Schuhmarkt

SMI April: Optimismus trotz schlechter Umsätze

Der SchuhMarkt-Index hat im April kräftig zugelegt. Doch bei den Umsatzentwicklungen zeigt sich ein katastrophales Bild in der Branche. 11/06 Peter Skop

Der SchuhMarkt-Index hat im April kräftig zugelegt. Doch bei den Umsatzentwicklungen zeigt sich ein katastrophales Bild in der Branche.

 

Im April ist der SchuhMarkt-Index gegenüber dem März um mehr als 13 Punkte gestiegen. Er erreichte in Gesamtdeutschland fast 89 Punkte (Vormonat 75), im Westen etwa 91 Punkte und im Osten 79. Doch scheint dies eher damit zusammenzuhängen, dass sich die befragten Schuhfacheinzelhändler eine weitere Verschlechterung gar nicht mehr vorstellen können. Jedenfalls bietet die Statistik der Umsatzveränderungen ein geradezu trostloses Bild. Wie die BBE-Unternehmensberatung, Köln, die monatlich im Auftrag des SchuhMarkts die Stimmung im Schuhhandel misst, dokumentiert, hatten insgesamt 71 Prozent der Befragten weniger Erlöse in der Kasse als noch vor Jahresfrist.

42 von Hundert sagten, es seien über zehn Prozent Minus gewesen. Nach Ost und West differenziert ergibt sich ein nur minimal besser getöntes Bild für Ost: bei 44 Prozent der Schuhändler im Westen und 35 Prozent im Osten lag das Minus bei mehr als 10 Prozent. Schmal ist die Basis derer, die mit in etwa gleichen Umsätzen zufrieden sein mussten, denn immerhin konnten rund 16 Prozent Schuhhändler, ein Umsatzplus verbuchen.

Dennoch wird sowohl die Lage der Branche als auch die des eigenen Unternehmens nicht so schlecht beurteilt, wie die Umsatzveränderungen nahe legen könnten.

Immerhin 15 Prozent sehen die Lage der Branche als gut oder sehr gut an. 24 Prozent bewerten auch die Lage des eigenen Unterrnehmens derart positiv. Im Vormonat lauteten die vergleichbaren Zahlen acht beziehungsweise zwölf Prozent.

Dass es der Branche schlecht oder sehr schlecht geht, denken 29 Prozent (Vormonat: 51 %), dem eigenen Unternehmen 23 Prozent (39 %). Bei den Fragen nach den Entwicklungen in den nächsten sechs Monaten zeigt sich nicht allzuviel Optimismus. Einige Händler mehr als im Vormonat glauben an höhere Umsätze, höhere Kundenzahlen oder höhere Gewinne. Allerdings gibt es jeweils auch einige Prozentpunkte mehr bei der Antwort es werde schlechter.

Immerhin gibt es einen geringen Aufschwung bei den Konjunkturerwartungen: statt auf eine schlechte Konjunktur stellt sich die Branche nun auf mittelmäßige Werte ein. Auch die regionale Arbeitsmarktentwicklun wird leicht positiver eingeschätzt, eine Stimmung, die jedoch nur im Westen zum Tragen kommt. Ostdeutschland bleibt hier sehr pessimistisch. Für beide Landesteile gilt, dass man in Bezug auf die Arbeitslosigkeit mit ein wenig mehr Optimismus in die Zukunft sieht als noch im Vormonat. 11/06 Peter Skop

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