befragten Händler und 53 Prozent der befragten Lieferanten der Ansicht, dass Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt würden.

Dass dies erst zum 1. Januar 2007 geschehen wird, glauben 27 Prozent der Händler und 37 Prozent der Lieferanten. 83 Prozent aller Befragten glauben, dass die Einzelhandelsumsätze im letzten Quartal steigen und 81 Prozent vermuten, dass sie im ersten Quartal 2007 sinken werden. Die überwältigende Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass die Preise steigen werden, nur 10 Prozent glauben, dass die Endverbraucherpreise konstant bleiben.

Immerhin 30 Prozent denken, dass sie sogar überproportional zur Mehrwertsteuererhöhung steigen werden, 46 Prozent nehmen an, dass sie nur unterproportional steigen. 55 Prozent des Handels glauben, dass die drei Prozentpunkte teilweise, 32 Prozent dass sie ganz an die Verbraucher weitergegeben werden. Bei der Frage nach der Verteilung der Mehrbelastung könnte es zu einem heftigem Preispoker zwischen Handel und Industrie kommen, so die Sempora-Forscher. Während 64 Prozent der Händler bessere Konditionen in den Jahresgesprächen durchsetzen wollen und zur Durchsetzung auch an Auslistungen denken, sagen 68 Prozent der Hersteller, dass sie keine Preisabsenkung beabsichtigen.

 

„Nur wenn es gelingt, dem Endverbraucher zusätzlichen Produktnutzen zu bieten, wird dieser nicht mit Kaufzurückhaltung auf die Preiserhöhung reagieren“, meint Thomas J. Golly, Managing Partner bei Sempora. Neben der Kommunikation dieses Mehrwertes gehöre es zu den Aufgaben von Handel und Industrie, ein leistungsfähiges Preispunktmanagment zu entwickeln, das die Preisschwellen der Konsumenten berücksichtigt. 09/06 Peter Skop

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