Schuhmarkt

Keine Kauflust bei den Kunden - Der Markt in den Regionen 27.05. – 08.06.05

Durchwachsen bis negativ – so stellte sich zum Anfang des Monats Juni die Stimmung in den meisten Schuhfachgeschäften dar. 13/06

Durchwachsen bis negativ – so stellte sich zum Anfang des Monats Juni die Stimmung in den meisten Schuhfachgeschäften dar.

Der Grund: Regen und ungemütliche Temperaturen. Da kam weder bei den Damen noch bei den Herren richtige Kauflaune auf. Nach Sommerware wurde nur vereinzelt gezielt gesucht. Stattdessen hielten die großen und kleinen Kunden nach Sneakern und anderen sportlichen Modellen Ausschau. Auch Mokassins erfreuten sich recht guter Nachfrage.

Niedersachsen

Der bestenfalls durchschnittliche Geschäftsverlauf setzte sich leider fort. Die schwachen Vorgaben wurden nicht immer erreicht. Trotzdem brachte der Mai noch ein zweistelliges Plus. Allerdings hatten die Händler nach der sehr guten ersten Monatshälfte mehr erwartet. Immerhin konnten die meisten ihr April-Minus ausgleichen. Die ersten Tage im Juni konnten auch nicht so recht überzeugen. Die Tage nach Pfingsten brachten zwar eine leichte Belebung, die Umsätze konnten jedoch nicht immer erreicht werden.

Die durchwachsene Nachfrage in den Damenabteilungen hielt weiter an. Mit reduzierten Slippern und Schnürern in hellen Farbtönen sowie mit sommerlichen Mokassins wurden recht ordentliche Umsätze gemacht. Bei Sneakern konzentrierte sich die Nachfrage vor allem auf Weiß. Der Betrieb bei Pantoletten und Sandaletten war aufgrund des Wetters eher mäßig. An Dianetten und Esdadrilles zeigten die Damen wenig Interesse. In den Herrenabteilungen blieb es weiterhin sehr ruhig. Es wurde eigentlich querbeet verkauft – allerdings von allem zu wenig.

Mit gelochten oder geflochtenen Slippern sowie Sneakern wurden noch die besten Umsätze erzielt. Sneaker gingen vor allem in hellen Farbnuancen gut. Bei Pantoletten konnten bestenfalls noch Preisartikel als Bios einiges an Umsatz bringen. Bei Kindern wurden sowohl für Mädchen als auch für Jungen weiterhin in erster Linie Sandaletten in der gesamten Angebotsbreite verkauft. Mit Abstrichen galt das auch für Mokassins in Weiß und Rosé für Mädchen sowie für Skater und Turnschuhe für Jungen. gi

Ruhrgebiet

Dem rasanten Maiauftakt folgte in vielen Teilen die Ernüchterung. Zwar war Übergangsware etwas gefragt, allgemein enttäuschten jedoch die Tagesgeschäfte. Wo nach Himmelfahrt die Schulen einen so genannten „Brückentag“ gewährten, war das Besucheraufkommen insbesondere in überdachten Einkaufszentren trotz miesen Wetters recht zufrieden stellend. Die Tagesgeschäfte erfreuten die Schuhhändler jedoch weniger.

Die Damen kauften zwar Übergangsware wie Ballerinas, Mokassins oder Veloursleder in aktuellen Trendfarben. Allerdings sollten diese reduziert sein. Pantoletten, Sabots, Sandaletten und Slingpumps kamen an die vorherigen Verkaufszahlen nicht heran.

Die Herren scheinen ihren aktuellen Bedarf an Sandalen und sonstiger Sommerware weitestgehend gedeckt zu haben. In den Abteilungen herrschte eine große Flaute. Auch die Kinderabteilungen wurden weniger stark als in den Vorwochen frequentiert: Das wenig freundliche Wetter motivierte nicht zum Kauf neuer Sandaletten für Mädchen oder robuster Sandalen für Jungen. In erster Linie wurden Ersatzkäufe getätigt. Besser lief es mit Modellen für Kleinkinder. Hier stand auch der Preis weniger im Vordergrund. hl

Stuttgart

Während der Monat Mai bisher das beste Ergebnis brachte, konnte der Juni die guten Zahlen weiterführen. Das oftmals kühle Wetter hielt die Kunden nicht ab, sich für neues Schuhwerk zu interessieren. Das galt auch in den großen Kreisstädten.

