Schuhmarkt

Wahrscheinlichkeit für Zölle steigt

Die Frage, wie es im Antidumping-Verfahren der EU weitergeht, beherrschte die Diskussion unter den Ausstellern in Expo Riva. Für die Importeure unter ihnen geht es um die Frage, mit welchen Preisen man künftig Ware aus China kalkulieren muss. 17.01.06

Die Frage, wie es im Antidumping-Verfahren der EU weitergeht, beherrschte die Diskussion unter den Ausstellern in Expo Riva. Für die Importeure unter ihnen geht es um die Frage, mit welchen Preisen man künftig Ware aus China kalkulieren muss. Wie Philipp F. Urban, Geschäftsführer und Vorstzender des Hauptverbandes der Deutschen Schuhindustrie (HDS), erklärt, würden Zölle ab dem Zeitpunkt der Verzollung erhoben, also erst wenn die Ware in die EU eingeführt wird und lange nachdem sie bestellt wurde.Als „negatives Zeichen“ sieht Urban die Verweigerung des Marktwirtschaftsstatus von 13 chinesischen Schuhexporteuren durch den Antidumping Ausschuss der EU-Kommission. Mit des Siegel „marktwirtschaftlich“ wären die Exporteure von möglichen Antidumping-Maßnahmen der EU nicht betroffen gewesen. Der Antidumping-Ausschuss hatte am 12. Januar getagt und einen entsprechenden Antrag der 13 abgelehnt, weil die Kriterien nicht erfüllt worden seien. Eine weitere Sitzung ist für den 14. Februar geplant, ein Treffen am 24. Januar wurde abgesagt. Sollte am 14. Februar kein Beschluss zustande kommen, müsste es eine Sondersitzung Ende des Monats geben.Urban befürchtet, dass dies auf globale Maßnahmen, sprich Einfuhrzölle, hindeutet. Allerdings liege noch kein Vorschlag vor. Zahlen von 30 Prozent Aufschlag bezeichnete er als reine Gerüchte. Die kurzfristige Erhebung von Strafzöllen, zum Beispiel zu Anfang April, mitten in der Saison, träfe die Anbieter hart. 17.01.06 Peter Skop

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