Schuhmarkt

Sortimentseinteilung nicht zeitgemäß

Die Universität Groningen hat die tatsächliche Größenverteilung bei Schuhen in der Bevölkerung gemessen. Ergebnis: Die Standardsortimente gehören auf den Prüfstand.16.06.08 Peter Skop

Die Universität Groningen hat die tatsächliche Größenverteilung bei Schuhen in der Bevölkerung gemessen. Ergebnis: Die Standardsortimente gehören auf den Prüfstand.

Cornelius Uphoff vom Schuhhaus H. Bockstiegel in Leer hatte es schon lange vermutet und nun durch eine Untersuchung der Universität Groningen bestätigt bekommen: Die Sortimentseinteilung, die von der Schuhindustrie angeboten wird trifft nicht den tatsächlichen Bedarf.

„Ich habe immer am Saisonende an meinem Ausverkaufsangebot gesehen, dass ich zuviele Randgrößen bekam, nur leider hat das niemanden interessiert“, erklärt Uphoff.

Nun ist es, zumindest für den norddeutschen und niederländischen Raum, „amtlich“. Für Damenschuhe fanden die Studenten der Uni heraus: Bei der Sortimentseinteilung 36-41 in der Sortierung 1,2,3,3,2,1 kommt es in den Größen 36 und 37 zu einer deutlichen Überbewertung, während der Kernbereich nachgefragter Größen unterbewertet wird. Bei einer Sortierung 37-42, 1,2,3,3,2,1 sind die Größen 37, 38 und 39 unterbewertet, die Größe 40 und besonders die Größen 41 und 42 überbewertet. Auch im Herrenbereich ergeben sich Unter- und Überversorgungen, die zu Lageranbau führen.

Die Groninger Studenten hatten fast 1000 Füße in Badeanstalten der Region vermessen. Dies, weil in den Wintermonaten, als die Untersuchung stattfand, die Bereitschaft der Menschen mitzumachen höher war, als bei Befragungen auf Straßen und Plätzen. „Das Ergebnis betrifft natürlich nur die niederländische und norddeutsche Region. Wahrscheinlich müssen die anderen Regionen ihren eigenen Bedarf messen“, so Uphoff. 16.06.08 Peter Skop

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