Schuhmarkt

Gabor baut in Spittal ab

Das Rosenheimer Unternehmen Gabor Shoes AG wird seine Kapazitäten am Standort Spittal per Mitte November kürzen. 19.09.06 Peter Skop

Das Rosenheimer Unternehmen Gabor Shoes AG wird seine Kapazitäten am Standort Spittal per Mitte November kürzen.

Von den derzeit 510 Mitarbeitern werden 170 freigestellt. Gabor zieht damit die Konsequenz aus der Nachfrageverschiebung auf lohnintensive Modelle. Dies verkündete Achim Gabor, Vorstandsvorsitzender der deutschen Muttergesellschaft, auf der Aufsichtsratssitzung am 19. September in Spittal.

Die Mitarbeiter wurden nach der Mittagspause auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung informiert. Lohnintensive Modelle seien mit österreichischen Kosten nicht mehr zu marktgerechten Preisen herzustellen, so der Vorstandsvorsitzende. Zur Ergebnissicherung und um sich wettbewerbsfähig weiter zu entwickeln, müsse man die Produktion stärker auf die kostengünstigeren Standorte des Unternehmens konzentrieren. Die Bedingungen der Absatzmärkte hätten sich drastisch verschärft. Von Gabor gewohnte Qualitäten stünden unter hohem Preisdruck. Hinzu komme, dass die Kostenschere durch gestiegene Leder- und Rohstoffpreise, insbesondere bei rohölabhängigen Komponenten, immer weiter auseinanderklaffe.

Für die Zukunft des Unternehmens, so Achim Gabor, bedeute diese Maßnahme zwar einen sehr schmerzlichen, aber zwingend notwendigen Entschluss. Das Werk Spittal fertigt derzeit rund 6.000 Paar arbeitstäglich und sorgt für die gesamte Musterbereitstellung. Als Kompetenzzentrum bündelt es produktionsvorbereitende Aufgaben unter einem Dach. Für die von der Freistellung betroffenen Mitarbeiter werden zusammen mit dem Betriebsrat sozialverträgliche Lösungen angestrebt. Härtefälle sollen weitgehend vermieden werden, teilt Gabor mit. 19.09.06 Peter Skop

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