Schuhmarkt

IfH Juli: Nominales Wachtum von fünf Prozent

Die Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel im Juli 2006 ist im Branchenvergleich ganz ordentlich. 20/06

Der Juli brachte dem Schuhfacheinzelhandel einen Umsatzzuwachs. Allerdings reichte dieser nur, um die niedrigen Vorjahreswerte auszugleichen. Gegenüber den Umsatzwerten von Juli 2005 errechnete das Institut für Handelsforschung für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich einen nominalen Umsatzanstieg von vier Prozent.

Dieser Zuwachs erfolgte aber auf der Basis niedriger Vorgaben aus dem letzten Jahr, als für die Branche ein Minus von fünf Prozent ausgewiesen wurde. Bezieht man die vom Statistischen Bundesamt bereitgestellte Preisveränderungsrate für die Branche mit ein, so beträgt die reale Umsatzveränderung im diesjährigen Juli plus fünf Prozent, da sich die Preise unverändert rückläufig entwickeln. Mit der negativen Umsatzentwicklung im Juli zählt der Schuhfachhandel zu den erfolgreicheren Branchen in diesem Monat.

Der Blumenfachhandel und die Sortimentsbuchhändler verfehlten die Vorjahresumsätze, während der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel ein deutliches Plus registrierte. Die Jahresstaffel im Schuhfachhandel hat sich im Juli gegenüber dem Juni leicht verbessert. Das aufgelaufene Umsatzminus für den Zeitraum ab Januar beträgt nun nominal zwei Prozent und real minus ein Prozent. Diesen Wert erreichte die Branche bereits im Vorjahr.

Die Umsatzentwicklung in der Branche im Juli fällt nach Regionen fast durchgängig positiv aus. Ausnahmen hiervon sind die Schuhfachgeschäfte in Schleswig-Holstein, die den Vorjahresumsatz – allerdings auf guter Basis – nicht erreichten.

Besonders die Betriebe in Hessen/Rheinland-Pfalz wiesen mit plus acht Prozent überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen auf, allerdings auf niedriger Vorjahres-Basis. Bayern und Niedersachsen erreichten mit jeweils plus fünf Prozent ebenfalls überdurchschnittliche Werte im Juli.

Die Umsatzentwicklung der Betriebe in Baden-Württemberg entsprach mit plus vier Prozent dem Branchendurchschnitt, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit plus drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Etwas geringer fiel der Umsatzanstieg in den neuen Bundesländern mit plus zwei Prozent aus. Nach sieben Monaten fällt die aufgelaufene Umsatzentwicklung in den meisten Bundesländern weiterhin negativ aus, vor allem in Bayern, Hessen/Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit jeweils minus vier Prozent in diesem Zeitraum.

Ein Plus weisen dagegen die Betriebe in Niedersachsen auf. Die Sortierung nach Betriebsgrößen zeigte im Juli spürbare Unterschiede in den einzelnen Gruppen. Während die kleineren Betriebe mit plus vier Prozent den Branchendurchschnitt erreichten, konnte die Größenklasse der Betriebe mit 11 bis 20 Beschäftigten ein kräftiges Plus verbuchen, allerdings auf niedrigen Vorgaben. Diese Größenklasse erzielt auch nach sieben Monaten ein Plus, während in den anderen nur Umsatzrückgänge ermittelt wurden. 20/06

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