Schuhmarkt

Schneechaos und Angst vor der Schmelze

Die Lage in den vom Katastrophenalarm betroffenen Gebieten in Bayern in den oberpfälzischen Landkreis Schwandorf, in den niederbayerischen Kreisen Regen, Deggendorf, Passau und Freyung- Grafenau bleibt gespannt. 14.02.06 Astrid Filzek-Schwab

Die Lage in den vom Katastrophenalarm betroffenen Gebieten in Bayern in den oberpfälzischen Landkreis Schwandorf, in den niederbayerischen Kreisen Regen, Deggendorf, Passau und Freyung- Grafenau bleibt gespannt. Einige Orte sind noch von der Außenwelt abgeschnitten, Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz, um Schnee wegzuschaffen.Die Zeit drängt: In den nächsten Tagen muss wegen des Tauwetters mit Überschwemmungen gerechnet werden. Damit steht das nächste Problem vor der Tür: Hochwassergefahr. Weil der Boden vielerorts gefroren ist, kann das Schmelzwasser nicht versickern. Das niederbayerische Zwiesel war das Zentrum des Schneechaos mit bis zu zwei Metern Schnee auf den Dächern. Rosemarie Fichte, Filialleiterin vom Schuhhaus Sutor in Zwiesel sagt: „Wir hatten Freitag und Samstag zugesperrt. Es war kein Durchkommen auf der Straße. Bei uns im Einkaufszentrum hat sich durch die Schneemassen der Dachstuhl leicht gesenkt, es ist aber nicht gefährlich. Man sieht es an den Regalen. Das muss noch kontrolliert und dann repariert werden“. Auch Edeltraud Buchinger vom Schuhhaus Buchinger sagt „Jeder ist noch mit Schneeschaufeln beschäftigt. Es gab keine Post, keine Kundschaft kam durch. Wir hatten zwei Tage geschlossen“. Die größte Gefahr sei doch das kommende Tauwetter. Beim Schuhhaus Oswald sind laut Inhaberin Sieglinde Oswald leichte Schäden aufgetreten: „Unser Dach war stark belastet mit über zwei Meter Schnee. Die Feuerwehr und die Bergwacht haben alles freigeräumt. Jetzt haben wir einen Dachschaden und mussten Stützbalken einziehen. Hoffentlich wird das Tauwetter kein Problem“. Hunderte Dächer wurden am Wochenende von den Schneemassen geräumt. Mehr und mehr verlagert sich das Problem nun auf die Straßen. In vielen Gebieten türmt sich der Schnee so hoch, dass kaum ein Durchkommen ist. Raupen und Schneefräsen sind damit beschäftigt, auch Nebenstraßen und Wege Freizuräumen. Im Landkreis Freyung-Grafenau konnten mehrere Ortschaften, die von der Außenwelt abgeschnitten waren, wieder zugänglich gemacht werden. Im Landkreis Deggendorf sind noch nicht alle Ortschaften wieder erreichbar. Die Aufräumarbeiten werden noch mindestens eine Woche dauern. 14.02.06 Astrid Filzek-Schwab

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