Schuhmarkt

Hagemeyer: Für Schuhe und Taschen 1400 qm

Das Modehaus Hagemeyer, Platzhirsch im ostwestfälischen Minden, erweitert seine Verkaufsfläche für Schuhe und Taschen auf 1400 qm. Die Gesamtfläche des Hauses wächst auf 18000 qm. 14.05.08 Ilona Sauerbier

Hagemeyer ist längst nicht mehr nur Spezialist für Mode und Bekleidung. In den letzten Jahren hat sich das bekannte Modehaus auch peu á peu zu einem großen Schuhspezialisten entwickelt. Derzeit läuft die Erweiterung des Stammhauses in Minden wieder auf Hochtouren. Bis zur Fertigstellung im kommenden Jahr soll die Verkaufsfläche von derzeit 12000 qm auf 18000 qm wachsen.

Der Neubau mit Durchgängen ins Stammhaus wird dabei wie ein Einkaufszentrum gestaltet. Hagemeyer wird dabei keine Verkaufsflächen vermieten, sondern alles selbst nutzen.

„Eine wichtige Position wird dabei Schuhen und Taschen eingeräumt“, erklärt Hagemeyer Geschäftsführer Hans-Peter Vankerkom. Sie sind inzwischen Vankerkoms „Steckenpferd geworden“ und machten „enorm viel Spaß.“ Für die nahe Zukunft ist vorgesehen in der 1. Etage, auf einer Fläche von 1400 qm, Schuhe und Taschen optimal zu präsentieren. Innerhalb dieser Etage wird es auf 300 qm „eine Premiumfläche geben, wo Schuhe und Taschen gemeinsam präsentiert werden.“ Die ehemalige Taschenabteilung, bislang in Parterre integriert, wird aufgelöst und in die 1. Etage verlegt. Dabei wächst der Taschenbereich von bislang 230 qm auf 450 qm – ohne die Premiummarken. Letztere werden, gemeinsam mit Schuhen und Accessoires, auf der Premiumfläche arrangiert.

Als arrondierende Sortimente kommen Gürtel, Kleinleder, Schmuck und Accessoires dazu. Vankerkom: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass es die Kunden sehr schätzen, Accessoires bei den Schuhen dabei zu haben.“ Auch weitere Shops sind vorgesehen, allerdings eher im kommerziellen Bereich, bei Premium nicht. Neben Paul Green, der vor einigen Monaten bei Hagemeyer seinen ersten Shop in Deutschland errichtet hat, gibt es Shops von Tamaris, Buffalo, EDC, Esprit und s’Oliver.

Um dem Premiumbereich ein eigenes Profil zu geben, plant Vankerkom ein eigenes Verkaufsteam und eigene Einkäufer zu installieren. „Unser Markenprofil für die Premiumfläche ist allerdings noch nicht komplett“, heißt es, aber es liefen konkrete Gespräche mit Tod’s, Joop und Hugo. Parallel zu den Schuhen der Upperclasse denke man über hochwertigen Modeschmuck und edle Accessoires nach, die das Thema ergänzen. In Bezug auf die neue Struktur der Taschenabteilung „werden wir Engelhorn-Verhältnisse haben“, wo internationale Marken und Preislagen bis 400 Euro Standard sind.

Als führendes Architektenteam hat Hagemeyer das Stuttgarter Büro Blocher Blocher engagiert. Vankerkom sieht das Unternehmen Hagemeyer inzwischen als „perfekten Anbieter eines breiten Schuhspektrums“, das von Premiummarken bis hin zu Gabor, Lotusse, Lloyd oder Tamaris reicht. „Wir haben in den letzten vier Monaten zweistellige Pluszahlen bei Taschen erwirtschaftet“, so der Rheinländer. Schuhe schließen Pari ab. Die Erfolgsgeschichte von Hagemeyer basiere auf der Kombination von Textilien und Schuhen, „und es wird sich imer mehr mischen“, so Vankerkom. Hagemeyer betreibt neben dem Stammhaus in Minden noch zwei weitere Geschäfte in Bad Oeynhausen und im niedersächsischen Stadthagen. 14.05.08 Ilona Sauerbier

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