Schuhmarkt

SMI 22/06: SchuhMarkt-Index fällt im September

Der Geschäftsklimaindex des Schuh- Marktes zeigt im September steil nach unten und erreicht den zweitschlechtesten Wert dieses Jahres. Peter Skop

Auf 79,7 Punkte ist der SchuhMarkt-Index in der Septemberbefragung gesunken. Es handelt sich dabei um den zweitschlechtesten Wert seit März diesen Jahres.

Der Wert in Westdeutschland liegt bei 85 Punkten. Als geradezu katastrophal kann die Stimmung im Osten der Republik angesehen werden. Mit 58,7 Punkten erreicht der Stimmungswert dort einen absoluten Tiefpunkt. Mit der Umsatzstatistik im Befragungsmonat September dürfte dies weniger zu tun haben. Sie spiegelt die guten Ergebnisse wieder, die im August erzielt wurden. So konnten sich immerhin 50 Prozent der Befragten Schuhhändler über Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahresmonat freuen.

... der Text für registrierte Benutzerser ... Ein Drittel hatte allerdings auch im allgemein gelobten August weniger in der Kasse, als im Jahr zuvor. Deutlich wird aber auch wieder der Unterschied zwischen Ost und West. Eine relative Mehrheit von 47 Prozent fuhr im Osten schlechtere Umsätze ein, während dies im Westen nur 29 von 100 Befragten sagten. Die Einschätzung der Lage wird sicher mehr durch das aktuelle Geschäft beeinflusst, das im September deutlich eingeknickt ist. So sahen nur zwölf Prozent der Händler die derzeitige Lage der Branche als gut an, 49 Prozent als mittelmäßig und 39 Prozent als schlecht oder sehr schlecht. Letztere Beurteilung teilten noch in der Augustbefragung nur 25 Prozent der Befragten.

Auch hier ist der Blick in den Osten ernüchternd: 61 Prozent halten die Lage der Branche für schlecht oder sehr schlecht. Die eigene Lage sehen sogar noch etwas mehr Händler im Osten so düster, nämlich 69 Prozent, während Westhändler die eigene Lage im Durchschnitt besser einschätzen als die der Branche.

Die Entwicklung im nächsten halben Jahr wird von den Schuhhändlern kritisch gesehen. Insgesamt erwartet nur etwas mehr als ein Fünftel von ihnen höhere Umsätze in der nächsten Zeit. Die Zahl derer, die niedrigeren oder viel niedrigeren Umsätzen entgegensehen, ist jedoch um gut 13 Prozentpunkte gestiegen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Fragen nach der erwarteten Kundenzahl, den künftigen Gewinnen oder der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher. Zweifellos haben die Hoffnungen auf eine Besserung der Konjunktur einen Dämpfer bekommen. Mehr Befragte als noch im August glauben, dass sie sich schlecht oder sehr schlecht entwickeln wird. Entsprechend skeptisch ist die Einstellung bezüglich der Arbeitsmarktentwicklung sowohl bei bundesweiter als auch bei regionaler Betrachtung. Peter Skop

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