Schuhmarkt

Handel wartet auf Durchbruch - Der Markt in den Regionen 01.04 – 11.04.06

Die Konsumlaune der Verbraucher ist nach wie vor verhalten. Ein Großteil der Händler in den Berichtsregionen berichtete von zufriedenstellenden Umsätzen. 09/06

Die Konsumlaune der Verbraucher ist nach wie vor verhalten. Ein Großteil der Händler in den Berichtsregionen berichtete von zufriedenstellenden Umsätzen. Doch der große Kaufrausch lässt noch auf sich warten. Instabile Wetterverhältnisse machten vielen Geschäftsleuten einen Strich durch die Rechnung. Guten Absatz bei den Damen fanden Westerntypen sowohl als Stiefel als auch als Sabots. Bei den Farben hatte Rosé klar die Nase vorn. Aber auch Grün und Orange fanden ihre Liebhaberinnen.Bremen Die Bremer haben sich auf ein Pari hochgearbeitet. Auch wenn keine Euphorie aufkommt, Hoffnung besteht weiterhin. Herbstliches Wetter in der Hansestadt ermuntert allerdings nicht zum Frühlings-Shopping. Die Vorgaben des vergangenen Aprils seien in keiner Weise mehr zu erreichen. Während die Händler auf den Durchbruch warten, müssen sie sich mit Gelegenheitskäufen ihrer Kunden zufrieden geben. Von allem wurde allerdings zu wenig verkauft. Die Damen guckten mal hier mal da, nahmen mal eine helle Pantolette, mal eine dunkle Stiefelette mit. Flach, sportlich, bequem lautete die Devise. Die Abverkäufe spiegelten das Aprilwetter wider: Geht ein wetterfester Stadtstiefel über den Verkaufstresen, dann kann auch schon kurz darauf eine sommerliche Sandalette folgen. Bei der neuen Mode waren helle Farben wie Rosé oder Bleu beliebt. Chic und Galanterie sind kein Thema. Trends sind bei diesem Auf und Ab nicht auszumachen. Die Herren bleiben ihren aktuellen Qualitätsansprüchen treu und erwerben auch höherwertige Ware, wenn die Passform stimmt. Im Kinderschuhgeschäft ist der Abverkauf wieder deutlich rückläufig. Kinderhalbschuhe und Sandalen wurden in einigen Häusern „erschreckend wenig“ abgesetzt. ib Niedersachsen Die Umsätze hielten sich auf dem guten Niveau der letzten Märztage. Obwohl das Wetter immer noch nicht mitspielte, brachte der Beginn der Osterferien einen leichten Aufschwung. Die guten Vorgaben der ersten zehn Apriltage im vergangenen Jahr wurden jedoch nicht erreicht. Die verhaltenen Ansätze in den Damenabteilungen setzten sich fort. Übergangsware war eigentlich in der gesamten Breite gefragt. Die Verkaufszahlen von Mokassins, Sportslippern, schwarzen Pumps, Trotteurs und Ballerinen blieben konstant. Das galt auch für Western, wobei sich Ausführungen in helleren Farbkombinationen immer stärker durchsetzten. Die Nachfrage bei Sabots und Slings hat sich leicht verstärkt. Die Verkäufe bei Pantoletten und Sandaletten litten immer noch unter dem Wetter. Als auffälligste Farbe zeigte sich Rosé. Das recht schwache Herrengeschäft setzte sich leider fort. Bei Sneakertypen in Kombinationen mit Beige und Braun als Grundfarben und bei Mokassins in Blau und Brauntönen war wenigstens etwas Bewegung. Das galt ebenso für Skater, wobei lediglich konsumige Modelle gefragt waren. Pantoletten war stärker gefragt als Sandaletten. Bei Kinderschuhen war man eigentlich nur mit dem Verlauf bei den Großkindern zufrieden. Hier wurden Ballerinen und Sneaker für Mädchen sowie sportliche Schnürer für Jungen in Kombinationen recht ordentlich verkauft. Im Kleinkinderbereich kam man nicht einmal annähernd in die Nähe der Vorjahreszahlen. Lediglich mit Lauflernartikeln wurden brauchbare Umsätze erzielt. giRuhrgebiet Nicht überall wurde die Märzvorlage des Vorjahres erreicht, wo doch, dann denkbar knapp. Der April wurde witterungsmäßig seinem Namen bisher weitgehend gerecht: Frühlingswetter konnte sich nicht über Tage durchsetzen. Wo der 2. April ein „verkaufs– offener Sonntag“ war, stimmte die Besucherfrequenz in den