Schuhmarkt

Brüssels finaler Antidumping-Vorstoß

Die Conféderation Européenne de l’Industrie de la Chaussure (CEC) ruft die europäischen Regierungen zur Geschlossenheit in der anstehenden Abstimmung zu Antidumping-Maßnahmen gegen Schuhimporte aus China und Vietnam auf.

Der Vorschlag der Kommission beinhaltet das Verhängen von Antidumping- Zöllen auf Schuhimporte mit Deckleder aus chinesischer und vietnamesischer Herstellung. Als Argumente für eine unbedingte Zustimmung führt die CEC die staatliche Subventionierung der Schuhindustrie in China und Vietnam und die dadurch verzerrten Wettbewerbsverhältnisse an. Neben Qualitätsdefiziten besonders im Kinderschuhbereich moniert die CEC die um 25 Prozent sinkenden Importpreise, während der Endabnehmerpreis weiter steige.

Ein Nein ermuntere zu Dumping und sende ein falsches Signal an Handelspartner in der ganzen Welt. Ohnehin seien nur elf von 100 Paar in Europa gekauften Schuhen von der Steuer betroffen. Bei früheren Abstimmungen war der Vorschlag der EU-Kommission gescheitert. Scheitert auch die nächste Abstimmung, erwägt die CEC den Schritt zum Europäischen Gerichtshof. Hier soll gegebenenfalls die Konformität der geforderten Schutzzölle mit allgemeinem EU-Antidumping-Recht bestätigt und der Weg für zukünftige Antidumping-Maßnahmen geebnet werden.

21/06 Swantje Balg

Stichwort: Strafzölle

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