Schuhmarkt

SMI 20/06: SchuhMarkt-Index wieder gestiegen

Die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel ist im August wieder ein gutes Stück nach oben gerückt. Insbesondere in den westlichen Bundesländern überwiegen nun die Optimisten. Peter Skop

Der SchuhMarkt-Index, der die Stimmung im Schuheinzelfachhandel widerspiegelt ist im August wieder gestiegen. Er erreichte bundesweit 100,5 Punkte, was gegenüber der Befragung im Juli eine Steigerung um mehr als 14 Punkte bedeutet.

Sowohl in den westlichen wie auch den östlichen Bundesländern wies der Trend in etwa gleich stark nach oben. Es bleibt jedoch bei einem Unterschied von rund 26 Punkten zwischen den beiden Landesteilen, stellte die BBE-Unternehmensberatung, Köln, fest, die monatlich die Umfrage im Auftrag des SchuhMarktes durchführt.

Betrachtet man die Umsatzveränderungen, so ist festzustellen, dass sich die Westhändler stärker verbessern konnten als die Kollegen im Osten. Während hier 52 Prozent der Befragten von Umsatzsteigerungen im Juli sprachen, gaben dies im Osten nur 13 Prozent an. 61 Prozent mussten dort bei der Augustbefragung Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat eingestehen, nur unwesentlich weniger als bei der Julibefragung.

Die Lage der Branche beurteilen die Händler eindeutig positiver als im Vormonat.

25 Prozent halten sie für schlecht oder sehr schlecht, 58 Prozent für mittelmäßig (Vormonat 50 %) und 18 Prozent für gut oder sehr gut (Vormonat 13 %).

Die eigene Lage wird sogar noch positiver gesehen. Leider gibt es hier einen signifikanten Unterschied zwischen Ost und West: Knapp zwei Fünftel der Ostbefragten, aber nur annähernd ein Fünftel der Westhändler sehen die Lage ihres Unternehmens als schlecht oder sehr schlecht an. Ein Aufwärtstrend ist auch bei den Zukunftsfragen festzustellen. Die Zahl derer, die im nächsten Halbjahr geringere Umsätze und weniger Kunden erwarten ist kräftig gesunken. Höher eingeschätzt wird auch die Ausgabefreudigkeit der Verbraucher in den nächsten sechs Monaten. Möglicherweise spielen hier erwartete Vorzieheffekte der Mehrwertsteuererhöhung eine Rolle.

Auf die Gewinnerwartungen hat dies allerdings nicht so einen starken Einfluss. Die Besserung der Konjunkturaussichten, die durchaus zu verzeichnen ist, drückt sich in einer Verschiebung von „schlecht“ zu „mittelmäßig“ aus. Eine gute Entwicklung sehen bundesweit nur 13 Prozent (Vormonat 11 %). Positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erwarten die Händler kaum. Insbesondere Osthändler scheinen der Ansicht zu sein, dass eventuelle bundesweite Besserungen regional nicht zu Tragen kommen. Peter Skop

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