Schuhmarkt

IfH-Betriebsvergleich: Kräftiger Umsatzschub im November

Die Umsätze im Schuheinzelhandel lagen im November des vergangenen Jahres um 10 Prozent über Vorjahr. Über das Jahr liegt damit der Handel leicht unter Pari. 02/06

Die Umsätze im Schuheinzelhandel lagen im November des vergangenen Jahres um 10 Prozent über Vorjahr. Über das Jahr liegt damit der Handel leicht unter Pari. Im November verzeichnete der Schuhfacheinzelhandel einen kräftigen Umsatzschub. Nach mehr oder weniger erfolgreichen Werten in den vorangegangenen Monaten konnte die Branche einen positiven Impuls auch gut gebrauchen. Das Institut für Handelsforschung IfH, Köln, errechnete für den Schuhfacheinzelhandel im Rahmen seines monatlichen Betriebsvergleichs einen nominalen Umsatzzuwachs von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Wert wird verstärkt durch die guten Basisdaten, da schon im November 2004 ein Umsatzanstieg von 18 Prozent erzielt wurde. Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Preisveränderungsrate ergibt sich, dass für die Branche die Umsätze aufgrund des anhaltenden Preisrückgangs real um 11 Prozent über dem Umsatzniveau des letzten Jahres liegen. Die Zahl der Verkaufstage stimmte dabei in beiden Jahren überein. In den ersten elf Monaten des Jahres erreicht der Schuhfachhandel damit ein nominales Minus von 1 Prozent, was einer Verbesserung gegenüber dem Oktober um einen Punkt entspricht. Die preisbereinigte Umsatzentwicklung erreicht nun unveränderte Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die sehr positive Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel fällt besonders im Vergleich mit den anderen Branchen des Facheinzelhandels auf, die teilweise rückläufige Umsätze meldeten, wie beispielsweise der Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel. Kaum Bewegung war dagegen beim Sortimentsbuchhandel sowie bei Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwaren. In den einzelnen Regionen wurden im Schuheinzelhandel im November durchgehend Umsatzzuwächse festgestellt. Mit durchschnittlich plus 15 Prozent (nach plus 25 Prozent im Vorjahr) schnitten die Betriebe in Bayern besonders erfolgreich ab, gefolgt von Baden-Württemberg mit plus 13 Prozent und Schleswig-Holstein mit plus 11 Prozent. Der Branchendurchschnitt von plus 10 Prozent wurde in Nordrhein-Westfalen erreicht. Knapp darunter lagen die Schuhfachgeschäfte in Hessen/ Rheinland-Pfalz mit plus 9 Prozent und den neuen Bundesländern mit plus 8 Prozent. Dagegen erzielten die Betriebe in Niedersachsen nur einen Umsatzanstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahres-November. In den Jahresstaffel rangieren die Betriebe in Schleswig-Holstein und den neuen Bundesländern mit jeweils minus 3 Prozent am Ende der Skala, während Bayern ein leichtes Plus von 1 Prozent aufweist. Nach Betriebsgrößen unterschieden konnten im November vor allem die mittleren und die größeren Betriebe mit einem Plus von 16 Prozent und 12 Prozent stark zulegen. Aber auch in der Größenklasse 6 bis 10 Beschäftigte wurde mit plus 11 Prozent ein guter Wert erzielt. Etwas geringer fielen die Umsatzsteigerungen bei den kleineren Betrieben der Branche mit plus 9 Prozent aus. Auch bei der Jahresstaffel bilden die kleineren Betriebe mit weniger als fünf Mitarbeitern mit minus 2 Prozent das Schlusslicht, während die Betriebe mit 11 bis 20 Mitarbeitern ein Plus von 5 Prozent erzielen. 02/06

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