Schuhmarkt

SMI Mai: Optimisten überwiegen deutlich

Erstmals seit mehreren Monaten ist der SchuhMarkt-Index im Mai über die Grenze von 100 gestiegen. Das bedeutet, dass die Optimisten die Pessimisten überwiegen. Peter Skop

In Westdeutschland gab es einen Anstieg um fast 17 Punkte gegenüber der Aprilbefragung durch die BBE-Unternehmensberatung in Köln auf einen Wert von 105,6. Auch in Ostdeutschland stieg der Wert um gut 17 Punkte, blieb allerdings noch unter der hunderter Marke bei 96,7 Punkten.

Der Schuh- Markt-Index für Gesamtdeutschland steht nun bei 105,6 Punkten. Dabei war die Umsatzentwicklung für die Schuheinzelhändler zum Befragungszeitpunkt alles andere als zufrieden stellend, besser jedoch als im katastrophal zu nennenden April. Meldeten vor einem Monat noch 71 Prozent der Befragten geringere Umsätze als im Vorjahresmonat, so waren dies im Mai noch 53 Prozent.

 

„Nur“ noch ein Viertel beklagt aktuell zehn Prozent weniger in den Kassen, im April waren dies mehr als zwei Fünftel. Über größere Umsätze als im Vorjahresmonat freuten sich hingegen 27 Prozent der befragten Schuhhändler, immerhin elf Prozentpunkte mehr als im April. Vor allem im Osten kann jedoch keine Entwarnung gegeben werden. Auffällig ist die Einschätzung der Lage der Branche. 40 Prozent sagten im Mai, sie sei gut oder sehr gut. Im April mochten dies nur 15 Prozent behaupten. Auf der anderen Seite meinten nur noch 15 Prozent, sie sei schlecht oder sehr schlecht, was im April noch 29 Prozent so sahen.

Ost und West haben sich in ihrem Urteil beinahe angeglichen. Auch die Lage des eigenen Unternehmens wird längst nicht mehr so negativ gesehen wie noch im April, als nur ein knappes Viertel sie mit gut oder sehr gut bewertete.

Der Anteil hat sich nun glatt verdoppelt und 48 Prozent waren im Mai derart positiv gestimmt. Auf der anderen Seite der Bewertung sehen nur noch acht Prozent der befragten Händler die Lage ihres Unternehmens als schlecht an (April: 23 %). Wichtig für einen Klimaindikator wie den SchuhMarkt-Index sind die Aussichten für die Zukunft. Während die Zahl derer, die gleich bleibende Umsätze in den nächsten sechs Monaten erwarten gegenüber dem April gleich geblieben ist, stieg die Zahl derjenigen, die mit höheren Umsätzen rechnen auf 25 von Hundert (April: 17 %) und diejenigen, die geringere Umsätze erwarten sank auf ebenfall 25 Prozent (April: 33 %).

Ostdeutsche Händler sind weniger optimistisch. Kundenzahl, Gewinn oder Ausgabefreudigkeit der Verbraucher werden für das nächste halbe Jahr ebenfalls als günstiger eingeschätzt. Während die Konjunkturentwicklung langsam positiver gesehen wird, bleiben die Erwartungen an die Arbeitsmarktlage eher gedämpft. Peter Skop

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