Schuhmarkt

Quick Schuh wächst deutlich

Die Quick Schuh kann auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken. Sowohl die Außenumsätze als auch der Umsatz der Systemzentrale in Mainhausen waren beachtlich gestiegen. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Geschäftsführer Jochen F. Obrecht den Konzeptrelaunch. 18.06.08 Peter Skop

Die Quick Schuh kann auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken. Sowohl die Außenumsätze als auch der Umsatz der Systemzentrale in Mainhausen waren beachtlich gestiegen. Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Geschäftsführer Jochen F. Obrecht den Konzeptrelaunch.

Die Regularien waren schnell abgehakt: Die Abstimmungen zu den Tagesordnungspunkten Gewinnverteilung, Geschäftsführer- und Aufsichtsratsentlastung, Wiederwahl der beiden Aufsichtsräte, die zu dieser Quick-Schuh-Gesellschafterversammlung turnusmäßig ihren Dienst beendet hatten, gingen ohne Gegenstimmen über die Bühne. Nach der Ehrung der Jubilare wäre die Versammlung nach etwas über einer Stunde beendet – Kurzzeitrekord knapp verfehlt, berichteten Kenner.

Was hätte die Quicker auch großartig aufhalten sollen, nachdem der Geschäftsführer der Quick Schuh Handelsgesellschaft mbH & Co. KG einen überaus positiven Geschäftsbericht abgeliefert hatte. Auf dem geschäftlichen Feld wurden zahlreiche Rekorde aufgestellt, und dies dürfte den Gesellschaftern allemal lieber gewesen sein, als Wettrennen gegen die Zeit. Die Umsatzhürde von 140 Mio. Euro bei den Außenumsätzen wurde 2007 erstmals überwunden, was einer Steigerung von 4,9% entspricht. Selbst wenn die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung berücksichtigt wird, zeigte sich Obrecht mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden. Die bevorstehende Unternehmenssteuerereform im Blick, beklagte er allerdings die mangelnde Planungssicherheit durch die Politik.

Auch die Systemzentrale steigerte ihren Umsatz, und zwar um satte 30% von 2,7 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro. Das Erschließen neuer Geschäftsfelder und ein erweitertes Dienstleistungspaket für die Franchisenehmer (gleichzeitig Kommanditisten) haben dieses Plus ermöglicht. Positive Auswirkung hatte dies auch auf das Ergebnis der Handelsgesellschaft, das um 16% auf 183 000 Euro stieg. Die Eigenkapitalquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 64,4%. Ebenfalls erfreulich stellt sich für Quick Schuh die Flächenentwicklung dar. Knapp 2600 qm wurden geschlossen, mehr als 8200 qm dafür eröffnet. Wobei in dieser Zahl auch Umzüge in dann größere Outlets enthalten sind. Auch umsatzseitig stehen einem Umsatzverlust von rund 3 Mio. Euro durch Schließungen ein Umsatzgewinn von 8,5 Mio. Euro durch Eröffnungen gegenüber. 170 Kommanditisten führten 2007 373 Verkaufsstellen. Für das Förderprogramm „CI 2008“ wurden 200 000 Euro zusätzlich aufgelegt, um Quick-Schuh-Häuser auf Vordermann zu bringen.

Konzeptrelaunch bewährt sich

Als wesentlichen Grund für den Erfolg der Quick Schuh sieht Obrecht den erfolgten Konzeptrelaunch. Die Warenversorgung wurde selbst organisiert und das Ziel, den Konzentrationsgrad zu erhöhen, erreicht. Allein in der Kollektion I erzielte man ein Umsatzplus von 68% und ein Paarzahlplus von 51%. In diesem Erfolg liegt auch die Ursache für höhere Personalaufwendungen, da es nicht ausreichte, dass „zeitweise die gesamte Mannschaft im Warenbereich tätig“ war – man brauchte neue Leute. Neue ZR-Verträge mit Lieferanten im Markt wurden geschlossen und die Eingangskalkulation häufig verbessert. Auch die Durchschnittspreise gingen nach oben, was auch mit dem Markenkonzept zu tun hat. Rieker, Esprit, s.Oliver, Kangaroos und Birkenstock haben den Anfang gemacht, Adidas und Puma konnten hinzugewonnen werden. „An einen weiteren Ausbau der Marken ist aber nicht gedacht“, so Obrecht.

Kulinarisch ins Mittelalter

Während in Berlin drückende Hitze herrschte, machten es sich die Quicker bei angenehmer Temeratur im Restaurantkeller der Spandauer Zitadelle, einer Festung, die ihre Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückführen kann bequem. Begleitet von Bänkelsängermusik ging es fast mittelalterlich zu. Als Besteck wurde lediglich ein scharfes spitzes Messer gereicht, was bei der „Suppe von Wildtieren“ dem einen oder anderen ein wenig Probleme bereitete. Aber die roten Lätzchen, die zu Anfang jedem Gast umgehängt wurden, verhinderten das Schlimmste – und Krawatten hatte sowieso keiner dabei. 18.06.08 Peter Skop

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