Zunächst fanden noch Slipper und Ballerinen in den Damenabteilungen Gefallen. Der Übergang zu Sandaletten und Pantoletten verstärkte sich spürbar, beachtet wurden dabei Passform und Ausführung. Wichtig waren den Kundinnen auch flexible Gummiböden. Keilabsätze blieben dabei ein Thema. Helle Farben bis Naturtöne hatten die besten Chancen. Pantoletten und auch Sandalen mit Holzböden fanden Interesse. Ausführungen mit vielen Applikationen standen dabei im Vordergrund. Sling-Pumps - meist mit kleineren Absätzen - blieben weiterhin erfolgreich in hellen Farben bis Grün. Auch Schwarz war hier beliebt. Stark liefen Sneaker in Farbkombinationen. Klettverschlüsse kamen hier besonders gut an. Der Bequemschuhbereich brachte gute Umsätze im sportiven Bereich sowie bei Sandalen – sofern die Fußbettung nicht auffällig war.

Schnürer in Budapester-Ausführung fanden weiterhin bei den Herren Gefallen. Schlankere Formen waren wichtig in Schwarz und Natur- bis Brauntönen. Der Umsatz mit Sneakern überzeugte, wobei fast alle angebotenen Farben gefragt waren. Sportive Schnürer mit leichten Gummisohlen und vielfach in Farbkombinationen wie Oliv/Weiß waren gute Umsatzbringer. Auch Leinenschuhe in Marine und Weiß wurden gerne gekauft, allerdings waren hier die Angebote zu gering. Weiterhin überzeugten Trekking-Sandalen und Zehensandalen die männliche Kundschaft. In den Kinderabteilungen lief es besser als in den Vorwochen. Sandalen standen sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen im Vordergrund. Außerdem gingen Ballerinen für die Mädchen und Sneaker für die Jungen. tz

Sachsen/Thüringen

Lust auf Sommerware konnte in Anbetracht der fast schon herbstlichen Temperaturen in den zurückliegenden Wochen kaum ausgemacht werden. „Nicht befriedigend und unter dem Vorjahr“ so der Tenor vieler Händler zur Umsatzsituation. Lediglich einige inhabergeführte Geschäfte konnten das letztjährige Niveau erreichen, wobei hier die Treue der Stammkundschaft eine Rolle gespielt haben dürfte.

Zwar brachte der „Brückentag“ zu Beginn des Berichtzeitraumes vor allem in den Innenstädten und Einkaufszentern die erwartet hohe Frequenz, doch verhinderte auch hier die kühle Witterung gute Umsatzergebnisse. In den Damenabteilungen bestimmten Bedarfskäufe das Bild. Mit Comfortschuhen konnten zufrieden stellende Paarzahlen erreicht werden; und zwar hauptsächlich bei sportiven Slippern mit leichten Böden und gelochten oder geflochtenen Obermaterialien. Beigenuancen waren dabei sehr gefragt. Galanterieanteile konnten durch eine verstärkte Nachfrage an Ballerinen hinzugewinnen. Das Thema „Brazil“ stand hierbei mit Farben wie Natur, Braun und Beige im Vordergrund. Modische Kundinnen kauften unterschiedlichste Sneakertypen, wobei Glitzereffekte, wie zum Beispiel Strassapplikationen, Gefallen fanden.

Die Situation in den Herrenschuhabteilungen wurde von einem Händler treffend auf den Punkt gebracht: „Weiterhin nicht viel los, keinerlei Sommergeschäft.“ Einzig auffallend war weiterhin der Mut zur Farbe. Bei Sneakern spielte Weiß eine immer größere Rolle, häufig kombiniert mit Grün oder Gelb. Nicht so modisch orientierte Kunden griffen, wenn überhaupt, nach leichten sportiven Slippern in geflochtener oder durchbrochener Optik. Beste Chancen im Abverkauf hatten Schuhe im Materialmix aus Nubuk, Nappa und Mesh in hellen Brauntönen oder Beige. Das Kindergeschäft war nach den guten Abverkäufen in den Vorwochen praktisch schon gelaufen. Preisgünstige Ware stand somit im Mittelpunkt, gerade bei Kindersandalen die optisch an die Erwachsenenmode angelehnt sind. os

Bremen

Der aktuelle Berichtszeitraum ergab ein deutlich negatives Endergebnis. Die Umsätze in Bremen blieben im Minus. Das Wetter hat die Stimmung getrübt. Die Zahlen sind rot. Nur kurz durften die Bremer bekanntlich in den ersten zwei Maiwochen aufatmen. Bereits die zweite Maihälfte ergab wieder einen kräftigen Einbruch bei den Verkäufen. Der Start in den Juni verlief ebenfalls unbefriedigend. Zu allem Übel erwiesen sich die wenigen Kunden als schlecht gelaunt und unentschlossen.

