Schuhmarkt

Der BBE-Index Schuhe im November: Stimmung sinkt im Herbst

Der Wert des BBE-Index Schuhe ist im November wieder leicht gesunken. Er erreicht deutschlandweit im Schuhfacheinzelhandel nun knapp 78 Punkte, nach 83 im Oktober. 16.12.05

Der Wert des BBE-Index Schuhe ist im November wieder leicht gesunken. Er erreicht deutschlandweit im Schuhfacheinzelhandel nun knapp 78 Punkte, nach 83 im Oktober. Anders als im Vormonat, als der Index im Osten stärker gesunken war als im Westen, verhält es sich im November gerade umgekehrt, so dass West bei knapp 81, Ost bei 67 Punkten stehen. Die Entfernung von den 100 Punkten, ab denen die Optimisten die Pessimisten überwiegen, wächst also wieder. Negative Umsatzveränderungen im Vergleich zum Vorjahresmonat können nicht die alleinige Ursache des Stimmungsabschwungs sein. Zwar erlösten fast die Hälfte der Befragten weniger als im Vorjahr, doch liegt der Wert in etwa auf dem des Vormonats – im Osten hatten prozentual mehr Händler Umsatzeinbußen zu beklagen. Andererseits erzielten mehr Befragte höhere Umsätze als noch bei der Befragung im Vormonat. Immerhin 11 Prozent der West- und 13 Prozent der Ost-Händler erlösten mehr als 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Indexdrückend wirkt sich die gewachsene Zahl derer aus, die sowohl die Lage der Branche als auch die eigene Lage als sehr schlecht bezeichnen. Dies wird auch nicht von der einen oder anderen sich aufhellenden Meinung ausgeglichen. Ebenfalls negativ wirken sich – vor allem im Westen – die so genannten Zukunftsfragen aus. So erwarten mehr Schuhhändler niedrigere Umsätze in den nächsten sechs Monaten als bei der Befragung vor einem Monat. Ähnlich verhält es sich bei der Frage nach der erwarteten Kundenzahl, den Gewinnerwartungen oder der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher. Kaum verändert düster sind die Einschätzungen der zukünftigen Konjunktur – hier hat die neue Regierung wohl keinen Optimismus fördernden Effekt gehabt. Bei der bundesweiten Arbeitsmarktentwicklung ist der Handel letztlich noch pessimistischer als bei der Prognose der regionalen Arbeitsmarktentwicklung: 62 Prozent der Befragten glauben an eine schlechte oder sehr schlechte bundesweite Arbeitsmarktentwicklung, nur 38 Prozent schätzen sie mittelmäßig ein; an eine gute Entwicklung glaubt keiner. Regional betrachtet sagen immerhin 5 von 100 Schuhfachhändlern, dass die Arbeitsmarktentwicklung gut verlaufen wird. 16.12.05 op

Verwandte Themen
GfK Konsumklima Studie deutsche Verbaucher
Konsumklima bleibt freundlich weiter
bevh Umsätze Steigerung Onlinehandel
Onlinehandel steigert erneut Umsatz weiter
Firmenchef Heinrich Deichmann (M.) legte gestern gemeinsam mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (r.) sowie der Auszubildenden Ibanez Kozian (l.) den Grundstein für das neue Bürogebäude.
Deichmann expandiert in Beton weiter
Für 38 Prozent der Händler stellt ein Umtauschzeitraum von zwei Wochen kein Problem dar. Bild: Antonio_Diaz/iStock/Thinkstock
Serviceleistungen stärker betonen weiter
ZUSA Generalversammlung
ZUSA setzt auf Digitalisierung weiter
V.l.: Der Smart Brabus Edition Aspahltgold, Smart Marketing-Leiterin Kirsten Ehrlich und Asphaltgold-Chef Daniel Benz. Bild: Daimler.
Asphaltgold gibt mit Smart Gas weiter