Schuhmarkt

IfH 13/06 – Erneutes Minus im April

Das Institut für Handelsforschung stellte auch für den April einen rückläufigen Umsatz fest.

Der April verlief im Schuheinzelhandel wieder unbefriedigend. Zwar wurde ein geringerer Umsatzrückgang als im März ausgewiesen, dafür waren aber bereits die Vorgaben aus dem letzten Jahr recht niedrig.

Das Institut für Handelsforschung meldete für den Schuhfachhandel auf der Basis des monatlichen Betriebsvergleichs nominal ein Umsatzminus von sieben Prozent im Vergleich zum vorangegangenen April. Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisveränderungsrate erreicht die reale Umsatzveränderung in der Branche im April einen Rückgang von sechs Prozent, da sich die Preise weiter rückläufig entwickeln.

Der Blick auf die Vorjahresergebnisse zeigt, dass im Vorjahr ein Umsatzrückgang von vier Prozent ermittelt wurde. Unterschiedlich entwickelten sich die Umsätze in den anderen Facheinzelhandelsbranchen im April, was nicht zuletzt mit dem verschobenen Ostertermin zusammenhängt. Hierdurch konnte der Blumenfachhandel zum Beispiel ein deutliches Plus verbuchen.

Bei der Entwicklung ergibt sich für den Schuheinzelhandel weiterhin ein deutlicher Minus-Wert. Dieser bleibt wie im Monat März bei minus sieben Prozent nominal bzw. minus fünf Prozent real.

Im Vorjahr wurde für die Branche zu diesem Zeitpunkt ein Umsatzminus von nominal vier Prozent ausgewiesen. In den Regionen konnte ein durchgängig negativer Trend beobachtet werden, mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Bundesländern. So kamen die Betriebe in Bayern mit minus zwei Prozent noch recht glimpflich davon, während für die neuen Bundesländer mit minus 22 Prozent gegenüber dem Vorjahres-April ein erheblicher Umsatzrückgang errechnet wurde. Allerdings wies dieses Bundesland im vergangenen Jahr eine positive Umsatzentwicklung auf.

Ein Umsatzminus ergab sich auch in Niedersachsen mit minus 13 Prozent. Im Mittelfeld lagen die Schuhfachgeschäfte in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein mit jeweils minus 5 Prozent sowie Hessen/ Rheinland- Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit jeweils minus 6 Prozent gegenüber dem April des letzten Jahres. In der Jahresstaffel liegt Niedersachsen mit minus zwei Prozent vor den anderen Bundesländern.

Das Schlusslicht bilden die Betriebe in den neuen Ländern mit minus zehn Prozent nach vier Monaten. Bei der Auswertung nach Betriebsgrößen wurde im April ebenfalls eine durchgehend negative Tendenz festgestellt. Die stärkste Umsatzeinbuße verbuchten die Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten mit minus 9 Prozent, gefolgt von der Größenklasse 11 bis 20 Beschäftigte mit minus 7 Prozent. Den geringsten Rückgang meldeten die größeren Betriebe, die mit minus ein Prozent fast das Vorjahresniveau erreichten. Entsprechend negativ fällt die Jahresstaffel nach Betriebsgrößen aus. In diesem Zeitraum reichen die Werte von minus 3 Prozent bis zu minus 9 Prozent.

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