Zentren, doch der Schuhhandel war mit dem Umsatz nur bedingt zufrieden. Zumal vielerorts dann die erste Aprilwoche ruhiger verlief. In der Karwoche startete Görtz in ausgewählten Filialen auch im Ruhrgebiet eine „Saisonaktion vom 11. bis einschließlich 18. April“ mit dem Schwerpunkt Damenschuhe der Marke Clifton International. Hauptpreislage bei Mokassinslippern, Ballerinen, Sling sowie junger Galanterie war 29,95. Euro. Für Herren standen Sneaker und Turnschuhtypen, vorwiegend zu 34,95 Euro, im Vordergrund. Hauptumsatzträger blieb die Damenabteilung, wo für junge Kundinnen vermehrt Ballerinen und jungendliche Pumps mit niedrigen Absätzen in Ocean und Schwarz für die Konfirmation abflossen. Doch in erster Linie ging es weiterhin um weiße und pastellfarbige Velourslipper sowie Ballerinas. Beigetöne liefen mit und im Galanteriebereich auch Pumps, dagegen kaum sommerliche Artikel. Die Umsätze in der Herrenabteilung überzeugten nicht. Auch sonntags war das Kundenaufkommen eher mäßig. Sneaker blieben gefragt, Sportschuhe namhafter Marken kamen dagegen unterschiedlich an. Sonstiges sportives Schuhwerk sollte für die jungen Käufer kräftigere Farben oder Farbkombinationen haben. Bei Kinderschuhen war die Situation unterschiedlich. Bei Fußmessaktionen holten Lauflernmodelle auf, dann wieder quer durchs Angebot Kommunionschuhe für Mädchen und Slipper in Trendfarben. Knaben schienen weniger Bedarf zu haben und dann vorrangig an Modellen im Turnschuhlook. Aber auch die erste Osterreisewelle zeigte in dieser Abteilung Wirkung. Vielfach hatte sich der Handel jedoch mehr erhofft. hl Stuttgart Mit den erzielten Ergebnissen konnten die Händler zufrieden sein, die Abschlusszahlen für den Monat März glichen in den meisten Fällen den letztjährigen. Zudem gab es die lange Verkaufsnacht bis 24 Uhr in der Stuttgarter City, die auf große Begeisterung bei den Kunden stieß. Aber auch die Geschäfte in den großen Kreisstädten konnten mithalten und meldeten ebenfalls erfreulich gute Umsätze. Voraussetzung war allerdings ein umfassend modisches Angebot. Sportive Modelle kamen im Damenbereich gut an, Sneaker lagen überall richtig, hauptsächlich in Naturtönen. In diesem Bereich kamen auch Ballerinas, oftmals mit Riemchen, zum Zuge, Glatt- und Veloursleder lagen gleichauf. Überhaupt hatten flache Modelle gute Chancen, Mokassins und Slipper mit interessanten Noppensohlen konnten überzeugen, wobei Velours den Ton angab in den Farben Natur, Rosé und Weiß. Leichte Sandaletten waren gefragt mit Keilabsätzen in Natur, Weiß und Schwarz. Im eleganten Bereich dominierten Sling-Pumps mit Schleifen und anderen Applikationen, auch Western-Stiefel waren gefragt, Trotteurs im Western-Stil wurden beachtet. Die Herren waren noch etwas zurückhaltender, legten sich aber auf sportive Modelle fest. Schnürer, Slipper, stark in Velours, brachten die notwendigen Umsätze. Stark lagen Sneaker in Natur, Beige und auch kombiniert mit Orange und Grün. Klassiker fanden Gefallen in Schwarz, Braun und Cognac. Bei den Kindern gab es unterschiedliche Ergebnisse. Für Jungen wurden kräftige Halbschuhe gekauft. Die Mädchen suchten Ballerinas in Pastelltönen, auch turnschuhähnliche Typen, ebenfalls in Pastelltönen, überzeugten. Leichte Mokassins in Weiß konnten Erfolge verbuchen. tz Sachsen/Thüringen Einen Vorteil hatte die kühle Witterung für den Fachhandel doch: Die Verbraucher sind nicht gleich vom Stiefel in die Sandale gestiegen. Es konnte wenigstens noch einiges an Übergangsware abgesetzt werden. Jedoch verhinderten Temperaturen unter zehn Grad die ersehnte Frühlings-Kauflaune. Wenn es im Berichtszeitraum mit Blick auf den Umsatz positive Impulse gab, dann war das der kalendarische Saisonfortschritt und das bevorstehende Osterfest mit anschließender Schulferienwoche. Das spürten insbesondere gut sortierte inhabergeführte Händler mit Markenware: „Bei unseren qualitäts- und modebewussten Kunden scheint der Knoten geplatzt.