Im Damenschuhbereich konnte nur gelegentlich das ein oder andere Paar geschlossene Schuhe verkauft werden. Die Bremerinnen entschieden sich vornehmlich für Modelle in sportlichen Ausführungen. Auch Sneaker waren nach wie vor ein Thema. Optimistinnen entschieden sich trotz des herbstlichen Wetters für Sandalen - allerdings ohne bedeutende modische Akzente. Es kamen einfach zu wenige Kunden in die Läden.

Besonders schlug sich die geringe Kundenfrequenz wieder im Herrenbereich nieder. Außer robusten Halbschuhen ging kaum ein Paar über den Ladentisch. Im Kinderschuhbereich konnten nur einzelne Abverkäufe hauptsächlich von Halbschuhen gemeldet werden. Gelegentlich wagte man sich schon mal an das eine oder andere Sandalenpaar für die kleinen Bremer. Fazit: Die Bremer Händler brauchen dringend wieder Erfolgserlebnisse und Motivation. ib

Rhein-Main

Es bleibt beim „Auf und Ab“ im Schuhhandel. Die Umsätze waren zwar weitgehend zufriedenstellend, es fehlten jedoch weithin Signale, die auf einen konstanten Aufwärtstrend auch in der Schuhbranche hoffen ließen.

Aus den Damenabteilungen wurde nicht viel Neues berichtet. Aufgrund des wechselhaften Wetters konnte bei geschlossener Ware wieder eine bessere Umsatzentwicklung verzeichnet werden. Hochsommerliche Artikel legten im Abverkauf hingegen nicht zu. Keilabsätze waren bei den Damen der absolute Favorit, selbst wenn sie das übliche Limit von 55 Millimeter Höhe überschritten. Die Hauptfarben waren Weiß und Naturtöne, gefolgt von Pastell sowie kräftigen, bunten Sommerfarben. Im Bereich Mokassins und Ballerinen gab es keine neuen Entwicklungen. Hier ist allerdings der saisonale Abverkauf sehr positiv verlaufen. Sneaker und Turnschuhe in Weiß, kombiniert mit allen Farben dieser Saison sorgten einmal mehr für konstante Umsätze bei den Damen.

Der Abverkauf in den Herrenabteilungen war nicht zufriedenstellend. Leichte Herrenslipper mit Lederböden sowie Mokassins aus Veloursleder in hellen Brauntönen liefen jedoch etwas besser als im Vorberichtzeitraum. Für die konstantesten Umsätze sorgten auch bei den Männern Sneaker und Turnschuhe sowie sportive Modelle mit leichten Gummisohlen. Mit dem Verkauf von Sandaletten und Pantoletten waren die Händler insgesamt nicht zufrieden. Nach wie vor Favoriten in den Kinderabteilungen waren Sandalen mit Klettverschluss sowie Sneaker und Turnschuhe. Aufgrund der recht guten Abverkäufe kam es aber gerade hier mancherorts zu Engpässen.

Berlin

Deutlich schlechter als zuvor bewerteten die befragten Händler die Situation im Berichtszeitraum. Das miserable Wetter mit viel Regen und niedrigen Temperaturen wirkte sich negativ auf das Kundenverhalten aus.

Vielleicht gerade weil alle über das Wetter schimpften, sehnte die Damenwelt den Sommer umso mehr herbei. Offene Ware stand im Mittelpunkt des Interesses – allen voran Sandaletten. Diese gefielen besonders mit Keilplateaus, entweder in Bast, Kork, Holz oder mit Leder ummantelt. Dunkle und helle Naturtöne, nicht selten kombiniert mit glitzernden und glänzenden Dekoren, vermittelten ein gewisses Ethno-Feeling. Sling-Pumps zeigten sich dagegen deutlich femininer, wobei Weiß und Pastelltöne dominierten. Verrundete Pumps in mittleren Sprengungen, Mokassins, häufig in Weiß, sowie trendige Sneaker ergänzten das Geschehen in den Damenschuhabteilungen.

Bei den Herren ging es wieder einmal sportlich zu. „Gummibereifung“ war das angesagte Thema. Sportive Cityschuhe besaßen die größten Anteile an den Verkäufen. Bi- oder Tricolor und ebensolcher Materialmix waren dabei die besonderen Merkmale. Trendige Hauptstädter griffen zu Sneakermodellen in Antikfinish. Leichte Mokassintypen verzeichneten ebenfalls noch eine einigermaßen akzeptable Nachfrage. Klassische Lederschuhe hatten es dagegen – abgesehen von vereinzelten Bedarfskäufen – schwer. Wenig Bemerkenswertes gab es in den Kinderschuhabteilungen. Fröhliche, bunte Sandaletten mit dezenten Tier- oder Blumenmotiven suchte man für die Kleinsten. Bei den Teens sollten es eher sportliche Halbschuhe ähnlich den Sneakertypen sein. sk 13/06

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