Schuhmarkt

GDS-Neuplatzierung löst Unruhe aus

Die Messegesellschaft will die Schuhmesse GDS in die Hallen 1 bis 9 verlagern. Die deutsche Schuhindustrie spricht sich dagegen aus, wird sich aber wohl arrangieren. 19.09.07 Peter Skop

Die Ankündigung der Messe Düsseldorf, vertreten durch GDS-Projektleiterin Kirstin Deutelmoser, die GDS im September nächsten Jahres in den Hallen 1 bis 8 der Messe Düsseldorf stattfinden zu lassen, löste unter den Ausstellern Unruhe aus. Beide Seiten beschreiben den Ablauf der Beschlussfassung unterschiedlich.

So war der Verkündung während der GDS-Pressekonferenz am vergangenen Freitag zwei Wochen zuvor eine Messebeiratssitzung vorausgegangen, auf der die Pläne laut Deutelmoser abgesegnet wurden – auch vom Vertreter des Hauptverbandes der Deutschen Schuhindustrie. Wie der Vorsitzende des Verbandes, Ralph Rieker, erklärte, schien der Beschluss aber zu dieser Zeit bereits festzustehen. Bei einem Treffen am GDS-Sonntag setzten sich zahlreiche Branchengrößen und die Messe zusammen, um die Argumente auszutauschen. „Die Interessenvertreter der deutschen Schuhindustrie wurden nicht überzeugt“, sagte Rieker. Der Verband werde auch noch einmal schriftlich festhalten, „dass wir nicht einverstanden sind.“ „Ich sehe die Notwendigkeit, bin aber nicht glücklich damit“, so Rieker weiter.

So zeigten sich die Großaussteller der kurz vor der GDS stattfindenden Messe Caravan unflexibel, die vom 30.8. bis 7.9.2008 stattfinden soll. Deren Zeitbedarf für den Abbau von mindestens zwei Tagen und die notwendige Aufbauzeit einiger großer Schuhanbieter wie Gabor oder Wortmann von mehr als zwei Tagen kollidieren bei einem GDS-Messebeginn am 12.9.2008. Die Messe will jedoch an diesem Termin und an der Laufzeit festhalten. Kirstin Deutelmoser begründete den Termin mit der notwendigen Nähe zur Micam. Die Laufzeit Freitag bis Sonntag habe sich bewährt und solle beibehalten werden.

„Dies ist nur zu machen, wenn die GDS in anderen Hallen stattfindet“, so Deutelmoser. Zudem hätte man sowieso umstrukturieren müssen: Die Halle 9 platze aus allen Nähten, und auch der Bereich Young Fashion, der jetzt in der Halle 14 untergebracht ist, müsse neu geordnet werden. Dass ein solcher Umzug keine Begeisterung auslöst ist ihr klar, aber „Wir machen noch einmal einen großen Wurf“, sagt sie.

In den letzten Jahren hatte die Messe zahlreiche Umstrukturierungen hinter sich gebracht. Rieker sieht bei der Neuaufteilung die Gefahr, dass die Besucher, die überwiegend über den Eingang Nord kommen, zunächst in Halle 8 anfangen, wo die internationalen Basics ausgestellt werden sollen, und am Ende kaum noch einer die Halle 1 erreicht, die dann für Aussteller unattraktiv würde. Als besonders attraktive Ausstellungsfläche gelte die Halle 6, in die möglicherweise alle namhaften Hersteller drängen könnten. Kleinere Aussteller seien dann geografisch nicht so gut mit ihnen verbunden wie vorher.

Schließlich hat Rieker auch die Fachhändler und deren engen Zeitplan beim Besuch der Messe im Blick. Die Messe setzt zur Problemlösung auf Gespräche und langfristige Planung. „Wir arbeiten eng mit dem Verband zusammen“, so Deutelmoser. Und auch Rieker war es „wichtig, dass wir in breitem Rahmen miteinander geredet haben“. 19.09.07 Peter Skop

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