Schuhmarkt

IfH 15/06 – Plus im Mai sattelt auf Vorjahrsplus auf

Das Institut für Handelsforschung stellte für den Mai einen erfreulichen Umsatzzuwachs fest.

Der Geschäftsverlauf im Schuheinzelhandel zeigte sich nach drei Monaten mit negativem Vorzeichen im Mai deutlich positiver. Mit der Umsatzentwicklung im Mai konnte der Schuheinzelhandel recht zufrieden sein.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg das Verkaufsergebnis spürbar. Für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich errechnete das Institut für Handelsforschung einen nominalen Umsatzzuwachs von zehn Prozent. Erfreulich ist dabei, dass die Branche bereits im Vorjahres-Mai einen Umsatzanstieg von fünf Prozent verzeichnen konnte, so dass das diesjährige Plus auf diesen guten Vorgaben aufbauen konnte.

Das Statistische Bundesamt meldete wieder eine rückläufige Preisentwicklung für die Branche, so dass sich das reale Verkaufsergebnis auf plus elf Prozent verbessert. Zu beachten ist dabei, dass im Mai dieses Jahres zwei Verkaufstage mehr zur Verfügung standen. Auch die Umsatzentwicklung bei verschiedenen weiteren an der Auswertung beteiligten Fachhandelsbranchen fiel im Mai positiv aus. Der Sortimentsbuchhandel und die Juweliere konnten ebenfalls zulegen.

Der Umsatzanstieg im Mai hat die Jahresstaffel der Branche wieder verbessert, es bleibt aber bei einem insgesamt noch negativen Ergebnis. Nominal verbucht der Schuheinzelhandel nach fünf Monaten des Jahres ein Umsatzminus von drei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des letzten Jahres, real liegt dieser Wert bei knapp minus zwei Prozent.

Alle Regionen erzielten im Mai einheitlich ein Umsatzplus. Dabei ergaben sich aber spürbare regionale Unterschiede.

Die Schuhfachgeschäfte in Nordrhein-Westfalen bildeten mit Umsatzzunahmen von durchschnittlich 17 Prozent die Spitzenreiter, gefolgt von Niedersachsen mit plus zehn Prozent. Im Mittelfeld lagen Hessen/Rheinland-Pfalz mit plus neun Prozent und Baden-Württemberg mit plus acht Prozent im Vergleich zum Mai des letzten Jahres. Die Umsatzentwicklung in Schleswig- Holstein und Bayern fiel mit plus sieben Prozent und plus sechs Prozent im Mai leicht unterdurchschnittlich aus. Dies gilt vor allem für die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern mit einem Plus von nur drei Prozent. Der positive Umsatzverlauf im Mai hat sich entsprechend auch in der Jahresstaffel in allen Regionen niedergeschlagen.

Damit erreichen die Betriebe in Niedersachsen zumindest ausgeglichene Werte nach fünf Monaten, während die anderen Bundesländer für den Zeitraum von Januar bis Mai mit minus drei Prozent bis minus fünf Prozent deutlich im Minus- Bereich verbleiben. Der positive Trend erstreckte sich im Mai auch auf alle Betriebsgrößenklassen. Mit plus 14 Prozent meldeten die größeren Betriebe den stärksten Umsatzanstieg, gefolgt von den Betrieben mit sechs bis zehn Mitarbeitern mit plus zwölf Prozent. Durch den günstigen Geschäftsverlauf im Mai hat sich auch in allen Betriebsgrößen die Jahresstaffel verbessert.

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