Schuhmarkt

Schuhhandel ordert zurückhaltend

Der Schuhhandel hält sich bei der Vororder für Frühjahr/Sommer 2006 zurück. Er setzt stärker auf die Nachorder und will einzelne Segmente zumindest einschränken. 20/06 Peter Skop

Der Schuhfacheinzelhandel will seine Vororder für die Frühjahr-/Sommer-Saison 2007 eher einschränken. Dies sagten mehr als drei Viertel der durch die BBE-Unternehmensberatung, Köln, für SchuhMarkt befragten Schuhfacheinzelhändler. Ein Fünftel will die Order gleich halten, keiner der Befragten hatte vor, sie auszuweiten.

Noch stärker als im Westen ist diese Einstellung in den östlichen Bundesländern festzustellen: 83 Prozent schränken ihre Vororder eher ein, 13 Prozent lassen sie gleich wie im Vorjahr. Dafür setzen gut zwei Drittel stärker auf Nachorder und die so genannten NOS-Programme der Hersteller.

Immerhin zwei Fünftel sagen, dass sie generell weniger ordern. Relativ wenige Befragte machen die Mehrwertsteuererhöhung oder zu hohe Lagerbestände in der Vergangenheit für ihre zurückhaltendere Order verantwortlich. Bei der Frage nach der Finanzierung zeigt sich wiederum ein starker Ost-West-Unterschied: 94 Prozent der Westhändler sagen, dass sie den Einkauf wie üblich finanzieren können und keine Schwierigkeiten haben. Dies können jedoch nur 65 Prozent der Ost-Kollegen von sich behaupten. Dort sagen immerhin 22 Prozent, dass die Gewinne im ersten Halbjahr so schlecht waren, dass sie den Neueinkauf nicht decken – im Westen trifft dies nur für vier Prozent der Befragten zu.

13 Prozent der Händler wurde von ihrer Bank die Kreditlinie gekürzt. Insgesamt ist das erste Halbjahr für den ostdeutschen Schuhhandel nicht gut gelaufen. Nur acht Prozent berichten von höheren Umsätzen als im gleichen Vorjahreszeitraum, im Westen gilt dies für 35 Prozent. Während 48 Prozent der Händler im Westen Umsatzverluste vermelden, sind es 56 Prozent im Osten. Die Differenz zwischen beiden Angaben sind diejenigen, die Gleichstand erreichen konnten. Befragt, aus welchen Segmenten die Händler aussteigen oder welche sie zumindest stark einschränken wollen, wurde mit 19 Prozent der Antworten das Kindersortiment genannt. Männer sind für 16 Prozent wohl weniger lukrativ, wobei 26 Prozent der Osthändler sich hier einschränken wollen. 20/06 Peter Skop

 

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