Schuhmarkt

SMI 15/06: SchuhMarkt-Index sinkt im Juni

Das Hoch im Mai war nur von kurzer Dauer. Die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel ist im Befragungsmonat Juni wieder gesunken. Peter Skop

Der SchuhMarkt-Index ist für den Juni wieder knapp unter die 100er Marke gesunken und erreicht 97,3 Punkte für Gesamtdeutschland. Das bedeutet, dass diejenigen unter den befragten Schuhfacheinzelhändlern, die die Zukunft eher pessimistisch sehen, wieder in der Mehrheit sind.

Der Mai-Wert mit über 105 Punkten hatte ein Überwiegen der Optimisten angedeutet. Während sich im Westen Optimismus und Pessimismus in etwa die Waage halten (Indexwert: 100,5), ist der SchuhMarkt-Index im Osten der Republik um knapp zehn auf 87 Punkte gesunken, ermittlete die BBE-Unternehmensberatung in Köln im Auftrag des SchuhMarktes. Möglicherweise hängen die schlechteren Indexwerte paradoxerweise mit ausgezeichneten Umsätzen im Befragungsmonat Juni zusammen.

60 Prozent der befragten Händler verzeichneten Umsatzsteigerungen im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Ein Fünftel der Schuhhändler verzeichnete sogar Steigerungen über zehn Prozent. Insgesamt ein knappes Viertel verbuchte hingegen geringere Umsätze. Im Osten der Republik dürften einige Händler aufgeatmet haben, wenngleich die Bilanz dort nicht ganz so rosig ausfiel. Immerhin 43 Prozent erlebten Umsatzsteigerungen, 39 Prozent dagegen geringere Erlöse.

Die Steigerungen bei den ostdeutschen Schuhhändlern fielen bescheidener aus als im Westen. Dennoch führt eine solche Steigerung nicht zur Euphorie. Die Lage der Branche wird nur von 16 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut beschrieben (Vormonat: 40 %). Erhöht hat sich folgerichtig die Zahl derjenigen, die die Lage als mittelmäßig oder gar schlecht bis sehr schlecht bewerten.

Auch bei der Beurteilung der Lage des eigenen Unternehmens zeichnet sich Skepsis ab: 28 Prozent schätzen sie als gut oder sehr gut ein (Vormonat: 48 %) und 16 Prozent als schlecht oder sehr schlecht (Vormonat: 8 %). Relativ ausgeglichen ist das Bild bei den Zukunftserwartungen für das nächste halbe Jahr. Umsätze, Kundenzahl und Ausgabefreudigkeit der Verbraucher werden von in etwa gleich vielen Händlern als höher oder niedriger ausfallend eingeschätzt. Im Mittel haben sich selbst die Gewinnerwartungen kaum verändert, wobei Osthändler die Zukunft wesentlich düsterer sehen als Westhändler.

Eingetrübt haben sich auch die Erwartungen an die Konjunktur. Ausdruck von Optimismus ostdeutscher Schuhhändler ist, dass nun 48 Prozent eine schlechte Entwicklung erwarten, im Vormonat sagten dies zwar nur 35 Prozent, doch 13 Prozent rechneten mit einer sehr schlechten Entwicklung. Peter Skop

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