“ Im Damenschuhbereich ging mehr Übergangsals Sommerware über die Ladentheke: Sportive Halbschuhmodelle, Schnürer und Slipper, weiße Sommer- und Westernstiefel, Chukks in knallig bunt und – von älteren Kundinnen gesucht – dezent-farbige Halbschuhe im Komfort- bzw. Bequemschuhbereich. Offene Ware verkaufte sich nur mäßig. Im Herrenschuhbereich ging Sommerware noch viel zögerlicher, darunter sportliche Pantoletten. Auf nennenswerte Anteile brachten es Halbschuhe im sportiven Look, wobei sich die Männer vielfach zu Farbe bekannten: Sneakermodelle in Beige/Braun-Kombination, auch mit Rot, Blau und Grün und im Materialmix aus Fettleder und Nubuk. Es waren vor allem die Discounter, die das Kinderschuhgeschäft „schon voll im Gange“ sahe. Als halbe/halbe bezeichnete man dort die Anteile Halbschuhe und Sandalen im Lauflernbereich. Halbschuhe im Turnschuh- Look und kräftigen Farben setzten bei Großkindern genauso wie Marken-Sportschuhe die auffälligsten Akzente. pl Berlin Eine Gesamteinschätzung für den Berliner Raum fiel diesmal schwer. Die befristete Rabattaktion eines großen Filialunternehmens führte zu einer veränderten Marktsituation. Während es in den dortigen Geschäften brummte, ließ die Nachfrage woanders sehr zu wünschen übrig. Bei den Damen punkteten flache Modelltypen. Ballerinas, mit oder ohne Spannriemchen, interessierten häufig in Weiß, manchmal abgesetzt mit bunten Farbtupfern. Mokassins, von Oliv über Khaki bis Schoko, blieben eine wichtige Warengruppe. Ethnothemen, entweder mit Zierstickereien oder mit Glitzereffekten, kamen an. Von Bedeutung bei allen trotteurigen Modellen waren Spangen oder Schleifen. Pumps gingen oft als Slings. Dabei hielten sich verkürzte Leisten mit verrundeter Front und verlängte Leisten mit Karrespitze die Waage. Queeny-Absätze zwischen 20 und 30 Millimeter hatten die meisten Auftritte. Das Westernthema, entweder als Stiefel oder neuerdings als Sabot, verdiente Beachtung. Bei den Herren behielten die sportiven Modelle wieder einmal die Oberhand. City-Sneaker konnten nicht nur das junge Publikum, sondern auch Best-Ager überzeugen. Material- und Farbkombinationen waren das dominierende Thema. Velours, Nubuk oder textile Einarbeitungen präsentierten sich gern im Mix und in Braun- oder Grautönen. Als farbliche Abstufungen fanden Orange oder Olivgrün Verwendung. Mokassins in uni, mit gesteppten Nähten betont, gewannen an Bedeutung. Lederklassiker verkauften sich in verlängten Leisten und mit Karree, Braunnuancen wurden bevorzugt. Bei den Kids kam langsam Bewegung in den Sandalettenbereich. Für die Jungen durfte es ein sportlicher Typ, gern in dunklem Blau und mit auffälligen Klettverschlüssen, sein. Mädchen mussten sich an Rosé oder auch Pink halten. sk Nürnberg Sehr durchwachsen verlief das Geschäft zum Monatswechsel vom März in den April. Auf einen Tag mit guten Umsätzen folgte sofort einer mit schlechten und umgekehrt. Zudem war kein eindeutiger Trend auszumachen, was die Kunden nun wirklich kaufen wollten. Bestes Beispiel dafür waren die Damen. Sie kauften querbeet durchs Sortiment ein – von geschlossener Übergangsware und Trotteurs mit Absätzen über Modelle im Sneaker-Look in Rosé, Bleu, Grün und Orange bis zu Sandaletten mit Glitzer und Pantoletten im Ethno-Stil mit Keilabsätzen und Bastdekors in mittleren bis dunklen Brauntönen sowie Beige. Die Herren griffen zum einen zu den modischaktuellen Sneaker-Typen mit kräftigen Farben, darunter Grün und Gelb, Slippern und Mokassins. Zum anderen gingen aber auch die Klassiker im Straßenschuhbereich in edlen Brauntönen und in Schwarz. Bei den Kindern bot sich ein ähnliches Bild. Gekauft wurden sportliche Halbschuhe in Sneaker- oder Turnschuh-Optik, allerdings auch schon die ersten Sandaletten. Während sich die Mädels bei ihrer Wahl an der Damenmode orientierten und zu Modellen in floralen Farben wie Rosé griffen, bevorzugten die Jungs dagegen Ausführungen in Blau, Natur und Braun, die durchaus farblich abgesetzt mit Gelb, Grün oder Orange sein durften. ng München Die Umsätze waren in der 14. Woche recht gut. Weiterhin sind der Freitag und Samstag verkaufsstarke Tage. In der 15. Woche brach der Umsatz infolge des schlechten Wetters stark ein. Daher gingen bei Damen, Herren und Kindern Gummistiefel in allen Varianten gut, sowie festere Schnürer oder Walking- Schuhe mit Tex-Ausstattung. Bei den Damen sind sportive Sneaker umsatzstark, gut verkauft werden auch Textil-Leder-Mischungen. Mokassin-Slipper mit Noppensohle und Ziernähten sind beliebt. Auch schmale Schnürer im Budapester-Look sind frühjahrstauglich. Bei jungen Kundinnen kommen Stiefeletten, halbhoch oder als Sabot im Western-Look gut an. Als Farben sind hier Beige- und Brauntöne sowie Weiß ganz stark. Zudem sind Ballerinas mit Gummisohle, sportiv oder elegant, verkaufsstark. Bei den Herren ist gummisohlige Ware beliebt, besonders im Businessbereich. Modische jüngere Kunden greifen zu Football/Soccer-Typen mit angedeuteter Stollensohle in Weiß oder Beige. Auch weiße Slipper sind bei ihnen beliebt sowie schmale lang gezogene Slipper in Kroko-Optik. Slipper haben zugelegt und erreichen zum Teil einen Anteil von 20 Prozent. Gut gehen auch klassische Business- Schuhe, hier hat der Braunanteil etwa 40 Prozent erreicht. Bei den atmungsaktiven Schnürern sind einige Modelle bereits abverkauft. Auch Mokassintypen sind beliebt. Weiterhin sind Cowboystiefel im Trend, auch im hochwertigen Bereich und als Stiefelette. Bei Kindern waren im Berichtszeitraum vor allem Übergangsschuhe gefragt sowie Gummistiefel. Im Lauflernbereich mit Klettverschluss und Gummisohle, bei Mädchen dunkleres Rot, Rosé und Braun und Beige. Auch sind Mokassins im Lauflernbereich beliebt von Beige bis Dunkelblau. Bei Jungen sind Blau und Braun sowie Khaki gefragt. Für größere Mädchen werden Ballerinas gekauft, auch gerne sportivere Modelle mit Riemchen. Jungen wollen Sportschuhe, hier sind vor allem modische Varianten und Soccer-Typen von Markenherstellern gefragt. afs Rhein-Main Etwas zufriedener war man jetzt schon, obwohl die getätigten Umsätze immer noch kein Anlass zur Freude sind. Die Frühjahrskaufstimmung will sich ohne das dazu passende Wetter einfach nicht einstellen. Bei den Damen ging es einmal mehr quer durch das Sortiment mit Schwerpunkt auf Mokassins aus Veloursleder. Hier waren auch Pastelltöne gefragt, während bei Trotteurs und Slingpumps Natur- und Brauntöne dominierten. Die Absatzhöhe sollte nach Möglichkeit nicht höher als 45 Millimeter sein. Wieder stärker im Verkauf waren jetzt auch Ballerinen von der klassischen Form mit kleinem Schleifchen über Glitzerapplikationen bis zu Mehrfachriemchen. Richtig farbig durfte es bei Sneakern und Turnschuhtypen sein, während bei den verkauften Sandaletten und Pantoletten wieder die hellen ruhigen Naturfarben angesagt waren. Aus den Herrenabteilungen gab es nichts Neues. Dass auch bei den Männern Farben eine Chance haben, konnte man bei den verkauften Sneakern und Turnschuhen sehen. Selbst sehr kräftige Farben waren hier nicht hinderlich. In den Kinderschuhabteilungen war es ebenso sehr ruhig. Wieder waren es natürlich Sneaker und Turnschuhe, die die Umsätze retteten. Daneben verkauften sich feste Halbschuhe mit Klettverschluss, sowie für die Mädchen noch Ballerinen und Mokkassins. Hier waren Rosé, Rot oder Glitzer gefragt, die Knaben blieben bei Schwarz, Braun und Natur. 09/06

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